Wird man wirklich gezwungen studieren zu gehen, um heutzutage noch gutes Geld verdienen zu können?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ach Quatsch, wenn ich so was höre bekomme ich einen dicken Hals. Wenn alle studieren würden wer würde denn da noch die Handwerksarbeiten machen ? Auf einen Handwerksberuf kannst du gut aufbauen und wenn du in dem Beruf was taugst , stehen dir alle Türen offen und es ist gutes Geld damit zu verdienen.

Ich bekomme einen dicken hals, muss ich über studierte Menschen nachdenken. Für mich sind das immer Leute die von der Beruflichen Praxis null Ahnung haben, den Kopf voller "Theorie" und trotzdem einen längjährigen Arbeiter mit viel Berufspraxis übergestellt werden. Oder etwa nicht?

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@sebi44sebi

hej, hej, hej... vorsichtig mit solchen Pauschalurteilen...;-)

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@sebi44sebi

Die Praxis holen sie aber schnell wieder auf, denn sie haben im Studium gelernt sich Unbekanntes schnell und effizient anzueignen. Der Praxisvorsprung von Facharbeitern ist schnell eingeholt. Und danach haben sie die Praxis und fundierten theoretischen Background. Außerdem haben sie im Studium gelernt in hohem Maße eigenverantwortlich, kreativ, strukturiert und effizient Lösungen zu erarbeiten. Das ist es, was man in leitenden Positionen braucht.

Ich will gar nichts gegen Facharbeiter sagen. Aber ich kann von allen Seiten mitreden: ich bin sowohl Facharbeiter und habe danach studiert und bin seit wenigen Jahren nach dem Studium in leitender Position. Es gibt einfach Unterschiede - und das ist auch gar nicht schlimm. Nur Neid ist einfach in jeder Richtung fehl am Platz.

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@Mireilles

Achso das soll bedeuten, das eine studierete Person Handwerkliche Begabungen. die sich bsp. ein Meister innerhalb von 10 Jahren angeeignet hat. In sagen wir... 6Monaten drauf hat? Das will ich sehen :-D Ne ich denke eher das es einfach eine komplett andere Art der Arbeit ist. Die frage die sich mir nur immer wieder stellt, wie begründen studierte Leute ihr hohes Einkommen, was macht euch so wertvoll? Für mich studierte Leute: ja sie holen vllt. Aufträge rein, hier und da etwas Prozessoptimierung und Kordinieren rum, aber das eigentlich Geld verdient der Facharbeiter.

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@sebi44sebi

Das ist doch Unsinn. Der Studierte hat sich nicht auf den Beruf vorbereitet, selber mit der Säge irgendwo zu arbeiten oder eine Maschine zu bedienen. Er hat auf den Beruf hingearbeitet, die Maschine zu programmieren und Arbeitsabläufe zu optimieren (als Beispiel). Jeder hat sich auf einen anderen Beruf vorbereitet.

Die ganze Wertschöpfungsdiskussion ist überflüssig. Jeder in einem Betrieb ist wertvoll und verdient damit, um es in deinen Worten zu sagen, das Geld. Ohne jemanden der Aufträge ran holt, gibt es für den Facharbeiter nichts zu tun. Ohne den Facharbeiter gäbs keinen der aus den Aufträgen dann ein Produkt macht.

Jeder ist wichtig und jeder wird benötigt. Egal ob studiert oder Facharbeiter,, egal ob Handwerker, Personaler, Marketing, Sekretärin oder Reinigungsfachkraft. Wenn nicht jeder wertvoll wäre, wäre die Arbeit nicht so aufgeteilt. Dann könnte eine Person alles machen. Aber könntest du dich noch hinreichend darauf konzentrieren dein Handwerk zu machen, wenn du gleichzeitig noch über Finanzen, Marketing, Reinigung und Buchhaltung nachdenken musst? Die, die das können, die Naturtalente will ich mal sagen, das sind dann die, die auch als Facharbeiter sich ihr Näschen verdienen und da ordentlich Geld ranschaffen. Ansonsten ists so: konzentriert sich jeder auf das was er am besten kann und muss sich nicht mit dem Zeug beschäftigen, das ihn vielleicht gar nicht interessiert und wenn dann jeder mit dem anderen gut zusammen arbeitet: dann hat man einen Team (=Firma/Betrieb) die gemeinschaftlich Geld erwirtschaftet.

