Wird Kindergeld nur auf den Regelsatz bei Hartz IV angerechnet?

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3 Antworten

Erst einmal müsste geklärt werden wie viel die Warmmiete beträgt,denn diese würde dann durch die Anzahl der Personen im Haushalt geteilt und ergibt dann den jeweiligen Kopfanteil der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) und dazu käme dann der individuelle Regelsatz,dass ergibt dann den Bedarf der Person !

Dann muss geklärt werden wie alt die Kinder sind und was diese dann jeweils an Brutto und Netto Vergütung bekommen und ob die Mutter noch Unterhalt für die Kinder bekommt oder selber auch noch Einkommen hätte.

Mal angenommen die Kinder sind alle drei in Ausbildung und unter 25 aber min. 18 demnach noch Kindergeldberechtigt ( bzw. Mutter ),die Mutter würde 800 € Warmmiete zahlen,jedes Kind verdient 1000 € Brutto und bekommt 780 € Netto überwiesen und die Mutter hat selber kein Einkommen und bekommt auch sonst nichts mehr für die Kinder,also Unterhalt usw.

Dann würde jedem ein Kopfanteil der KDU - von 200 € zustehen + derzeit 320 € Regelsatz,dass ergibt dann einen Bedarf für jedes Kind von min.520 € pro Monat.

Auf das Bruttoeinkommen steht dann jedem Kind ein Freibetrag auf sein Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll zu.

Das sind zunächst 100 € Grundfreibetrag,von den übersteigenden 900 € ( 100 € - 1000 € Brutto ) noch mal 20 %,also 180 € dazu,80 % werden angerechnet und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag / 90 % würden angerechnet.

Demnach läge der Freibetrag für jedes Kind bei min.280 € und diese würden dann theoretisch von den angenommenen 780 € Netto abgezogen und ergeben das anrechenbare Netto von ca.500 €.

Zu diesen ca. 500 € käme dann das jeweilige Kindergeld,also für die ersten beiden noch 184 € und für das dritte 190 €.

Dann läge das anrechenbare Einkommen bei ca. 684 € bzw.690 €.

Davon würde dann der Bedarf des jeweiligen Kindes abgezogen,hier also angenommen 520 €,demnach läge der Überschuss bei 164 € bzw. 170 € und dieser Überschuss wird dem jeweiligen Kindergeld zugerechnet und auf den Bedarf der Mutter angerechnet bzw.auf die BG - der Mutter weil die Kinder dann nicht mehr dazu zählen würden.

Das würden dann 2 x 164 € = 328 € + 1 x 170 € = 498 € sein und da die Mutter kein weiteres Einkommen hätte,würde sie ihre 30 € Versicherungspauschale geltend machen können.

Es würden dann nicht 498 €,sondern nur 468 € auf ihren Bedarf angerechnet und der läge bei min. 399 € Regelsatz + 200 € Kopfanteil der KDU = min.599 € pro Monat.

Ihr würde dann also noch min.eine Aufstockung von 131 € pro Monat zustehen,diese würde dann auf den Bedarf für die KDU - entfallen.

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Für jede Person ist im Leistungsbescheid der Regelsatz und die Gesamtsumme ausgewiesen. "sonstiges Einkommen" wird unter Berücksichtigung von 30 € Versicherungspauschale pro Person in Anrechnung gebracht.

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Kommentar von isomatte
26.08.2015, 10:12

Aber nur solange das Kind schon 18 Jahre alt ist und kein Erwerbseinkommen hat !

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Die Miete einer "angemessenen" Wohnung wird sowieso vollständig übernommen. Das Kindergeld wird auf den Regelsatz mit angerechnet.

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Kommentar von sawie
25.08.2015, 18:11

Hey, danke für die schnelle Antwort. 

D.h wenn bei jemanden der komplette Regelsatz wegfallen würde aufgrund des KG dann würde aber immer noch der Anteil an Miete gezahlt werden?

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