Wirkung Koffein beim Sprint

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4 Antworten

Hallo! Koffein hat viele Wirkungen aber nicht alles was man durch Vermutungen hört ist bewiesen.

macht Koffein beim Sprint wirklich schneller oder eher in Gegenteil langsamer<

Eine Auswirkung auf die Sprintfähigkeit ist nicht belegt. Wohl aber die Möglichkeit Konzentration und Koordination zu verbessern - da wird Koffein sogar im Leistungssport genutzt.

Ich wünsche Dir ein gutes und schönes Wochenende.

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Koffein kann sich definitiv leistungssteigernd auf die Aktivitäten im Sport auswirken. Ich glaube Koffein war sogar mal auf einer Dopingliste zu finden. Grundsätzlich kann man sagen, dass durch Koffein der Blutdruck gesteigert wird und das Herz kräftiger und schneller schlägt. Zudem fördert Koffein die Wachheit und Aufmerksamkeit wodurch u. a. die Konzentrationsfähigkeit gesteigert wird. Das sind neben noch vielen anderen nur einige Auswirkungen des Koffeins auf den Körper, welche die Leistung im Sport beeinflussen können. Ich denke mal ein unregelmäßiger Genuss in geringen Maßen ist vollkommen ok und man wird sicherlich dadurch nicht entscheidend beeinflusst. Wenn man aber bewusst darauf achtet, wird es sicherlich nicht nur auf Dauer schädlich für den Körper sein, sondern wahrscheinlich auch nicht ganz ohne Bedenken mit dem dopingfreien Gedanken vereinbar sein.

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Koffein puscht einen auf, besonders wenn man es nicht gewöhnt ist. leute mit starkem übergewigt dürfen desshalt kein koffein zu sich nehmen. die wirkung braucht aber mind. 30min und hält dann für ein paar stunden an. kaffee etwässert auch etwas, wenn man ihn selten trinkt. gewöhnt sich dein körper an das koffein bist du so zu sagen abhängig davon und bist dann ohne langsamer und müder wegen entzugserscheinungen. 2x die woche würde es ohne probleme gehen

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Da Koffein im Zusammenhang mit Sport wissenschaftlich nur unzureichend untersucht ist, liegen teilweise nur Theorien vor.

Folgende sportrelevane Wirkungen hat es medizinisch betrachtet:

-Anregung des Zentralnervensystems, Steigerung der motorischen Aktivität

-Erhöhung der Kontraktionskraft des Herzens

-Verengung der Blutgefäße im Hirn, Erweiterung derselben in der Peripherie

-Förderung von Glycogenolyse und Lipolyse

-Beseitigung von Müdigkeitserscheinungen

-Verkürzung der Reaktionszeiten

-minimale Verschlechterung der Geschicklichkeit bei Visomotorik und Timing

-Erhöhung der Konzentration freier Fettsäuren im Blut

Bei den ganz langen Strecken wie Marathon liegt der Vorteil sicher in der Beseitigung von Müdigkeitserscheinungen, auf die Gefahr hin, dass man einen Erschöpfungstod erleidet, insbesondere im Zusammenhang mit Dehydrierung und Hitze. Außerdem wird bei aeroben Belastungen die Fettverbrennung angeregt und die Kohlenhydratverbrennung gehemmt und die Fettverbrennung gefördert. So reichen die Kohlenhydratvorräte länger und die Marathonis müssen weniger essen. Hinzu kommen die durchblutungsfördernden Maßnahmen und die gesteigerte Kontraktionskraft des Herzens für eine bessere Sauerstoffversorgung.

Für die 1500m ist die Einsparung an Kohlenhydraten im Muskel sehr nützlich: Während des Rennens nehmen diese ab und es müssen neue KHs aus der Leber antransportiert werden. Das dauert aber und kann einem schnellen Schlussport entgegenstehen. Indem aber durch Koffein der aerobe Anteil der Energiegewinnung bei den 1500m dann mehr über Fette und weniger über Kohlenhydrate abläuft, bleiben die muskulären KH-Speicher besser gefüllt.

Für einen 800m-Lauf spielt das schon keine Rolle mehr, die KHs reichen dort aus. Es ist sogar nicht auszuschließen, das bei Strecken, bei denen die anaerobe Energiegewinnung durch Milchsäuregärung überwiegt (200m-800m), Koffein nachteilig wirkt, das es ja die Kohlenhydratverbrennung hemmen und die Fettverbrennung fördern könnte. Bewiesen ist allerdings weder eine Leistungssteigerung noch eine Verminderung auf besagten Strecken.

Auf den Strecken 60m und 100m spielt die Milchsäuregärung nur eine untergeordnete Rolle bei der Energiegewinnung der Muskeln. Dort wird Koffein (ohne, dass es bewiesen ist) als leistungssteigernd bertrachted, denn es verkürzt die Reaktionszeit und steigert die motorische Aktivität und fördert die Konzentration. Das ist besonders beim Start wichtig, mental starke Sprinter schaffen es jedoch, sich bis ins Ziel auf ihren eigenen Körper, anstatt auf die Gegner zu konzentrieren. Da das aber extrem schwer ist und selbst Weltklassesprintern oft nicht perfekt gelingt, kann die Konzentrationssteigerung hier sehr wichtig sein. Allerdings macht das nur Sinn, wenn man schon einige Erfahrung mit dem Sprint gesammelt hat. Besitzt man weder Technik, noch Verständnis für den Sprint, hilft es wohl eher, sich einfach von den anderen ziehen zu lassen und 'irgendwie' zu laufen.

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