Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau zur BWL wechseln?

2 Antworten

Natürlich ist BWL überlaufen. Na und? Es gibt für Betriebswirte aber auch die meisten Jobs. Entscheidend ist, dass Du dich durch Schwerpunktwahl, Praktika, Auslandserfahrung, Sprachkenntnisse, spezielle EDV-Kenntnisse heraushebst aus der Masse. Dann passt u.U. nur einer auf die spezielle ausgeschriebene Stelle - nämlich DU!

Wenn Du Schwierigkeiten mit Mathe hast, ist das echt ein Problem - das ist nämlich der häufigste Studienabbruchgrund in den Ingenieurwissenschaften. Hier sind letzten Endes die Unis in der Pflicht, und das haben sie mittlerweile auch häufig bereits erkannt. Leute wie Du brauchen halt auf diesem Gebiet eine bessere Betreuung.

Wenn ich Dich richtig verstehe, macht Dir Wirtschaftsingenieurwesen im Prinzip Spaß, sonst hättest Du ja nicht damit angefangen. Ich weiß leider auch nicht, in welchem Semester Du bist und ob Du es in Mathe absolut nicht schaffst oder nur Schwierigkeiten damit hast. Es gibt doch auch sicher noch andere Studenten mit den gleichen Schwierigkeiten, da könntet ihr euch zusammentun, euch gegenseitig helfen und eventuell eine Art Nachhilfe organisieren - oder über den Asta / Stura oder den Fakultätsrat dafür sorgen, dass ihr einen vernünftigen, didaktisch modernen und auf eure Bedürfnisse eingehenden Matheunterricht bekommt.

Deine Bedenken gegenüber BWLern sind, anders als Coriolanus das sieht, vollauf berechtigt - und selbst er räumt ja ein, dass Du Dich da aus der Masse herausheben musst, wenn Du etwas erreichen willst.

Das Fach ist total überlaufen, die Absolventen sind oft unfähig bis an die Schmerzgrenze und üben häufig einen unheilvollen Einfluß auf unsere Wirtschaft aus (sie sind z. B. für die wirtschaftlichen Verwerfungen der vergangenen Jahre mitverantwortlich). Wie strunzdumm BWLer oft sind, zeigen schon solche Fälle wie die der HSH-Nordbank, der Commerzbank oder von Hypo Alpe Adria, die den Steuerzahler - also Dich und mich und auch Coriolanus - Milliarden gekostet haben und noch weiterhin kosten. Nicht umsonst sind besonders MBA-Absolventen als "Mediocre But Arrogant" verschrieen.

Thomas Sattelberger, immerhin Vorsitzender der MINT-Bildungsinitiative (Mathematik - Informatik - Naturwissenschaft - Technik) der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) nennt die BWL-Absolventen sogar verächtlich "geföhnte Bubies und Barbie-Puppen im Business-Look" - und das will in seiner Position einiges heißen (übrigens eine Ansicht, die ich voll teile).

Ich würde es mir also wirklich überlegen, das Studium abzubrechen, zumal die Chancen von Wirtschaftsingenieuren auf dem Arbeitsmarkt um Klassen besser sind als die von BWLern.

Ich bin der Meinung sie unterschätzen das Beruf BWL ! Weil immerhin funktioniert jedes groß Unternehmen aus bwlern.

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@fragechef1

Klar braucht man BWLer - aber die richtigen und in Maßen.

Derzeit gibt's mit Sicherheit zu viele davon.

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