wirkt Kündigung gerechtfertigt?

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Lass Dich von Deinem Ausbilder bloß nicht einschüchtern. Es liegt hier kein Kündigungsgrund vor, egal was sich der gute Mann zusammenreimt.

Rechtlich gesehen warst Du nicht einmal verpflichtet auf dem Personalbogen wahrheitsgemäß Deinen GdB anzugeben. Das muss man nur dann, wenn eine Behinderung der vertraglich geschuldeten Leistung des Arbeitsvertrags entgegensteht. Ansonsten gibt es hier "das Recht zur Lüge".

Bei Dir wurde doch bestimmt auch eine ärztliche Untersuchung durchgeführt. Da wurde Dir dann bescheinigt, dass Du für die jetzige Ausbildung geeignet bist.

Mach Dir keinen Kopf. Nach der Probezeit kann ein Azubi nur sehr schwer gekündigt werden. Dein Verhalten war absolut korrekt. Du hast mehr gesagt als Du musstest, den medizinischen Eignungstest bestanden und Dir nichts zuschulden kommen lassen.

Sprich doch mal mit dem Betriebsrat, der JAV (falls vorhanden) oder auch der Personalleitung über den Fall. Sie sollen den Ausbilder mal darüber aufklären dass so ein Verhalten nicht geht und er sich rechtlich nicht nur auf dünnes Eis begeben hat mit der "arglistigen Täuschung" sondern auf diesem Eis schon eingebrochen ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Hexle2
04.02.2015, 19:15

Danke fürs Sternchen

0

Da du deine Daten ordnungsgemäß Mitgeteil hast ist das kein argliestieg täuschung den nicht jede behinderung muß auch bedeuten das man nicht fit ist bzw diesen beruf nicht ausüben kan.Er hätte dich direkt frragen müßen was er ja nicht tat und damit kan er dich auch nicht mehr so einfach kündiegen den du besitz ab 50 % einen Besonderen kündiegungsschutz .Laß dich ruhieg auf einen rechtsstreit ein den kanst du nur gewinnen . Dein Ausbilder wird es schwer haben sowas durchzusetzen den er bräuchte dazu erstmal die erlaubnis von dem zuständiegen für behinderte von zb der stadt.Wen du aber sichergehn wilst erkundiege dich mal bei deiner kammer . Da es auch fragen gibt die ein chef nicht stellen darf aber meines wissens gilt das zb für Fraune ob sie zb schwanger sind und ob sie ein kind wollen .

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von robertfuniak
02.02.2015, 21:14

Ich gebe dir Recht, das dachte ich mir auch aber ich wollte mir den kleinsten Funken Sorge nehmen. Vielen Dank für die vielen Antworten. Ausserdem hat er einen anderen Mitarbeiter des Konzerns mitgeteilt, dass ich Schwerbehindert sei, was wahrscheinlich auch Rechtwidrig war haha =D

0

Ich bin kein Anwalt. Ich sehe das ähnlich wie du. Auch ein Schwerbehinderter kann körperlich fit und belastbar sein. Insofern glaube ich nicht, dass er dich wegen einer arglistigen Täuschung kündigen kann. Bei Blindheit auf einem Auge kriegt man ja auch irgendwas zwischen 30-50 % und kann trotzdem das reinste Tier sein... körperlich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich versteh das Problem deines Chefs nicht.. Azubis sind nach der Probezeit eh kaum kündbar.. Also kein großer Unterschied zu dir ;)

Über die Fitness lässt sich jetzt Streiten, aber wäre die essenziell wichtig, fragt man doch genauer beim Gespräch nach?

Zudem ist ein so großer Betrieb verpflichtet 5% der Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten zu besetzen (ab 60 Mitarbeiter) andernfalls muss er eine Ausgleichsabgabe für jeden nicht besetzen Platz zahlen. Das heißt du sparst im unter Umständen sogar noch Geld.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von faiblesse
02.02.2015, 21:24

Ach so und so ein großer Betrieb hat doch sicherlich einen Betriebsrat? Da gibt es immer einen Verantwortlichen für die Schwerbehinderten..

