Wird Religion bzw. der Glaube an Gott immer unwichtiger in unserer Gesellschaft?

21 Antworten

Ja, Ich habe das Gefühl das in Deutschland der Glaube an Gott immer unwichtiger wird. Es wird zwar Heilig Abend, Weinachten und Ostern gefeiert. Aber wenn ich mir die Orthodoxen Länder anschaue wird es extrem gefeiert und respektiert. In Serbien zum Beipiel hat jeder Ikonen, Armbänder mit Kreuz, Ketten mit Kreuz, jedes Haus hat dort seinen eigenen Schutzpatronen. Und es wird bei Feiertagen und Sonntagen in die Kirche oder Kloster gegangen. Es gibt noch vieles, vieles mehr wie das alles bei uns abläuft aber das ist zu viel um das aufzuschreiben und auch zu viel um das zu verstehen. Ich kann nur noch eins schreiben bei und gilt an Weinachten nicht der Tannenbaum sondern die Eiche als Baum in form von einem grossen Ast der in die Kirche gebracht wird um ihn zu heiligen und er steht 3 Tage im Haus also ab Heiligabend am dritten Tag wird der Ast verbrannt. In der Stadt versammeln sich die Einwohner vor der kirche oder dem Kloster und verbrennen die Äste in einem Riesenfeuer oder im Dorf versammeln sie sich und machen das ebenfalls.

Es gibt Menschen, die den Glauben an Gott und die Gemeinschaft der Gläubigen positiv, hilfreich und gut finden. Dennoch wollen sie selbst nichts mit Jesus Christus und dem Kreuz zu tun haben. Es gibt sogar Menschen, die nehmen am Abendmahl teil und gedenken so an Tod und Auferstehung Jesu ohne innere Beteiligung (1. Korinther 11,28-30). Sie mißachten was da auf Golgatha geschehen ist und essen und trinken sich zum Gericht. Es gibt Menschen, die sagen, daß es sich ''leichter stirbt'' und man irgendwie ''besser durch's Leben findet'' wenn man an einen Gott glaubt und ''religiös veranlagt'' ist. Das sind alles Menschen, denen man eine gewisse Anmaßung, Selbstgefälligkeit und Oberflächlichkeit absolut nicht absprechen kann. Es ist sicherlich nicht verkehrt, daß der Glaube einem in vielfältiger Weise hilft und auch besonders in der Stunde des Todes. Aber wenn nicht mehr dahinter steckt, wäre der Glaube an Gott nur ein erbärmlicher Zynismus und eine lächerliche Tragikkomik ohne Happy End. Die Botschaft vom Kreuz ist keine Psychoshow oder ein Selbstheilungsprogramm für Menschen, die im Lebenstrubel und dem ständigen Streben nach Anerkennung und Besitz eben nicht den Sinn des Lebens sehen können. Es stimmt, Gott hat die Schwachen vor der Welt zum Glauben erwählt (1. Korinther 1,27). Dazu kann man als Christ auch stehen.


Gott kann aber denen nicht unbedingt nahe sein, die sich selbst für klug und stark halten und meinen den Grund aller Dinge zu kennen. Ist es schlau an Gott zu glauben ohne zu wissen warum? Ist es intelligent dem Glauben an Gott Gutes abzugewinnen und sich selbst davon bewusst auszuschließen? Viele Menschen sagen zwar nicht bewusst ''nein'' zu Gott, aber ihnen ist jede persönliche Konsequenz, die die eigene Notwendigkeit der Buße und Erlösung aufzeigt, ein Dorn im Auge. Ein Gott, der Mensch wird, und sich für die Schuld anderer selbst aufopfert (Johannes 3,16)? Ein Gott, der sich bespucken und kreuzigen lässt und durch seinen Tod und seine Auferstehung den Weg in den Himmel freimacht? Für viele Menschen ist das eine Dummheit und sogar ein Ärgernis! Dann gewöhnen sich viele Menschen lieber daran, daß Gott sich eventuell in allen Religionen irgendwie offenbart hat. Jesus wäre dann eher ein Religionsstifter, vielleicht sogar ein Prophet und einfach ein ''moralisch hochstehender Mensch'' gewesen. Mehr nicht. Und was Jesus heute für viele aufrichtige Evangeliums-Gläubige bedeutet, ist für einige Menschen lediglich das Ergebnis eines guten Managements geschäftstüchtiger Zeitzeugen Jesu Christi. Traurig aber wahr. Das Wort der Wahrheit steckt allein im Evangelium (Epheser 1,13) und es ist für diejenigen, die daran glauben eine Seligkeit. An Jesus Christus scheiden sich die Geister.