Und zur Frage warum der Studierte mehr verdient: er hat auch mehr Geld in seine Ausbildung investiert. Das ist das eine. Das andere ist: wenn er die Maschine programmiert mit der du arbeitest, dann ist er dafür verantwortlich, dass du und deine Kollegen gesund arbeiten können und dass euch die Maschine, plump gesagt, nicht tötet oder verstümmelt. Diese Gefahr und das Risiko wird ihm auch bezahlt.

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@Mireilles

Um die Wogen ein bisschen zu glätten, mit deinem Kommentar finde ich hast du ja schon zum großteil dazu beigetragen ;) also scheinbar hat nur ein Bruchteil der AN Lust sich den ganzen Tag mit Finanzen, Marketing, Reinigung und Buchhaltung rumzuschlagen. Und minderheiten können halt besser bezahlt werden, als die große masse.

Aber das Risiko das die neu programmierte Maschine den Arbeiter nicht in fetzen reißt trägt nicht derjenige der sie programmiert hat :-D Er übernimmt die Verantwortung das es nicht passiert und dafür wird er bezahlt, oder wie war das gemeint?

Bsp: Wenn ich eine maschine programmiere, bekomm ich noch Geld dafür das ein Risiko besteht das derjenige der damit arbeitet eventuell dadurch getötet wird? Find ich geil :-D :-D :-D

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@Mireilles

Haha... sag das mal einen Kumpel von mir, der CNC-Fräser ist, bzw. war, weil er nun Fertigungsleiter ist. Wie willst du als Student, der niemals jahrelang an der Maschine gearbeitet hat, aufholen, was sich ein anderer CNC-Fräser an Erfahrung angeeignet hat? Das ist doch völliger Unfug. Du willst praktische Erfahrung mit theoretischen Wissen aufholen? Geht nicht! Völliger Quatsch. Da werden dir sämtliche CNC-Fräser wahrscheinlich ein Lied davon singen können, wie oft die teuersten Teile crashen, nur weil der Student sich in der Theorie ausgenobelt hatte, dass es so doch eigentlich gehen müsste.

Wenn du hingegen selbst mal Facharbeiter warst, dann ist es was anderes. Aber nur von Theorie holst du dir keine praktische Erfahrung. Nicht jetzt und nicht in hundert Jahren.

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Ne, wird man nicht. Ich habe nicht studiert und verdiene, im Vergleich zu meinen Kollegen, von denen die meisten studiert haben, ziemlich gut. Nicht selten bekomme ich sogar mehr. Habe selbst Anwendungsentwickler gelernt.

Zwei meiner Kumpels haben schlicht CNC-Fräser gelernt. Der eine bekommt ca. 2600 netto (mit Schichtzulagen) und der andere ist inzwischen Fertigungs-Leiter-Assistent und sitzt jetzt auch nur noch im Büro oder streunt durch die Hallen und schaut, dass alles läuft. Der schleppt auch ca. 2600 netto heim.

Dann kenne ich noch einen Flugdatenbearbeiter, welcher ein Gehalt bezieht, von denen die meisten Akademiker nur träumen können.

Ein Arbeitskollege von mir, seines Zeichens auch Entwickler, bezieht ca. 3300 netto im Monat ohne abgeschlossenes Studium. Der hatte aber eines begonnen.

Wie du siehst, es geht auch ohne. Musst dir halt den richtigen Beruf suchen und gut in dem sein, was du machst. Dann passt das auch so.

Dennoch ist ein Studium natürlich immer der Maximalausbau, welchen man haben kann, wenn es um Karriere-Chancen geht. Eine Garantie für hohes Gehalt oder einer Führungsrolle ist es dennoch noch lange nicht. Auch da könnte ich ein paar Beispiele aus dem eigenen Leben nennen.

Edit:

Nen selbstständigen Schreinber hab ich noch vergessen. Bei dem brummt auch das Geschäft.

Nicht unbedingt. Ich kenne viele Leute die auch ohne Studium sehr gut verdienen.

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