Wird mein Gehalt bei Heirat dem meiner Partnerin f.d. Unterhaltsberechnung eines Kindes das beim Vater leben wird zugerechnet (2 Ki bleiben bei uns) oder nicht?

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4 Antworten

Dein Einkommen wird nicht für die Unterhaltsberechnung an sich herangezogen (auch nicht, wenn ihr heiraten würdet), sondern nur das Einkommen der Mutter selbst.

Als nicht Erwerbstätige hat sie dann einen "Selbstbehalt" von 880 Euro gegenüber ihrem ältesten Kind. 

Sollte das Elterngeld nicht ausreichen, um für ihr ältestes Kind wenigstens den Mindestunterhalt zu zahlen, könnte geprüft werden, ob sie noch weitere Ansprüche hat, die ihrem Einkommen zugerechnet werden könnten.

  • Das wäre z. B. der "Betreuungsunterhalt" von dir für sie als ledige Mutter oder nach einer Heirat ihr Anspruch als Ehefrau im Rahmen des "Familienunterhaltes".
  • Einer dieser Ansprüche bestünde, wenn dein Einkommen (oberhalb deines Selbstbehaltes von 1200 Euro nach Anrechnung des Unterhaltes für euer gemeinsames Kind) ausreichen würde, um ihr den zustehenden Unterhalt zu leisten.

Du selbst wärst aber nicht auskunftspflichtig über dein Einkommen, könntest nur von "geeigneter Stelle" (z.B. gerichtlicher Seite) zur Offenlegung deines Einkommens aufgefordert werden..., nicht aber z. B. vom Vater des ältesten Kindes oder dem Jugendamt im Rahmen einer Beistandschaft für dieses Kind...

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Ggf. kann Deiner Frau ein Taschengeld angerechnet werden, dass sie dann abgeben muß. Und eine Haushaltsersparnis wird angerechnet.

Passiert aber meist nicht, wenn da ein neues Kind kommt.

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Ihr Einkommen wird nicht direkt berücksichtig da sie den Stiefkind gegenüber natürlich nicht unterhaltspflichtig sind. Ihre Frau hat nach der Heirat allerdings einen pfändbaren Taschengeldanspruch gegen sie, den sie für den Unterhalt des Kindes einsetzen kann und muß.

Für die Berechnung wird ihr Einkommen herangezogen (zzt keines, da wir vor kurzem gemeinsamen Nachwuchs bekommen haben).

Aufgrund der gesteigerten Erbwerbsobligeneheit gegenüber minderjährigen Kindern ist ihre Frau hier zur Arbeitsaufnahme verpflichtete, soweit diese nicht Aufgrund des Mutterschutzes verboten ist. Arbeitet die Frau nicht, ist ein fiktives Einkommen anzurechnen welches sie verdienen könnte. Da alle minderjährigen Kinder gleichrangig sind ist eine Bevorzugung der bei ihr lebenden Kinder unzulässig. Die Kinder sind dann bei der Berechnung des Unterhalts aber zu berücksichtigen.

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Das Gehalt des neuen Partner spielt nur eine Rolle bei der Bemessung eines Eigenbehalts. 

Alle Kinder sind jeweils gleichberechtigt bzgl. Unterhaltsanspruch

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