Wirkt sich bei Lohnsteuerjahresausgleich außergewöhnliche Belastungen stark aus?

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2 Antworten

So pauschal kann dir das keiner beantworten, ohne genauere Daten von dir zu kennen. Lass mich aber mal rechnen. Bei einer Anerkennung von ca. 400 Euro bei den außergewöhnlichen Belastungen dürftet ihr so um die 20.000 Euro zu versteuerndes Einkommen gehabt haben. Dann könnte es so um die 20% von 400 Euro sein. Also 80 Euro. Übrigens, dass ihr bei der Konstellation 3 und 5 Geld zurück bekommt ist etwas ungewöhnlich. Da braucht ihr schon hohe Werbungskosten. Die meisten müssen bei 3 und 5 nachzahlen.

Ja ich weiß auch das die meisten bei 3 und 5 nachzahlen. Deshalb ist es ja meine Befürchtung das wir heuer nachzahlen wenn die Überbelastung bei außergewöhnlicher Belastung von letztes Jahr 405 Euro (Überbelastung) wegfallen. Wir haben keine Werbungskosten. Könnte es was ausmachen das wir nicht nachzahlen da ich zusätzlich zu den WErbungskosten auch einen Behindertenpauschbetrag von 570 Euro habe? Wir haben auch Spenden an einen Wohntätigen Verein von 500 Euro und Parteibeiträge von ca. 100 Euro im Jahr.

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@Baluderhamster

Vielleicht noch ein Hinweis, ich arbeite nur auf 400 Euro und nicht halbtags. Mein Einkommen ist also von der Einkommensteuererklärung außen vor, so viel ich weiß muss der 400 Euro JOb nicht angegeben werden, da er sozialversicherungsfrei ist und die Pauschale vom Arbeitgeber direkt übermittelt wird.

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@Baluderhamster

Der 400 Euro Job wirkt sich nicht aus, da du ihn nicht bei deiner Einkommensteuererklärung angeben musst. Behindertenpauschbetrag, Spenden und Parteibeiträge wirken sich natürlich aus. Deshalb scheint meine Vermutung richtig zu sein, mit den nur 80 Euro weniger Erstattung. Aber mal eine Frage. Warum lädst du dir denn nicht bei www.elster.de die Formulare herunter und gibst deine Daten da ein. Dann hast du sofort ein Ergebnis. Die Daten kannst du dann auch ohne große Schwierigkeiten an das Finanzamt übermitteln. Ist sowieso die Zukunft. Bin schon neugierig wieviel Jahre es noch dauert bis das FA die Daten nur noch auf diesem Weg akzeptiert.

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@Teresamaria

Jetzt hätte ich noch eine Frage. Wie ist es mit dem Ehrenamt. Ich bin in einem gemeinnützigen Verein als Schriftführer tätig und war im letzten Jahr Elterbeiratsvorsitzende. Mein Mann ist Trainer einer Jugendmanschaft. Wir haben diesbezüglich keine Einkünfte, nur deutliche Ausgaben. Kann man diese und wenn ja, wo und wieviel bzw. unter welchem Nachweis geltend machen?

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@Baluderhamster

Die Kosten für das Ehrenamt kannst du nicht bei deiner Einkommensteuererklärung geltend machen. Aber ab 2013 kann dir der Verein für deine ehrenamtliche Tätigkeit eine Pauschale bezahlen. Bis zu 720 Euro pro Jahr für deine Schriftführertätigkeit. Dein Mann kann als Übungsleiter vom Verein bezahlt werden. Ich glaub es sind für 2013 2400 Euro. Km-Geld kann man auch abrechnen. Das ist alles nicht steuerpflichtig.

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Das kommt auf den Bruttoverdienst an der zu versteuern ist.
Soweit mir bekannt ist gibt es auch bei den außergewöhnlichen Belastungen eine zumutbare Belastung die meines Wissens bei 5% des Bruttos liegt. Erst was über diese 5% geht wird steuerlich wirksam.

Hallo, ja das meine ich mit den oben genannten 3% Es sind 3% zumutbare Belastung. Steuerwirksam wurden daher im letzten Jahr (also Überbelastung) 405 Euro. Wenn diese jetzt wegfallen, würden wir das sehr deutlich bei der Lohnsteuer kennen?

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@Baluderhamster

Vermutlich nicht! Du senkst dein zu versteuerndes Einkommen um eben die 405€. Am Ende werden vielleicht noch 20 oder 30 Euro davon übrig bleiben die du durch diesen Betrag mehr zurück bekommst (oder eben jetzt auch nicht mehr ;-P)
Das hängt natürlich auch von der Progressionsstufe ab, in der du dich gerade befindest. Liegt man da gerade an einer Grenze kann es sich auch mehr bemerkbar machen.
Vorschlag: Lade dir Elster (Elektronische Steuererklärung) herunter. Da kannst du ja zum Test eine Erklärung mit und eine ohne diese Belastung ausfüllen. Du musst sie ja nicht gleich weg schicken, aber es gibt da eine Option, bei der du dir ausrechnen lassen kannst was du wahrscheinlich wieder zurück bekommen wirst. Gut, das stimmt jetzt meist nicht auf den letzten Euro, aber du siehst dann schon den Unterschied.

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