Wirkt sich Globalisierung nachteilig auf den Wohlstand hoch entwickelter Vorkswirtschaften aus?

...komplette Frage anzeigen

DAS ERGEBNIS BASIERT AUF 8 ABSTIMMUNGEN

Kann man nicht sagen 37%
Nein 37%
Ja 25%

8 Antworten

Kann man nicht sagen

Es gibt in der Realität nicht nur schwarz und weiß, ja und nein. Bei der Globalisierung kann man als generelles Merkmal zunächst einen höheren Grad der Arbeitsteilung feststellen. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass mehr Wohlstand immer mit einem höheren Grad der Arbeitsteilung verbunden war. Innerhalb dieses Prozesses gab es für einzelne Wirtschaftsteilnehmer vorteilige und nachteilige Situationen.

1) Mehr Arbeitsteilung bedeutet natürlich immer auch Umschichtung von einer älteren Wirtschaft und der dort gewohnten Verteilung. Einige verlieren eine vorteilhafte Position. Dagegen steht ein höherer Gesamtgewinn aller. Auch der momentane Verlierer kann wieder Gewinner werden, wenn er eine kluge Anpassung hinbekommt.

2) Jeder höhere Grad der Arbeitsteilung macht das Wirtschaften komplexer und führt zu vielen neuen Problemen, die erst bewältigt werden müssen. Mit der Globalisierung sind wir am Beginn eines Lernprozesses, noch mehr Wirtschaftsteilnehmer in den Wirtschaftskreislauf einzubeziehen, die zudem eine je andere Kultur und Biografie haben.

Es ist aber festzuhalten, dass die jetzt evtl. überwundene Finanzkrise kein Problem der Globalisierung war, sondern eine geldpolitische Fehlsteuerung der amerikanischen Politik. Auch die politischen Illusionen der Europäer (übermäßige Verschuldung) haben keine Basis in der Globalisierung.

Generell wird die Globalisierung meiner Meinung nach weltweit zu zunehmendem Wohlstand führen.

Kann man nicht sagen

Zuerst einmal die Frage: Was ist Globalisierung? Den globalen Warenaustausch kennt man schon seit Jahrhunderten (fand früher hauptsächlich per Schiff statt). Globale Finanztransaktionen kennt man auch schon seit mehr als hundert Jahren (löste u.a. 1929 die erste Weltwirtschaftskrise aus). Meines Erachtens wird in Sachen Globalisierung oftmals sehr unkundig diskutiert. Es stellt sich eher die Frage, was sich in bestimmten Zeiträumen geändert hat. Oftmals werden die Folgen der idiotischen Deregulierungsaktionen der vergangenen Jahre (und Jahrzehnte) der Globalisierung zugerechnet. Um die ganze Thematik zu begreifen, ist aber schon einiges an Hintergrundwissen erforderlich. Einige Literaturtipps:

  • Der globale Countdown von Harald Schumann und Christiane Grefe
  • Wirtschaft die arm macht von Horst Afheldt
  • Die Schatten der Globalisierung von Joseph Stiglitz
Ja

Ohne die Feststellung was die heutige "Globalisierung" wirklich ist, kann man die Frage nicht beantworten! Das Verständnis in der Bevölkerung und auch bei angeblichen "Fachleuten" ist diffus.

Die heute "stattfindende Globalisierung" ist nichts anderes als die bereits von Adam Smith geforderte vollständige Liberalisierung des Welthandels. Smith meinte, "die unsichtbare Hand des Marktes" würde letztlich alles von alleine nur zum Besten der Völker regeln.

Das ist, wie wir beobachten können, eine Lüge.

Was wir sehen, ist ein weltweit vagabundierendes Kapital, das seine Zelte dort aufschlägt, wo man kurzfristig billig produzieren kann, um anderenorts teuer verkaufen zu können. Verlierer sind letztendlich die Menschen in den Reichen, wie den Armen Ländern, bis auf eine kleine Clique der Internationalen Finanz und Handelsunternehmen.

Im Gegensatz zu Adam Smith - und Milton Freedman - steht die Idee des souveränen Nationalstaates, der seine Volkswirtschaft zum Nutzen Aller seiner Bürger betreibt, und vor Äußeren Angriffen schützt.

Es ist als "Das Amerikanische System der politischen Ökonomie" bekannt, und wurde von Friedrich List studiert, mit beeinflusst, beschrieben, und nach Deutschland gebracht. Der Deutsche Zollverein war ein Erstes Resultat seines Wirkens in Deutschland, und hat mit zum Erstarken der deutschen Wirtschaft geführt.

Die Ludwig Erhardt zugeschriebene Soziale Marktwirtschaft sowie der in Freiburg von Walter Eucken formulierte Ordoliberalismus hatten noch Elemente dieser Ideen.

Ja, Volkswirtschaften werden von der heutigen Globalisierung ausgeplündert.

Nein

Wenn die Politik die Finger vom Protektionismus lässt nicht. Aber sie muss auch langsam einmal anfangen, international für ähnliche (es muss ja nicht unbedingt gleich sein) Vorraussetzungen sorgt.

Olitiker haben Angst, dass es so sein könnte und das Volk aus unwissenheit noch viel mehr! Höhere Umweltauflagen aber wären z.B. in den USA oder in China gar kein Hindernis. Der Wettbewerb würde dann aben viel mehr über die Qualität statt finden. Klar würden die Produkte dann vielleicht etwas teuerer, gleichzeitig würden aber auch die Einkommen enstprechend steigen.

