Wird Unterhalt mit Bafög verrechnet?

4 Antworten

Ja, natürlich. Das Kind möge deshalb elternunabhängige Vorausleistungen beantragen. Sie bekommt den vollen Bedarf und Dein etwaiger Unterhalt wird nicht nach dem mickrigen BAföG mit seinen läppischen Pauschalen berechnet, sondern nach dem deutlich besseren BGB.

Erstmal vielen Dank für die schnelle Reaktion! Einige Fragen dazu: Die "elternunabhängigen Vorausleistungen" werden statt BAföG beantragt? Wo beantragt man diese? Und der Vorteil ist, das Kind bekommt dadurch mehr Geld und mein Unterhalt sinkt? Heißt BGB auch in diesem Fall Bürgerliches Gesetzbuch?

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@koelnsmart

Nein, es wird BAföG beantragt und dazu gehört das Formblatt. Das Kind bekommt den vollen Bedarf und auch von Beginn an.

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Das Kind möge deshalb elternunabhängige Vorausleistungen beantragen.

Unfug, in der Frage stand nix, von die Eltern weigern sich Unterhalt zu zahlen.

Eine elternunabhängige Vorausleistung wäre zu beantragen, wenn die Eltern weniger als den bei der Berechnung berücksichtigten Anteil leisten. Oder wenn eine Unterhaltspflicht schlicht nicht, oder eben nicht in der Höhe, besteht. Das Bafög wird dann so gezahlt als würden die Eltern nix verdienen und der tatsächliche Unterhaltsanspruch geht, soweit das Amt in Vorleistung gegangen ist, auf das Amt über.

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@ichweisnix

Es wird von ich geschrieben. Warum sollten Eltern aufgrund der läppischen Pauschalen im BAfög mehr bezahlen, wenn hinterher nach BGB deutlich weniger oder gar nichts raus kommt? Und fest steht doch, daß finanzielle Nöte da sind, ansonsten würde das Kind doch gar keinen Antrag stellen. Also Bitte und halte Dich bitte raus, wenn Du keine Erfahrung hast.

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Während der Studizeit muß ich ja Unterhalt zahlen.

Das hängt auch von der Leistungsfähigkeit und der Bedüftigkeit, d.h. den Bedarf ab. Der Bedarf beträgt hierbei in der Regel 670€. Das Kindergeld und der Baföganspruch ( auch wenn nicht beantrag) wird dabei bedarfsmindern von den 670€ abgezogen. Es verbleibt der unterhaltsrechtliche Bedarf.

Die Leistungsfähigkeit errechnet sich aus dem bereinigten Netto ( also Netto minus Werbungskosten) abzüglich vorrangiger Unterhaltspflichten ( minderjährige Kinder, Ehefrau, betreuende Mutter, ..) abzüglich Selbstbehalt von 1200€. Kommt da weniger als 0 raus, gibt es gar keine Unterhaltspflicht. Denn der Selbstbehalt muß am Ende immer verbleiben.

Ansonsten wird die Unterhaltspflicht, d.h. der Beitrag zu oben genannten Bedarf, im Verhältnis der Leistungsfähigkeit auf die beiden Eltern verteilt.

Bafög wird nur dann gezahlt, wenn die Eltern keinen Unterhalt leisten können.

Warum dürfen Männer nicht entscheiden, ob sie für ein Kind Unterhalt zahlen oder nicht?

Angenommen, ein Mann und eine Frau haben Sex miteinander und die Frau wird schwanger.

Situtation 1: Die Frau möchte das Kind, der Mann auch. Alle sind glücklich.

Situtation 2: die Frau möchte das Kind nicht, der Mann möchte das Kind auch nicht. Sie lassen das Kind abtreiben. Alle sind glücklich.

Situtation 3: Die Frau möchte das Kind nicht, der Mann hingegen schon. Der Wunsch des Mannes findet überhaupt keine Berücksichtigung und spielt keine Rolle.

Situation 4: Die Frau möchte das Kind, der Mann nicht. Der Mann ist gesetzlich dazu verpflichtet, Unterhalt zu zahlen. Er hat keine Entscheidungsfreiheit. Aus welchem Grund kann ein Mann in diesem Fall nicht entscheiden, ob er Unterhalt zahlen möchte oder nicht? Wenn die Frau das Kind unbedingt will, dann hat sie auch die Verantwortung dafür zu tragen. Dies schließt auch die finanzielle Verantwortung mit ein.

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Wie mit 18 (Schüler) von zu Hause ausziehen?

Hi,

ich würde gerne von zu Hause ausziehen, weiß aber nicht, wo ich die ganzen Anträge stellen muss. Erstmal zur Vorgeschichte:

Ich bin jetzt 18 Jahre, wohne zur Zeit bei meiner Mutter und gehe in die 11. Klasse (Abi in Bremerhaven). Da mich die finanziellen Probleme meiner Mutter total fertig machen und sie sich nicht helfen lassen will, möchte ich so schnell wie möglich ein eigenes Leben anfangen. Ich dachte da an eine möblierte Ein- oder Zweizimmer Wohnung. Zu meinem Vater will ich übrigens nicht, da ich mich, seit ich denken kann, mit ihm überhaupt nicht gut verstehe.

Meine Eltern sind seit einem Jahr getrennt, waren vorher aber auch nie verheiratet (falls das eine Rolle spielt). Zur zeit bezahlt mein Vater für mich und meine Schwester insgesamt lediglich 285€ Unterhalt, da er sonst zu wenig verdienen würde. Die Hälfte davon würde, wenn ich ausziehe, auf mein Konto gehen. Meine Mutter könnte mir auch nicht den vollen Unterhalt zahlen. Ich könnte also auf höchstens 300€ von beiden zusammen hoffen. Da wir c.a 15km von meiner Schule entfernt wohnen und die Busse ungünstig fahren, bin ich täglich insgesamt 2 Stunden unterwegs.

Ich habe etwas im Internet recherchiert und rausgefunden dass mir 670€ Unterhalt und - aufgrund meines Schulweges - Schüler-BAföG zustehen, jedoch weiß ich nicht wie viel ich tatsächlich bekommen werde. Den vollen Unterhalt werden meine Eltern so niemals bezahlen können. Den Rest kann ich aber (glaube ich zumindest) durch Harz4 aufstocken. Ich muss nur den Antrag dafür stellen. Wenn ich einen Nebenjobmache wird mir das vom Schüler-BAföG direkt wieder abgezogen, daher auch nicht sehr sinnvoll weil's für mich verschwendete Zeit ist.

So nun zu meiner Frage: Wo kann ich Schüler-BAföG, Unterhalt und Harz4 beantragen? Kann ich das machen bevor ich ausgezogen bin? Wenn ich nämlich erst hinterher feststelle, dass ich nicht genügend Geld bekomme, hab ich ein Problem! Falls nicht genügend Geld für eine Wohnung da ist: Was kann ich noch machen? Schule abbrechen und Ausbildung anfangen ist für mich keine Option!

Also Leute, wie ihr seht: Eine (für mich zumindest) sehr komplizierte Sache. Falls ihr irgendwelche Tipps, Infos oder sonstige Hilfen habt, wäre ich euch sehr dankbar. Wenn euch noch Infos fehlen, sagt bescheid.

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