Wird Tuning beim Verlauf mitbezahlt?

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8 Antworten

Verlauf? Verkauf nehme ich an.

Alte Weisheit: "Tuning wird nicht bezahlt".

Manche versuchen 1:1 den Preis vom Tuningzubehör (und evtl. der damit verbundenen Montage- und Eintragungskosten) beim Verkauf wieder herauszubekommen. Das ist utopisch.

Der Nachrüstpott kostet u.U. sogar weniger als der originale Auspuff vom Hersteller der Maschine - wenn man ihn neu kaufen würde.

Nehmen wir doch einfach mal meine BMW. Wer da den originalen Pott nachkaufen würde -> blöd. Denn dafür gibt es auch was vom Zubehörmarkt mit (besserer?) Optik. Wer den originalen Pott gebraucht kauft ist mit unter 100 Euro dabei (weil so viele angeboten werden).

Aber am Ende zählt eben "der Preis ist maximal so hoch wie ein Käufer bezahlen will".

Kommt jemand daher und will unbedingt diese Maschine in dieser Farbe und diesem Pott -> dann kann es mit deinem Wunschpreis schon passen beim Verkauf.

Ich rechne Zubehör beim Kaufen auch immer mit ein. Wenn die Maschine schon Stahlflex, neue HU, neue Reifen und Gepäckträger hat, dann muss ich das nicht mehr kaufen. Den Neupreis dafür zahle ich aber auch nicht.

Aus der Sicht eines Autohändlers:

Bei Tuning kommt es für mich als Ankäufer immer drauf an, was ich vor mir habe. In der Schweiz läuft das so ab, dass ich jedes Anbauteil unter die Lupe nehme und analysiere- unterstützt es die Funktionalität des Wagens, oder entsteht ein Nachteil? 

Nehmen wir ein eingetragenes  aerodynamisches Anbauteil. Frontspoiler. Darf man das Teil kombiniert mit dem Wagen als "Wertsteigerung" betrachten, oder ist es mehr oder weniger Gebastel? 

An einen Liebhaber kann man so etwas durchaus Kostendeckend verkaufen. Aber bei einem Garagisten muss Tuning ausgewählt daherkommen um eine Wertsteigerung zu erzielen. 

Bei einem Auspuff kommt es immer drauf an, was damit erzielt wird. Ein paar PS rausholen wirkt der Laufzeit des Wagens in den meisten Fällen negativ entgegen, was einen Wertzerfall bezweckt. Also dringend und spitzfindig auswählen und lieber ein paar Euro mehr ausgeben und etwas "Richtiges" kaufen. 

Lg :)

Nein. Tuning ist in diesem Sinne keine Wertsteigerung. Von daher musst bereits am Anfang bedenken - alles was du fürs Tuning ausgibst, wirst du vermutlich nie wieder sehen.

Ich hab z.b. noch nen Golf 3 zuhause. Komplett umgebaut mit Felgen, Fahrwerk, Spoiler, Lack, Airbrush, Leder im Innenraum. Mich hat des auto über die letzten Jahr etwa 15.000-20.000 Euro gekostet.

Wenn ich nen jetzt Verkauf bekomm ich.. mit Glück 5.000 Euro. Weils halt trotzdem nur n Golf 3 is, X Jahre alt, Y km gelaufen. Gepflegt, ohne Rost. Und ein paar Euro fürs Tuning. Aber wirklich ne Wertsteigerung bekommst dadurch nie - zumindest nicht mal Ansatzweise in dem was du investiert hast.

Ne 600 Euro Auspuffanlage... fällt da 0 ins Gewicht.

Ich würde sagen: Kommt darauf an.

Dem 18-jährigen Führerscheinneuling oder dem Tuningfreund wirds gefallen und etwas mehr Geld wert sein.

Wer wiederum Wert auf einen originalen Zustand legt und/oder skeptisch ("Tuningautos" werden oft verschleissfreudiger gefahren als "normale") für den ist das ein No-Go bzw. eine Wertminderung.

Wenn du nicht zufällig jemanden findest, dem genau dieses Teil wichtig ist, gibt nichts mehr. Der Kauf sieht nur: hat das Ding einen zugelassenenAuspuff, oder nicht. Und wenn die Möhre dann noch lauter ist als üblich, kann sogar Abschläge im Preis geben. Also heb den Oroginaltopf auf.

Problem ist, dir mögen zwar solche "Tuning" Maßnahmen gefallen, nur beim späteren Verkauf muss dein Geschmack nicht unbedingt mit dem Geschamck des Käufers zusammenfallen.

Kann darauf hindeuten, dass ein Heizer hinter dem Lenkrad sitzt und das Fahrzeug ordentlich rannimmt. Preisminderung ist evtl. drin.

I.d.R. gibt es dafür nicht mehr Geld. Eher im Gegenteil.

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