Wirksames Antidepressivum sowie Schlaftabletten?

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Liebe/r meli1999mia,

wir sind keine Plattform für medizinische Fachfragen. Von daher sind Anfragen an die Community zu Themen wie Einnahme von Medikamenten, Wechselwirkungen, (Über-)Dosierung und Medikamentenmissbrauch sehr kritisch: Wirklich fundierte, korrekte und richtige Angaben dazu kann nur ein Mediziner oder anderes Fachpersonal treffen

Herzliche Grüße

Ben vom gutefrage.net-Support

5 Antworten

Mit Antidepressiva habe ich sehr viel Erfahrung am eigenen Leibe. In den jetzt 5 Jahren meiner Depression musste ich unzählige ausprobieren.

Hast du es schonmal mit einem SSNRI probiert (z.B. Duloxetin). Diese hemmen nicht nur den Botenstoff Serotonin, sondern auch Noradrenalin. Duloxetin hat dabei eine grössere noradregene Komponente als Venlafaxin.

Ansonsten gibts ja noch die guten alten Ramböcke wie Nortrilen und Jatrosom. Haben aber extrem viele Nebenwirkungen.

Zum schlafen hast du es schon mal mit Mirtazapin versucht? Ist ein Antidepressivum, dass stark sedierend wirkt. Alternativ dazu gäbe es Quetiapin, ein antidepressiv wirkenden Neuroleptikum, welches auch sedierend wirkt.

Diese Medikamente kann man auch in einer Kombination einnehmen (immer zuerst mit dem Arzt besprechen), bzw. ich habe sie in einer Kombo eingenommen.

Theoretisch gibt es auch noch Neuroleptika, die einem völlig weghauen wie z.B. Levomepromazin. Mit dem schläft auch ein Elefant, doch ist man den nächsten Tag völlig durch den Wind.

Bei deiner hohen Dosierung von klassischen Schlafmitteln (Lorazepam, Zolpidem usw) musst du höllisch aufpassen, dass du nicht abhängig wirst. Dies sind Notfallmedikamente. Obwohl Oxazepam noch bisschen strärker wirkt als Lorazepam. Theoretisch gibt es noch den Vorschlaghammer wie z.B. Midazolam oder Flunitrazepam. Da schläfste garantiert, doch machen diese so schnell abhängig, dass sie heute eigendlich nicht mehr verordnet werden.

Unter dem Strich sollest du es mal einfach mit einem sedierenden Antidepressiva oder sedierendem Neuroleptika versuchen. Ev. zusätzlich noch ein wirksames Antidepressivum.

Um das rumexperimentieren mit Psychopharmaka kommt man einfach nicht rum. Niemand kann im voraus sagen, wie man auf was reagiert. Dies ist absolut zum davonrennen.

Hier noch ein Link zu einer guten Homepage mit der Übersicht über alle Medikamente die bei Depressionen zugelassen sind: http://deprimed.de/home/

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Kommentar von meli1999mia
10.11.2016, 20:52

Vielen Vielen Dank für deine Ausführliche Auskunft  !

ich denke ich werdede deine Anwort ausdrucken und sie zum Gespräch mit dem Artzt mit nehemn. Mirtapezin war mal im gersprech aber Patienten die das nahmen und mit mir auf Station waren sagten es wirkt nur minimal sedirend deswegen kammen mein artz und ich zu dem entschluss dass das nichts währe. Aber dasmit dem SSNRI hört sich gut an :) ja und das mit dem Lorazipan und Zoplidem fande ich so dosiert ja auch echt nicht gut weil ich brauche ja ein medikament auf dauer zum einschlafen.

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Als anti-depressiver gegen Depressionen und ängste nehme ich seit Jahren sertralin. Hilft mir ziemlich gut. Für den Notfall habe ich diazepam, wirkt bei mir besser als Tavor, kann allerdings auch sehr stark abhängig machen und zusätzlich neurexan (homöopathisch). Zum schlafen hauptsächlich baldriparan und beruhigungstee.
Liebe Grüße :-)

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Ich kenne das sehr gut mit den medis!
Ich habe vor allem das problem im bereich notfallmedis und schmerz medis, entweder sie helfen mir gar nicht oder ich muss eine sehr hohe Dosis nehmen das es nicht wirklich gesund ist oder sie kombinieren.

