Wird nach einem Schlaganfall nur das Gedächtnis schlechter, oder lässt die Reaktionsfähigkeit auch nach?

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9 Antworten

Je nachdem, welche Region des Gehirns betroffen ist, können Bewegungsstörungen, Sprachstörungen, Gedächtnisstörungen, Denkstörungen, Empfindungsstörungen, Sinnesstörungen oder Konzentrationsstörungen auftreten, oder einige davon kombiniert.

Das kann alles wieder vollständig verschwinden, aber es kann auch zu bleibenden Schäden kommen.

Die Schäden nach einem Schlaganfall sind so vielschichtig wie das Gehirn selbst.

Aber egal was auftritt: Das A und O sind eine frühzeitige Behandlung und eine gute Reha. Dann hat man die besten Chancen auf eine Erholung.

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Beides möglich. Zudem evtl. motorische und kognitive Störungen. Auch Sprachstörung sind nicht unüblich.

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Das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab: Zum einen spielt es eine Rolle, welches Hirnareal bzw. welche Hirnareale betroffen sind und wie groß das betroffene Areal ist. Außerdem spielen Lebensalter und Zustand des Betroffenen vor dem Schlaganfallereignis eine Rolle. Aber: Bei frühzeitiger gezielter AHB (= Anschlussheilbehandlung) bzw. Reha (= Rehabilitationsbehandlung) steigen die Chancen immens für eine deutliche Verbesserung oder sogar völlige Wiederherstellung. Durch diese Maßnahmen werden zwar die abgestorbenen Neuronen nicht wieder lebendig gemacht, aber andere Neuronen dazu gebracht, die Aufgaben der abgestorbenen Neuronen zu übernehmen. Unterbleibt diese gezielte Behandlung/Beübung stehen die Chancen in Abhängigkeit von der Größe des Schlaganfallereignisses deutliche schlechter.

Das Problem ist nur: Wer zahlt so eine kostenintensive Behandlung? Meine Erfahrung: Krankenkasse und Rentenkasse stellen sich da zunehmend quer zu Lasten der Betroffenen. Als Angehöriger und Arzt ist man hier gefordert, für den Betroffenen zu kämpfen. Viel Erfolg!

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Die Logik ist ja nicht unbedingt JEDERMANNS Sache (Pegida\\\\CSU-Wähler usw.) Die Reaktionsfähigkeit hängt mit den täglichen Erfordernissen zusammen: Wenn mein Alter Ego (Mr. Spock) eine Schwerkraftanomalie an meinem Wohnort diagnostiziert, lerne ich recht schnell, wie ich am Besten auf abstürzende Joghurtbecher, Brotmesser und Teetassen reagieren muß, um größere Schäden zu vermeiden. Mein Langzeitgedächtnis ist noch genauso gut, wie VOR dem Schlaganfall und mein damalig völlig "im arschenes" Kurzzeitgedächtnis hat sich im Laufe der Jahre wieder normalisiert.


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Das ist unterschiedlich, je nachdem auf welcher Gehirnseite der Schlaganfall ausgebrochen ist. Bei meiner Mutter war es die glückliche Seite. Anfangs hatte sie kurzzeitliche Sprachprobleme. Sie kam nach der Intensiv gleich in die Reha. Das war vor vier Jahren. Heute ist alles wieder soweit in Ordnung, nur eine kleine Charakterveränderung ist dadurch entstanden und das Kurzzeitgedächtnis kam in Mitleidenschaft. Sie kann sich Termine usw. nicht lange merken oder wenn man ihr was erzählt. Aber sonst lebt sie wieder ihr eigenes Leben ohne große Komplikationen. Es gibt Fälle, die sehen schlimmer aus. Einige können einen Arm oder die Hand nicht mehr richtig bewegen. Die körperliche Motorik ist da geschädigt. Auch das Sprechen fällt ihnen schwer. Das ist die andere Gehirnseite, die meist dann schwerer betroffen ist. 

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Kommentar von imehl47
09.07.2016, 16:14

Und welche ist die "glückliche" Seite?

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Das hängt davon ab, welches Hirnareal betroffen ist und wie groß die Schäden sind, die durch das Ereignis verursacht wurden.

Dazu kann man keine pauschale Aussage machen!

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Kann man so allgemein nicht sagen.

Ein Schlaganfall ist im Wortsinne ein "Gehirnschaden". Es kommt also extrem darauf an, welches Areal betroffen ist und wie stark die Beschädigung ist.

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Kommt darauf an. Manche können z.B. gar nicht mehr logisch Denken oder Ähnliches.

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kommt wohl darauf an, welche Hirnareale betroffen sind...

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