Wirkt Johanniskraut wirklich oder ist das ein Placebo?

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23 Antworten

Bin zwar kein Arzt, aber so weit ich weiß, hilft Johanniskraut deinem Körper, Vitamin D herzustellen. Das macht er normalerweise selber (wenn man genügend Sonnenlicht abbekommt), aber vor allem im Winter klappt das manchmal nicht ganz so. Wenn dir Vitamin D fehlt, dann wirst du schlapp und lustlos und vielleicht sogar leicht depressiv. Ich glaube aber nicht, dass Johanniskraut bei Depressionen hilft, die nicht durch Vitamin D-Mangel ausgelöst werden.

Das ist wohl nichl nicht ganz richtig. Sonnenlicht ist auf jeden Fall gut, weil es die Produktion des Botenstoffes (Neurotransmitters) Serotonin ankurbelt. Das Vitamin D spielt in diesem Zusammenhang vielleicht keine Rolle. Im Ergebnis liegst du aber total richtig!

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Johanniskraut ist ein wirksames Medikament, wenn auch nur sehr schwach. Der Wirkstoff im Johanniskraut ist sehr eng mit den SSRI-Antidepressiva verwandt, er wirkt auf dieselbe Weise, aber wie gesagt nur schwach. Als Unterstützung der Depressionstherapie oder bei leichten depressiven Verstimmungen ist Johanniskraut sicher sinnvoll.

Johanniskraut hilft wirklich. Der Wirkstoff des Johanniskrauts, Hyperforin, wirkt wie als Antidepressivum, weil er denselben Mechanismus nutzt wie die gängigen Medikamente. Hyperforin hemmt den Abbau der Botenstoffe in den Nervenzellen, genau das tun die Antidepressiva auch, jedoch sehr viel stärker als das Johanniskraut. Bei leichten Depressionen ist Johanniskraut eine echte Alternative, denn es wirkt, hat aber im Vergleich zu den Medikamenten wenige und leichte Nebenwirkungen.

Johanniskraut ist tatsächlich für die Behandlung von Depressionen geeignet, es kann aber den Einsatz von Antidepressiva bei mittelschweren oder gar schweren Depressionen nicht vollständig ersetzen. Ergänzend eingenommen kann es sich schon positiv auswirkend. Auch als Vorbeugung ist es geeignet. Bei leichten Depressionen oder depressiven Verstimmungen kann man oft auf Antidepressiva verzichten, da bietet sich ein Johannispräparat geradezu an, um die Stimmung ein wenig zu heben, aber nur ergänzend zu anderen Massnahmen wie Ausdauersport oder kreative Beschäftigung.

Nach dem Standardlehrbuch von Benkert & Hippius:: Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie, hier 8: Auflage, S. 101 f besteht eine Wirksamkeit bei leichten bis mittelschweren depressiven Episoden (Metaanalyse mehrerer placebokontrollierter Einzelstudien). Für schwere depressive Episoden konnte eine Wirksamkeit NICHT belegt werden. Nebenwirkung : "können zur Photosensibilisierung führen, Sonst meist gute Verträglichkeit." Dosis: 900mg Johanniskraut-Trockenextakt pro Tag. Kann auch in Einzeldosis gegeben werden. Wechselwirkungen mit uA Selektiven Serotonin Rückaufnahme Hemmern (SSRI)) Sollte nicht zusammen mit denen gegeben werden. Wirkungsabschwächung von oralen Kontrazeptiva (mit Zwischenblutungen)

Es ist eine Alternative bei leichteren Depressionen und es hilft tatsächlich. Johanniskraut wirkt wie ein Antidepressivum der SSRI-Klasse, es kurbelt sozusagen den Serotonin-Stoffwechsel an. Aber es wirkt sehr viel schwächer als ein Medikament, hat dafür aber weniger Nebenwirkungen. Für eine akute Depression wird die Wirkung sicher nicht ausreichen, aber für eine depressive Verstimmung reicht es allemal.

Alle Naturmittel sind gut und haben positive Wirkstoffe. Es schadet also auf gar keinen Fall, sie anzuwenden. Aber bei echten Depressionen hilft nur fachmännische Unterstützung, wozu auch Antidepressiva gehören (leider nimmt man davon oft zu - d. h. mehr sporteln, Bewegung machen, bewusst gesund ernähren - aber das ist auch wieder gut gegen Depressionen). Falls du schon Antidepressiva nimmst, auf gar keinen Fall einfach absetzen, die Folgen können katastrophal sein...

Johanniskraut kann helfen, aber eine echte Alternative zu Antidepressiva ist es nicht. Depressionen habe häufig ihre Ursache in Störungen des Neurotransmitter-Stoffwechsels, den kann Johanniskraut nicht beeinflussen, Antidepressiva können das wohl.

Da Johanniskraut rein pflanzlich ist, dauert es sehr lange bevor eine Wirkung eintritt. Johanniskraut beruhigt zwar die Nerven, aber gegen Depressionen hilft es meiner Meinung nach nicht besonders. Depressionen sollte man auch nicht mit Mittelchen behandeln, sondern die Ursache suchen. Allerdings hilft Johanniskrautöl bei verschiedenen Hauterkrankungen. Ein Placebo ist Johanniskraut jedenfalls nicht. Bei Depressionen sollte aber eher ein Fachmann zu Rate gezogen werden, bevor man anfängt selber herumzudoktern. LG TawaGirl

Wirkt bei leichten Verstimmungen,allerdings erst nach mehrmonatiger Anwendung.Verursacht auch Licht-und Sonnenempfindlichkeit.

versuche es mit Lichttherapie, dein Körper braucht Sonnenlicht. Man kann sich das verschreiben lassen oder so ein Gerät kaufen. Glaube mir - es hilft.

Es hilft wirklich

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Darüber kann man streiten. Richtiges Johanniskraut (was du nur in der Apotheke bekommst) soll schon helfen. Die Dinger aus dem Supermarkt eher weniger, denn da ist kaum Johanniskraut drin, sondern hauptsächlich Extrakte

Bei ganz leichten würde ich sagen, ja. Gute Erfahrungen hab ich vor einigen Jahren mit Remotiv Dragees gemacht, die mir mein Hausartz mitgegeben hatte.Da habe ich mich schon nach einigen Tagen besser gefühlt, auch gelassener.Die ganz leichten, die du in Drogeriemärkten, Discountern etc. bekommst, kann ich nicht empfehlen, da du die über einen ganz langen Zeitraum nehmen mußt.Probier es einfach mal aus.

VORSICHT: Johanniskraut kann die Wirksamkeit anderer Medikamente herabsetzen.

Bei Depressionen nicht zu empfehlen, dann zum Psychologen gehen.... ANsonsten kann man es nehmen... wirkt nicht aber schadet auch nicht... Die freiverkäuflichen sind so niedrig dosiert da muss man schon 1 Pck. tgl. nehmen... Aber die Einbildung machts

Bin mir nicht ganz sicher ob es stimmt, hab aber mal gehört, daß Johanniskraut eine gegenteilige Wirkung haben soll.

Bei leichten. Bei mittelschweren reicht s nicht aus.

Ja es wirkt und es ist eine Alternative zu chemischen Antidepressiva.

Bei ganz leichten vielleicht noch.

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