Es kann sein das du eine gewisse Resistenz gegen gewisse Medigruppen hast, das problem liegt in deinem Gehirn. Und die Ursache kommt vom Borderline, das wurde von Hirnforschern heraus gefunden. Es wurden aber noch fast keine studien gemacht.

Hier ein Beispiel von mir: Nach einem Snowboardunfall mit einer starken Rückenprellung hatte ich sollch starke Schmerzen das ich von Arzt zu Arzt gerannt bin, weil ich es nicht aushielt. Jeder Arzt verschrieb mir zusätzliche Schmerzmittel bis hin zum Morphium. Auch mit Morphium hatte ich noch immer Schmerzen! Plötzlich reagierte mein körper und ich konnte kaum mehr laufen. Dann ging ich für zwei Wochen in die Schmerzklinik wo mir nach und nach die medis entzogen wurden. Danach ging es mir wieder viel besser. Jetzt nehme ich nur noch ein Rheumamedi gegen die Schmerzen im Rücken und mache ein gezieltes Krafttraining.
Zurück zum Thema: die richtigen Psychomedis zu finden ist leider nicht leicht und braucht manchmal leider Jahre.
Ich selbst leide an Borderline, Depressionen, Essstörungen und Narzissmus
zur Zeit nehme ich folgende Medis:
Cymbalta 90mg am morgen
Trittico retard 150mg zum schlafen
Topamax 200mg zum schlafen
Notfallmedi: Temesta 1mg

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Kommentar von meli1999mia
10.11.2016, 20:44

Hallo :)

Vielen Dank für Deine Offenheit! Ja das mit dem Morphium hatte ich auch und allgeimein bei Schmerzmitteln kaum Wirkung. Es tut gut zu hören das es nicht nur mir so geht und das das vom Borderline kommt. Du nimmst zwei Medis zum schlafen ?

Danke noch mal :)

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Kommentar von ybfan
10.11.2016, 22:04

Ja, das Topamax ist eigentlich zur Stimmungsstabilisirung, hat aber die Nebenwirkung das man sehr müde wird. Das Trittico retard nehme ich eigentlich zum Schlafen, da es aber ein retard Medi ist dämpf es mich durch den Tag hin durch ein bisschen so das ich meine Emotionen besser steuern kann.

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So wie du das schilderst klingt es so dass deine Schlaflosigkeit psychisch bedingt ist.

Wenn du wirklich wieder richtig schlafen willst, dann wirst du nicht darumherum kommen, deine psychischen Probleme zu lösen. Denn der Geist war schon immer stärker als die Materie.

Hast du deine psychischen Probleme gelöst, dann kannst du auch wieder schlafen.

Noch dazu bekämpft ein Medikament nicht die Ursache, sondern nur das Symptom und ist am Ende keine Heilung.

Meiner Meinung nach sind Ärzte die gleich Medikamente verschreiben, nicht nach der möglichen Ursache suchen, nicht im 21. Jahrhundert angekommen. 

Wie die Epigenetik, ein neuer Zweig der Wissenschaft bereits herausgefunden hat, kann z. B. Stress auch Krankheiten auslösen. Ist der Stressfaktor behoben, verschwand auch die Krankheit. Dass nur als kleinen Teil von der Epigenetik genannt.

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Ich kann dir das Antidepressivum Amitryptilin empfehlen, das hilft mir sehr gut bei Depressionen. Man bekommt dies in Dosen von 25mg und aber auch zu 25mg.

Wenn ich dieses Medikament nehme dann benötige ich kein Schlafmittel mehr und ich habe noch nie welches genommen hier in Deutschland.

Tavor wurde mir schon vor einigen Jahren verboten einzunehmen, weil es abhängig machen würde. So hat dies mir mein Psyschologe gesagt.

Dieses Amitryptilin wird nur vom Arzt verschrieben und dann muss man auch die Tagesdosis immer mal wieder anpassen, entweder eine höhere Tagesdosi einnehmen oder aber kann es sein, das die Tagesdosis verringert werden muss.

Aber dies alles in Absprache mit dem Facharzt und nicht alleine zu Hause. Auch muss das Medikament regelmässig eingenommen werden, damit es wirkt.

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