Wirklich nur für Reiche?

10 Antworten

Ich denke, dass viele Reiche eher die CDU wählen würden, da sich reiche

Unternehmer oft auch gegenüber den kleinen Leuten gegenüber

verpflichtet fühlen.

In Deutschland hat der Liberalismus keine Tradition bzw. ist eher eine Angelegenheit für die Oberschicht. Die FDP ist eigentlich mehr konservativ bzw. libertär als liberal und möchte möglichst niedrige Steuern für Reiche. Gesetze, die dazu da sind Arbeitnehmer zu schützen, wie das Ladenschlussgesetz, sollen abgeschafft werden.

Einführung von Studiengebühren, mehr Möglichkeiten für Chefs ihre Untergebenen

in den Griff zu bekommen, usw.

Bei Themen, die nichts mit Wirtschaft zu tun haben, schweigt die FDP oft bzw.

schließt sich der CDU Meinung an.

Wohin der Kapitalismus im Extremfall führt, kann man in Ländern wie

Singapur bestaunen.

Dieses Klischee ist definitiv falsch! Die FDP ist eine liberale Partei, würde nicht sagen, dass hier nur Reiche unterstützt werden. Zwar ist die FDP durchaus eine wirtschaftliche Partei. Meiner Meinung nach kann es den Leuten in einer Volkswirtschaft jedoch nur dann gut gehen, wenn die wirtschaftliche Lage gut ist. Also sind die Ansätze der FDP in meinen Augen nicht verkehrt, auch wenn ich sie nicht wählen werde.

Eine Reichenpartei ist meiner Meinung nach die Grüne Partei. BSP: Soli die FDP will ihn abschaffen, die Grünen nicht. Steuern: Die FDP ist eher für entlastung, die Grünen stehen für das Gegenteil. Verkehrspolitik: Die FDP will den Verbrenner nicht verbieten, die Grünen schon. Als Alternative gibt es Elektroautos, welche wesentlich teurer sind.

Einige Punkte sind interessant (Datenschutz usw.) aber das Hauptproblem ist, das, wenn die FDP "Freiheit" sagt, eher Marktfreiheit gemeint ist. Sie vertreten die Ideologie des Marktliberalismus, in der die Gesellschaft wie eine Firma geführt werden soll und Effizienz und Geld im Mittelpunkt steht. Das nützt eher Menschen, die Geld haben und sich damit Freiheit kaufen können.

Die FDP vertritt in erster Linie diese Menschen.

Für Otto Normalverbraucher(in) bedeutet das eher Unfreiheit, da sie in ein Hamsterrad gezwungen wird. (Außer, wenn sie jung und dünn ist, sich zum Affen macht und dafür von Heidi ein Foto bekommt;)

Beispiel: in manchen Ländern müssen Menschen für fast nichts arbeiten, um über die Runden zu kommen. Sie müssen auf einem freien Markt mit anderen Menschen konkurrieren und da es ein überangebot gibt, ist der einzelne Mensch fast nichts wert, jedenfalls, nach den, von der FDP vertretenen Regeln. Sie werden auch nicht aus dieser Situation rauskommen. Sie sind sehr unfrei, da ihnen das Geld fehlt.

Die propagierte Ideologie braucht diese Armut und Ungleichheit, um einen Druck zu erzeugen, der den Laden am laufen hält. Sie braucht also Angst (z.B. vor Armut gesellschaftlichem Abstieg) und Illusionen, wie den amerikanischen Traum.

Es gab früher mal eine sozialliberale Strömung in der FDP, bei der die soziale Komponente einen gewissen Stellenwert hatte. Die scheint es leider nicht mehr zu geben.

Der SPIEGEL bemüht sich redlich, diese Vorurteile zu pflegen, und ausserdem bei jeder Aussage eines FDP Polikers uneinigkeit zu vermuten.

Der liberale Gedanke gefällt zwar interelligenten und erfolgreichen Menschen überdurchschnittlich, aber da ist mehr als Wirtschafts und Steuerpolitik.

Liberal heisst Skepsis gegen zuviel Regulierung, das gilt für hohe Steuern genauso wie Art 13, Cannabis, oder Fahrverbote. Jeder soll sich frei entfalten können, die freiheitlichen Bürgerrechts sollen sowenig wie möglich eingeschränkt werden.

Und natürlich gehört zu den Aufgaben des Staates auch ein gerechtes Sozialsystem. Wobei man es nicht als gerecht empfindet, wenn jemand der 40 Stunden die Woche schafft, genausoviel bekommt, wie der, der nicht arbeitet. Das Prinzip Fördern und Fordern, (das übrigens der Sozialdemokrat Gerhard Schröder geprägt hat) gilt für Hartz IV wie für Flüchtlinge. Wer hier Hilfe in Not braucht, der bekommt die Hilfe, aber die Gesellschaft hat auch das Recht, von ihm zu fordern, dass er seine Arbeitskraft einbringt, dass er sich an die Gesetze hält ...

Ich bezweifle immer, ob die klassische SPD Wählerschaft "die Malocher" ... so begeistert sind, wenn das Prinzip von der heutigen SPD aufgeweicht wird.

Ja und die CDU mit ihren Kniefällen vor den Kirchen (z.B. Homosexualität, Abtreibung) da bezweifle ich auch, dass die mit AKK wirklich neue Wähler erschliessen kann.

Darum wundert es mich, dass es der FDP nicht besser gelingt, Wähler auf allen Schichten zu gewinnen. Aber die Vorurteile sind nunmal da. Und derzeit rennt alles den Grünen hinterher .. auch wenn Klima und Umwelt wichtige Themen sind, was höchstens die AfD ignoriert ... mit einem Ökoradikalismus wie ihn die kleine Greta predigt .. damit wird sicher auch niemand glücklich.

Sorry, aber du hast Artikel 13 nicht verstanden. Mach dich erst mal schlau und dann wirst du sehen, das du bis jetzt falsch lagst.

Was aber nicht bedeutet, das du die CDU gut finden sollst. :)

Und zur FDP.................. ? Die erzählen auch viel wenn der Tag lang ist.

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