Alternativ das integrationsamt Kontaktieren

1
Kommentar von Tschoo
03.02.2015, 01:41

... ab 12 Mitarbeiter

0
Kommentar von faiblesse
03.02.2015, 05:13

Nee, unter 60 sind die Regelungen anders. Dann sind es pauschal 1 oder 2, aber ab 60 sind 5%

0

Also so wie ich das sehe hast du alles richtig gemacht. Du hast ja, wo du den Ausbildungsvertrag unterschrieben hast, angegeben das du zu 60% Schwerbehindert bist. Ist dein Ausbilder denn auch dein Chef, oder wie groß ist die Firma?

Würde auch interessant sein was du für eine Ausbildung machst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von robertfuniak
02.02.2015, 21:04

Ich mache eine Ausbildung im Lager. Die ganze Firma hat ca. 3.000 Angestellte. Mein Standort hat ca. 70, ein Betriebsrat und Jugend-Ausbildungsvertretung ist aufjedenfall vorhanden

0

Dein Ausbilder ist ein A.. Wenn nicht direkt nach vorliegen einer Schwerbehinderung gefragt wurde musst du sie auch nicht angeben. Die Frage nach Fitness ist absolut nichtssagend, Wen du im Personalfragebogen deine Behinderung angegeben hast sehe kein das Problem nicht, Die Frage ob ich Fit würde ich sogar als schwer Gehbehinderter mit ja beantworten, den was heißt schon Fit, ich bin Softwareentwickler und für meine Tätigkeit bin ich nun mal Fit. Vor einer Kündigung muss auch das Integrationsamt gehört werden und wenn die dich dann wegen der Behinderung kündigen wollen werden die Pech habe dafür gibt es kein OK im Gegenteil der Arbeitgeber könnte wegen Diskriminierung auch noch ärger bekommen,

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Paralympics-Beispiel finde ich übertrieben.

Es kommt auf den Zusammenhang mit dem Beruf an, was der Chef unter "fit" versteht. Zum Beispiel wenn du eine Ausbildung als Verkäufer beginnst und schwere Sachen heben musst.

Überhaupt finde ich es dumm, wenn es jetzt um jedes einzelne Wort geht, das irgendjemand irgendwann gesagt hast, v.a. wenn du dich nun rausredest, es wurde ja nicht nach dem und dem gefragt, der hat ja das gesagt usw.

Fakt ist, dass du deinem Chef hättest sagen müssen, dass du 60 % hast, wenn du auf Nummer sicher gehen wolltest.

Wenn ihr einen Betriebsrat/Behindertenbeauftragten habt, dann geh zu dem. Ansonsten kannst du nur, wie unten beschrieben, zum Integrationsamt oder zum Arbeitsgericht.

Manchmal hilft es aber auch, wenn du ihn nochmal in Ruhe um ein Gespräch bittest. Am besten, wenn er sind nach ein paar Tagen ein bisschen beruhigt hat. Im Notfall kannst du auch deine Berufsschul-Klassenlehrerin um Hilfe bitten. Oder du wechselst den Betrieb. Viel Glück!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Anton96
03.02.2015, 18:11

Eine Behinderung muss man nur angeben wenn die Arbeitssicherheit oder Leistung eingeschränkt ist sonst nicht. Kritisch wird es höchsten wenn man im Personalfragebogen lügt wenn die Frage nach dem vorliegen eine Schwerbehinderung gestellt wird, allerdings muss die Frage dann Bezug zur angestrebten Stelle haben ansonsten ist sie nicht erlaubt und es darf auch gelogen werden.

1

Auch ich rate Dir, wie hier schon erwähnt, das Integrationsamt zu kontaktieren. Angst brauchst Du m.E. nicht zu haben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du hast es ihm ja über den bogen mitgeteilt, also ist es nicht deine schuld, denn du hast ja nicht gelogen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von robertfuniak
02.02.2015, 21:06

Und das sogar Rechtzeitig... ,

Vielen dank für die vielen Antworten!!!

0

Was möchtest Du wissen?