Wirtschaftlichkeitsgebot Heizkostenabrechnung nicht beachtet?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Da kann aber etwas nicht stimmen.

Wenn Du Mieter einer Eigentumswohnung bist, ist es kein Wohnhaus mit einem Grundbuch und meist einem ET, sondern eine WEG mit je Wohnung einem Grundbuch und oft auch mehreren Eigentümern.

Ein Mieter hat mit dieser WEG nichts am Hut, eine WEG ja auch nichts mit dem Mieter.

Ansprechpartner für den Mieter ist allein der Vermieter. Er hat die Vorausleistungen der Mieter abzurechnen wie bei einem Einfamilienhaus. Es gibt ja nichts zu verteilen, so jedenfalls auch Blank.

Rüge die AR, wenn Dein Vermieter unwirtschaftlich arbeitet und ziehe etwaige Kosten entsprechend ab.

Die Mietervereine waren für unsere Hütten noch nie ein echter Gegner. Die Damen und Herren kennen nicht einmal ihr eigenes Lexikon, so jedenfalls meine vielfachen Erlebnisse.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von schleudermaxe
26.05.2016, 09:41

Mein Lieferant benötigt für München für diesen Verbrauch rd. 2.500 EUR und somit rechne einfach um. Diese Diff. geht zu Lasten des Vermieters.

0

Als Mieter hast Du nur die Möglichkeit, allen anderen Bewohnern aufzuzeigen, wo Sparpotential besteht, um dafür zu sorgen, dass der Verwalter den Energieversorger wechselt.

Wenn es Deinem Vermieter und den anderen Eigentümern egal ist, hast Du so gut wie keine Chance.

Du könntest höchstens mal einen Musterprozess anstrengen und versuchen, aufgrund des Wirtschaftlichkeitsgebots die Eigentümergemeinschaft zum Versorgerwechsel zu zwingen. Hier kann Dir aber nur ein erfahrener Rechtsanwalt helfen und aufzeigen, ob sich das lohnt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von schleudermaxe
26.05.2016, 09:31

Da habe ich aber ganz andere und auch eigene Erlebnisse.

Sogar ein Hausmeister kann in einer WEG unwirtschaftlich sein und ein Mieter hat solche Kosten und Lasten nicht zu wuppen, so jedefalls auch das AG und LG und der Mieter war fein raus.

0

Ich würde mich von einem Anwalt oder Fachanwalt für Mietrecht beraten lassen. Oft hilft ja schon eine Beratung und es schadet auch nicht, wenn der mal einen Blick auf Mietverträge oder andere Verträge wirft.

Ich habe über www.verzeichnis-anwalt.de ein paar Anwaltskanzleien im Umkreis angefragt und mich dann für eine entschieden. Das war echt super. Der Anwalt hat mir echt viele Tipps gegeben und meine Verträge nochmal etwas überarbeitet. Insgesamt war das mit 450 Euro nicht so teuer und mir das das echt viel gebracht. Besonders weil der Anwalt viele allgemeine Tipps für mich hatte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Alle Fragen bezgl. Der Hausgemeinschaft regelt die Hauseigentümerversammlung.

Dort kannst du deine Wünsche ÜBER deinen Vermieter äußern.

Mit Mehrheitsbeschluss ist dann die Änderung der Bezugsquelle möglich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Sariel1988
25.05.2016, 10:12

An der Eigentümerversammlung  nehme ich als Mieter jedoch nicht teil ;-) Oder kann man darauf bestehen ?

0

Nein, zwingen kannst du ihn nicht, höchstens darauf hinweisen. Den Wechsel müssten die Eigentümer in einer Eigentümerversammlung beschließen, ein einzelner Vermieter kann da sowieso nichts machen.

Wo hier die Grenzen des Wirtschaftlichkeitsgebots liegen, lässt sich nie so genau bestimmen. Im Zweifel müsste da ein Gericht entscheiden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Fragesteller weisst auf ein wichtiges Problem hin. Das wird oft vernachlässigt. Bei hohen Mietpreisen, schränken zu hohe Betriebskosten (unnötig) den Spielraum weiter ein.

Da hat der "Kollege" schon zutreffend auf das Gebot der Wirtschaftlichkeit hingewiesen.  Nach § 556 III. BGB ist der Vermieter angehalten seine Brennstoffeinkäufe wie ein sparsamer Kaufmann zu disponieren.

Eine Gaszentralheizung mit einem Grundtarif zu betreiben, genügt diesem Grundsatz nicht, wie das Vergleichsangebot auch eindrucksvoll belegt.

Sicher hat der Vermieter einen gewissen Ermessensspielraum, dieser wird aber von der Wirtschaftlichkeit begrenzt.

Das Gas ist ja immer dasselbe.

Der Mieter ist von unnötigen Kosten freizuhalten. Man könnte der Betriebskostenabrechnung  widersprechen, mit dem Verweis, dass diese überhöhten  Kosten abzuscheiden sind. 


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LoeweLips
01.06.2016, 20:25

Als Analogie, kann diese Entscheidung herangezogen werden. LG Aachen, Urteil vom 8. August 2008, Az. 6 S 87/08

0

Guten Tag,

wie bereits von den anderen Nutzern geschrieben besteht grundsätzlich keine Möglichkeit den Wechsel des Energieversorgers von den Eigentümern oder der Verwaltung ohne weiteres zu "verlangen". 

Sie haben bereits den einzig möglichen Weg beschrieben. Es ist hier zu empfehlen, dass die Mietergemeinschaft ein entsprechendes Schreiben aufsetzt, in dem der Wunsch zum Wechsel nachvollziehbar und sachlich begründet wird.

Ergänzend ist im Schreiben anzumerken, dass die WEG und die Verwaltung in Ihrem Handeln sehr wohl dem "Grundsatz der Wirtschaftlichkeit" lt. §556 Absatz 3 BGB unterliegt.

Zudem sollte die WEG/Verwaltung in dem Schreiben auf den "Grundsatz ordnungsgemäßer Verwaltung" nach dem Wohneigentümergesetz hingewiesen werden.

Bedeutung:

Die Verwaltungsmaßnahme zum Wechsel des Anbieters liegt im billigen Ermessen der Eigentümer/Verwaltung.

Der Wechsel liegt im Interesse aller Eigentümer, wenn dieser bei objektiver Betrachtungsweise nützlich ist. (Kosten/Nutzenanalyse)

Dieses Schreiben kann als Tagesordnungspunkt in die nächste (ordentliche oder ausserordentliche) Eigentümerversammlung aufgenommen werden und hier kann über einen evtl. Wechsel ein (mehrheitlicher) Beschluss gefasst werden.

Wann dieser evtl. Wechsel dann stattfindet, richtet sich dann nach den Kündigungsfristen aus dem Vertrag zwischen dem Versorger und der Eigentümergemeinschaft. Ein Sonderkündigungsrecht, weil ein anderer Versorger günstiger ist, besteht grundsätzlich nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

hey lass das doch überprüfen bei www.deine-mietnebenkosten.de das sind Studenten, die dich ehrenamtlich im chat beraten

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?