Wirtschaftlicher Totalschaden. Was zaht nun Versicherung?

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Wenn das Fahrzeug nicht repariert wird, dann zahlt die Versicherung den Wiederbeschaffungswert (7.200 EUR) abzgl. dem Restwert (3.420 EUR) = 3.780 EUR.

Wenn du das Fahrzeug verkaufst, bekommst du von dem Händler die 3.420 EUR.

Da es sich um keinen echten Totalschaden (= Reparaturkosten sind höher als der Wiederbeschaffungswert) handelt kann das Fahrzeug noch repariert werden. Dazu muss dann die Reparaturrechnung eingereicht werden.

Und was bedeutet "nicht alle Schäden aufgenommen"? Der Sachverständige nimmt die Schäden auf, die durch den Unfall entstanden sind. Wenn du der Meinung bist, dass nicht richtig kalkuliert wurde, dann bitte die Werkstatt einen Kostenvoranschlag über die schadenbedingten Arbeiten zu erstellen und reich dies der Versicherung ein. Diese wird dann den Kostenvoranschlag durch den Sachverständigen prüfen lassen.

Von einem freien Sachverständigen würde ich erstmal abraten, da dieser Kosten verursacht. Und sollte die Versicherung dieses Gutachten anzweifeln bzw. die Kalkulation des Sachverständigen als fehlerhaft einstufen, weil z.B. die Schäden nicht zum Unfall zählen, werden die Kosten abgelehnt und diese hast du zu tragen.

Sie erstattet den Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert.

Es gibt aber eine Ausnahme: Der VN lässt die Reparatur tatsächlich fachgerecht durchführen. Die Kosten hierfür dürfen aber den Wiederbeschaffungswert um höchstens 30 Prozent übersteigen. Dann zahlt die Versicherung auch bei wirtschaftlichem Totalschaden die Reparaturkosten. Der Wagen muss dann allerdings noch weitere sechs Monate gefahren werden.

Na ja, es ist ja Dein Gutachter unbd wenn der nicht in Deinem Sinne spurt, frage ihn doch einfach, oder?

Eine gegnerische Versicherung ersetzt den Schaden vom ASt, ggf. incl. Nutzungsausfall für die Dauer der Reparatur bzw. einer Wiederbeschaffung bei einem Totalschaden. Viel Glück.

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