Wird Schottland aus Großbritannien austreten?

Das Ergebnis basiert auf 23 Abstimmungen

Unbedingt, sollten Sie auch! 57%
Keine Ahnung! 26%
Anderes. 17%
Never ever, das wäre schlecht für sie! 0%
Ja, aber es wird schlecht für sie! 0%
Nein, aber es wäre gut! 0%

10 Antworten

Hallo,

Nicola Sturgeon die Vorsitzende der Scottish National Party hat schon gesagt, dass sie ein neues beziehungsweise zweites Referendum anstreben wird. Sie spricht ja schon seit Jahren über fast nichts anderes und in den britischen TV-Shows macht man sich deswegen schon ziemlich lustig über sie.

Boris Johnson ließ darauf mitteilen, dass er dies nicht akzeptieren wird und das erste Referendum von 2014 zu beachten sei. Boris Johnson vergisst aber, dass durch den Brexit nun ein neuer Sachverhalt entstanden ist und das Referendum durchaus gerechtfertigt ist. Natürlich weiß er es schon, aber dies sind eben die politischen Spielchen.

Wahrscheinlich wird es vor Gericht kommen, der Verlierer wird die Entscheidung nicht akzeptieren und es geht eben an das nächsthöchste Gericht. Irgendwann wird es vor dem Supreme Court of the Untied Kingdom landen, welches das höchste sowie wichtigste Gericht im Vereinigten Königreich ist.

Ich denke aber, dass die Gerichte der Scottish National Party schon recht geben werden, da durch den Brexit ein neuer erheblicher Sachverhalt entstanden ist und ein zweites Referendum durchaus gerechtfertigt ist.

Dann kommt es darauf an, wie die Schotten die Thematik sehen werden. Wenn man den neusten Umfragen glauben möchte, möchten die Schotten aber viel lieber in der Europäischen Union bleiben als im Vereinigten Königreich.

Alles Gute und eine schöne Adventszeit!

Anderes.

Salue

Ich kann Dir nur die Erfahrungen bei uns in der Schweiz aufzeigen. Bei unseren Volksabstimmungen kommt es immer wieder vor, dass die Italienisch- oder französisch sprechenden Teile der Schweiz komplett abweichende Resultate bei Abstimmungen haben als in der Deutschschweiz. Wir nennen dies den "Röstigraben".

Noch nie hat einer dieser Landesteile in Erwägung gezogen, sich von der Schweiz zu trennen.

Nordirland und Schottland haben bisher am meisten Subventionen von der EU bezogen, die Briten waren aber immer auch der zweitgrösste Nettoeinzahler in die EU.

Wenn die Briten in Zukunft nicht mehr die "Bankrottstaaten" der EU unterstützen, sondern ihre Pfunds für Schottland und Nordirland einsetzen, spricht dort niemand mehr über einen Austritt.

Tellensohn 

Nettoeinzahler schon, aber brutto? Außerdem ist in Schottland die Mehrheit für den austritt.

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@PeacefulLife

Ja, das kann in einer Demokratie bei Volksabstimmungen immer passieren. Regionale Meinungen können abweichen. Man muss als mündiger Bürger auch bereit sein den Volkswillen im Gesamten mitzutragen. Wenn es sich dann zeigt, dass die eigenen Bedenken sich als falsch erweisen, dann darf man seine Meinung auch ändern.

Aber warten wir doch einfach ein paar Jahre ab. Wenn die Briten die Chance nützen die sich bietet wenn sie aus der EU austreten und erfolgreicher sind als jetzt, dann werden sich einige Meinungen über diesen Austritt noch ändern.

Sogar bei all den Leuten, die sich jetzt voll Schadenfreude am "Unglück" der Briten sonnen.

Tellensohn  

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Wenn das Wörtchen, wenn nicht wär..!

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Anderes.

Das bleibt abzuwarten. Denn um ein Unabhängigkeitsreferendum durchführen zu können, braucht Schottland die Zustimmung der britischen Regierung. Und ob Schottland diese bekommt ist eher unwahrscheinlich.

Allerdings wollte Schottland rechtlich prüfen lassen, ob die Zustimmung der UK-Regierung tatsächlich erforderlich ist. Käme dabei heraus, dass Schottland keine Zustimmung braucht, dann stünde dem Referendum nichts mehr im Wege.

Woher ich das weiß:Beruf – Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland

Es gibt Neuigkeiten: Am 19. Dezember 2019 hat die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon offiziell Boris Johnson um die Erlaubnis für die Durchführung eines Unabhängigkeitsreferendums gebeten. Dieses soll 2020 stattfinden. Auf der Internetseite www.evz.de findest Du immer aktuelle Infos zum Stand des Brexits.

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Keine Ahnung!

Für ein zweites schottisches Unabhängigkeitsreferendum, müsste die britische Regierung ihr okay geben. Boris Johnson hat das schon ausgeschlossen.

Aber ganz ehrlich. Niemand kann wissen, wie das dort noch weiter geht. Mittlerweile weiß doch niemand mehr, was dort passieren wird und wie es sich auf die Menschen auswirkt.

Irgendwie hält man in Großbritannien doch mittlerweile alles für möglich. Früher war Prince Andrew nur der Held des Falklandkrieges. Heute denkt man an ihn im Zusammenhang mit minderjährigen Zwangsprostituierten. Alles ist möglich. Selbst das was man nicht für möglich hält.

Keine Ahnung!

So ohne weiteres kann Schottland nicht aus dem Vereinigten Königreich austreten.

Allerdings vermute ich auch, dass die Johnson-Regierung auch nicht so einfach ihr notwendiges "GO!" zu einem Unabhängigkeitsreferendum versagen könnte - schließlich hat ja schon eins stattgefunden.

Insofern müsste mal jemand die verfassungsrechtlichen Hintergründe aufhellen und die Kriterien benennen, die erfüllt sein müssen für ein verfassungsrechtlich beanstandungsfreies Referendum...

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