Wenn Du mit Gesellschaft 'unsere' westliche meinst, dann erkennt man, dass die Konfessionslosen sich mehren, auch wenn sie noch in der Minorität sind. Jedoch global betrachtet verläuft der Weg in entgegengesetzer Richtung...

Des Weiteren gibt es aber auch in unserer westlichen Gesellschaft (Europa) sehr viele Länder, welche noch stark geprägt sind von Gläubigen: Italien, Spanien, griech. und russ. Orthodoxen, Polen, Türkei, die Staaten des ehem. Jugoslawiens, die anglikanischen Länder usw...

Was mich jedoch immer erstaunt, ist die Tatsache, dass die meisten Gott und Religion in einen Zusammenhang bringen, d.h. bei Ablehnung einer Religion und Ablegung der Religionszugehörigkeit wird zugleich auch Gott abgelegt und abgelehnt. Ein Phänomen, der mir verdeutlicht, dass jene Menschen nichts verstanden haben und verstehen, denn Gott hat mit den Religionen aber auch gar nichts zu tun - das sind getrennte 'Institutionen'...

Wir haben jetzt ein technologisches Zeitalter (tZ) und das industrielle hinter uns. Dieses tZ vermittelt uns bzw. der jüngeren Generation ganz neue und andere Werte, welche sich mehr und mehr priorisieren werden und die Menschen in eine andere Welt versetzen lassen...

Die Beschäftigung mit sich selbst verläuft mehr und mehr auf der oberflächlichen Ebene, auf der Gott nicht mehr zu finden ist und für viele auch nichts zu suchen hat....

Gruß Fantho

Was mich jedoch immer erstaunt, ist die Tatsache, dass die meisten Gott und Religion in einen Zusammenhang bringen

Warum erstaunt dich das? Ohne das Konzept der Religion würde es keine Götter geben, da Götter Produkte von Religionen sind.

Gott hat mit den Religionen aber auch gar nichts zu tun - das sind getrennte 'Institutionen'...

Wenn du dich nicht vernünftig damit beschäftigst, kommst du halt auf solche Ideen. Wie gesagt, ohne religion gäbe es keine Götter. Das ist Fakt.

Jedoch global betrachtet verläuft der Weg in entgegengesetzer Richtung...

Das erscheint dir nur so, weil hier vielfach ein falsches Bild vermittelt wird. Tatsächlich gibt es kaum noch wirklich Gläubige Menschen. Es gibt entweder Fanatiker oder "Halbgläubige". Die meisten Gläubigen sind es nur noch aus Tradition und nicht weil sie sich damit beschäftigt und überzeugt haben.

Und in den USA gibt es eine große Pseudo-religiösität seit 9/11. Da wird ein neuer Nationalstolz etabliert, weil der Staat den Islam für alles verantwortlich macht. Tatsächlich steigt die zahl der Antitheisten dort aber täglich.

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@wildcarts2

wildcarts, ich weiß mittlerweile aus Deinen vielen Kommentaren, dass Du so gut wie keine Ahnung zu diesem Punkt bzw. zum Thema 'Gott' besitzt. Man erkennt auch in Deinem letzten Absatz den vehementen Versuch, etwas Gültiges in etwas Ungültiges bzw. in ein falsches Bild umzukehren...Erstaunlich, klingt so ganz nach einer Verschwörungstheorie ;-)

Wenn Du Dich mit der Historie nicht auseinandersetzen möchtest, dann solltest Du Dich heraushalten, denn Gott/Götter als Ergebnis der Religionen darzustellen, ist schlichtweg falsch! Religionen entstanden aus dem Wissen um und von Gott/Göttern. Was jedoch falsch ist, ist die Gleichsetzung jenes/r Gottes/Götter mit dem Allmächtigen Gott. Wie gesagt, beschäftige Dich bitte genauer mit der Historie und auch der Archäologie, wie z.B. Summerer/Mesopotamien...

Eine Frechheit gegenüber all jenen Gläubigen auf unserem Globus ist die von Dir vorgebrachte Polemik, unter ihnen gibt es überwiegend Fanatiker und 'Halbgläubige'...

Aber eines erkenne ich, Dein Verhalten kommt dem eines polemischen, um nicht zu sagen eines fanatischen Atheisten gleich. Durchaus gibt es solche Gläubige auch, aber nicht nur, und schon gar nicht ausschließlich...

Gruß Fantho

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@Fantho

Und, Fantho, woher kam denn das Wissen um Götter deiner Meinung nach. Wussten es die Menschen von einem Tag auf den Nächsten einfach? Ein Gott wird sich ihnen nicht gezeigt haben, denn die sind ja bekanntlich sehr schüchtern...

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@kalippo314

Auf jeden Fall nicht von den Religionen ;-)

Wie kommst Du auf die Schüchternheiot eines Gottes?