Wenn aber ein Land keinerlei soziale absicherung betreibt hat es natürlich gewisse Kostenvorteile. Wobei das aber auch kein Kostenfaktor sein muss, wenn man nicht so doof ist wie der Deutsche und das ganze verstaatlicht! Private Kassen, die alle nehmen müssen und Grundtarife hätten wären billiger, als wenn gesetzliche Kassen nur Geringverdiener und chronisch Kranke versorgen müssten und dafür alle gesunden besserverdiener bei den Privaten landen. Wer soll da dann für den Ausgleich sorgen??? Weg mit den GKVs!!! Und nicht, wie die Grünen blöken, dass die PKV abgeschafft gehört, das würde das Problem nur verschlimmern!!!- nur als 1 Beispiel.

Oder wenn sich der Chinese um Umweltauflagen keine Gedanken macht sondern einfach nur billigst Produziert hat er natürlich einen Kostenvorteil. Für uns werden dafür aber auch einzelne Produkte billiger - nur die Qualität leidet. Kommt der Chinese nun den Umweltauflagen nach und bietet eine Soziale Absicherung an, steigt einmal die zufriedenheit der Arbeiter, dann auch die Qualität - weil der Wettbewerb nun ja darüber laufen wird - und letztlich auch die Kaufkraft. Und somit hätten dann auch tatsächlich alle Beteiligten was davon, der der nun besser verdienende Chinese kauft wieder mehr deutscha Maschinen und schafft hier ebenfalls Arbeitsplätze, was hier auch wieder die Löhne steigen lässt...

Eine Abkehr aber von der Globalisierung würde uns alle treffen. Alles würde teuerer werden, Arbeitsplätze gingen Verloren, denn eine Nation produziert ja nicht nur für sich selber, sondern auch für die internationale Klientel - der sozialstaat wäre noch weniger finazierbar als er ohnehin schon ist (Renten- und Krankenversicehrung gehören privatisiert. Bei der Arbeitslosenversicherung geht das genauso und damit effizienter besser und billiger) - und die Qualität würde aufgrund von fehlendem Wettbewerb sinken. Es gibt vielerei faktoren, die davon beieinflusst würden, aber keiner von ihnen würde irgend einem beteiligten einen Vorteil verschaffen!!!

Nein

Von der Globalisierung profitieren alle Volkswirtschaften, die sich nicht dagegen abschotten.

Der absolute Wohlstand wächst (zumindest mittel- bis langfristig sowohl in den Schwellen- und Entwicklungsländern als auch in den bereits etablierten Industrienationen, in letzteren allerdings langsamer (wer bei Null oder Nahe Null anfängt, hat einfach mehr Potenzial).

Das heißt, der relatrive Reichtum der industrienationen sinkt, da die anderen aufholen. Absolut profitieren aber alle, da der kuchen insgesamt deutlich größer wird.

Nein

Definitiv und ganz klar nein. Die ausführliche Begründung in: "Was Sie schon immer über Wirtschaft (nicht?) wissen sollten"   http://www.stay-free.de/fileadmin/templatesstay-free/media/PR/Wirtschaftv09-03-16.pdf Mit freundlichem Gruß

Dr. Werner L. Ende   29. Oktober 2010 werner.ende@stay-free.de

Philosoph47 01.11.2010, 21:22

Lieber Herr Dr. Ende! Ich habe mir die Mühe gemacht, ihre vermutliche Doktorarbeit herunterzuladen. Respekt! eine riesige Fleißarbeit. Ich denke, die Benotung war überdurchschnittlich.

Selbstverständlich habe ich in der kürze der Zeit nicht alles gelesen, was mir aber soweit sehr gut gefallen hat, ist Ihr Hinweis am beginn, daß man zur Beurteilung des Geschehens kein Studium braucht, sondern nur einen gesunden Verstand.

Soweit bin ich Ihrer Meinung!

Weiter hinten wird's dann Mainstreamartig, durch die üblichen Schlagwörter und Weglassungen.

Erlauben Sie mir eine, der Logik folgende Frage:

Wenn der Freihandel die beste "Wirtschaftsform" ist (obwohl Freihandel keine Wirtschaft, sondern eben nur Handel ist) warum sind alle Länder, die dieses System gebrauchen, hoffnungslos verschuldet, und warum geht der Lebensstandard in diesen Ländern stetig bergab?

0
Ja

da die welt immer zwei seiten hat, das zeigen schon jing und jang, ohne licht gibt es keinen schatten, ohne den tod kein leben, und ohne arme , keine reiche ... also wird in unserer welt immer jemand sein,der arm ist und einer der reich ist... mfg leon

frechermichi 28.10.2010, 15:30

glaubst du nicht dass die globalisierung auch neue zweige Geschäftszweige eröffnet die man bei einem lokalen Handeln gar nicht benötigten würde? Dadurch steigt doch die Weltwirtschaft stetig an.Hoch entwickelte Volkswirtschaften haben oftmals auch ein Problem mit Arbeitslosigkeit, die durch eine Globalisierung verringert werden kann.

0
Kann man nicht sagen

Wenn ich das erklären würde,wäre mein Account in der nächsten Stunde gelöscht....

Was möchtest Du wissen?