Was Götter an sich betreffen, das gibt die Historie  bzw. Archäölogie wieder, woher sie 'kommen'...

Was die Religionen betreffen, sie sind das Ergebnis von Eliten, sprich der Priesterkasten, welche hier ein Mittel zur Hand hatten, Macht und Kontrolle über das Fußvolk( später gegenüber dem Adelsstand) ausüben zu können. Die Thesen ihrer Religionen entstammen von Propheten, welche z.B. per Intuitionen, Eingaben Aussagen vom 'Jenseits' erhielten, die sie falsch interpretierten, wiedergaben, falsch verstanden wurden, im Laufe der Zeit verändert wurden usw. usf....

Der Allmächtige Gott war das auf jeden Fall nicht, denn 'er' spricht nicht zu uns und diktiert uns irgendwelche Regeln und Gebote und Thesen etc...

Aber ich gebe dir mal eine Überlegung: Wie kam es, dass selbst die 'einfach gestrickten' und fern jeglicher Religionskenntissen behafteten Neandertaler Beigaben in das Grab ihrer Verstorbenen gelegt hatten? Klar, zeugt nicht von einer Gottesexistenz, aber zeugt davon, dass auch sie von einer inneren Ahnung gewesen sein mussten....

...auch wenn 'die' Wissenchaft dies nicht bestätigt und bestätigen wird....

Gruß Fantho

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@Fantho

Um die Toten vor Aasfressern zu schützen vielleicht?

Sag mal, Fantho, woher beziehst du denn dein spezielles Wissen um die Religionen und dass die Priesterkasten "Aussagen vom Jenseits" erhielten? Das würd mich mal interessieren... Irgendwelche Belege für deine Aussagen?

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@kalippo314

Um die Toten vor Aasfressern zu schützen vielleicht?

Dazu benötigt man keine Grabbeigaben...Ich spreche nicht von Gräbern...

Irgendwelche Belege für deine Aussagen?

Interessant, und stets versucht man die Glaubwürdigkeit von Aussagen mittels Belege gefestigt sehen zu wollen, anstatt mal auf seine eigenen Intuitionen, seine eigenen Empfindungen, sein eigenes Gewissen, sein eigenes inneres Wissen und dergleichen mehr zu achten, zu hören und/oder zu fühlen, ob etwas sich als stimmig oder nicht stimmig anfühlt...

Ich gebe Dir mal ein simples Beispiel, um zu verstehen, was eine wissenschafliche Aussage darstellen kann: Man behauptet, falsch gesagt, die Wissenschaft weiß anhand von Berechnungen, dass die Sonne ca. 150Millionen Km entfernt ist. Weißt Du das jetzt auch, oder glaubst Du jetzt mal diesen Aussagen, weil Du der Meinung bist, die Wissenschaftler werden das schon richtig berechnet haben? Da Du die Richtigkeit der Aussage aber nicht selbst feststellen kannst, kannst Du nur eines tun: Daran glauben. Da wahrer Glaube keine Kopfsache ist, kannst Du jetzt nur hergehen und für Dich feststellen, ob diese Aussage für Dich als stimmig sich anfühlt, oder nicht....Alles andere wäre dann blinde Glaubwürdigkeit...oder Du rechnest das selbst aus bzw. marschierst mit einem Schrittzähler zur Sonne - mit der Hoffmung, der Schrittzähler zählt richtig und übersteht die 'Tortur' ;-)

Da ich in diesem Punkt für mich nicht erfühlen kann, ob dies so stimmt, kann ich dieser Berechnung nur blind glauben und dies mal so hinnehmen...Wissen jedoch tu ich das noch lange nicht, ob die Berechnungen auch stimmen...

Aus diesem Grund würden auch die von mir erwähnten 'Quellen' nicht hilfreich sein und von Dir als nicht glaubwürdig erachtet werden...

Das klingt jetzt phrasenhaft, aber auch zu Dir wird das Richtige kommen, wenn Du Dich darauf einlässt. Ich gebe nur 'mein Wissen' weiter...Mir zu glauben, oder nicht, obliegt Deinen Empfindungen...

Zu den Priesterkasten: Diese entstanden mit den Religionen. Das hat jetzt mit den Propheten weniger zu tun. Dies waren Einzelpersonen, die einen sensitiven 'Draht' zum 'Jenseits' hatten (es war aber niemals Gott, der zu ihnen sprach), irgendwelche Botschaften empfingen und diese dann weitergaben....Und diese Propheten, und das wird auch Dir geläufig sein, gab es ja zuhauf und sind zum großen Teil bekannt...

Buddha, Jesus, Mohammed, um die neuere Zeit anzusprechen, waren ja in gewisser Weise auch als Propheten unterwegs...

Gruß Fantho

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