Wird in ein paar Jahren meine Rente auf Sozialhilfe-Niveau sein?

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11 Antworten

Kann schon sein, dass es auf Sozialhilfeniveau absackt.

Ich bin jetzt 60 Jahre alt. Weil ich nach der Wende nicht mehr viel gearbeitet habe und dadurch ALHI und später ALG II bekommn habe, werden mir nur meine Jahre, die ich in der DDR gearbeitet habe, angerechnet. Somit komme ich auf etwa 600 Euro Rente.

Vlt. musst Du ja auch bis 70 arbeiten, wenn es nach einem gewissen Politiker geht.

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biggie55 26.04.2016, 23:04

Dafür,dass du quasi nur bis zu deinem 34Lebensjahr gearbeitet hast,bekommst du doch genug...

Ich kenne Menschen,die nach über 40 Arbeitsjahren so viel bekommen.

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beangato 26.04.2016, 23:09
@biggie55

Ich kann nichts dafür, dass ich keine Arbeit bekam.

Ich habe 3, jetzt erwachsene, Kinder. Damals war mein jüngstes Kind 3 Jahre alt und ich war alleinerziehend. Die Kindererziehung wird mit gerade mal 2 Jahren pro Kind "honoriert".

Das System haut hinten und vorn nicht hin.

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... aber dafür bist Du dann Schulden-Millionär! Ist doch auch was! Es soll ja viele geben, sogar Wirtschaftsprofessoren, die Schulden für das Wahre halten ... wenn man nicht offen ausspricht, wer für die Schulden arbeitet und einer der kommenden Neu-Sklaven ist. Wenige arbeiten, der Rest hält die Hand auf für bedingungsloses Einkommen (sprich Einkommen ohne Arbeit). Wer ist dann so dumm, dass er freiwillig arbeitet? Dann wird nicht nur die Rente auf Sozialniveau sein sondern auch das Nettogehalt, weil vom Brutto soviel abgezogen wird, dass noch Teile des bedingungslosen Einkommens aufgestockt werden müssen. Die kommen dann aus Schulden und alle machens wie Griechenland: Sie warten, dass Deutschland bezahlt - hoppla - Deutschland, das sind ja wir - äääh, und wer bezahlt uns?

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Ja, du musst damit rechnen. Und ich bin mir nicht sicher, ob du damit n der Mittelschicht bist ;o)

Die Mittelschicht wird nicht unbedingt ausgesaugt, aber wir haben eben unsere etwas auf den Kopf gestellte Alterspyramide und so.

Deine Aufgabe ist, dafür vorzusorgen, dass du später keine Sorgen hast:

Spare etwas von deinem Geld.

Einen Teil davon evtl. in eine Betriebsrente oder in einen Riestervertrag stecken. Wirft leider nicht so viel ab, ist aber pfändungssicher und vor Zugriffen durch Schicksalsschläge (Insolvenz, Scheidung, Erwerbsunfähigkeit) geschützt.

Einen anderen Teil davon für Vermögensaufbau einsetzen. Mit diesem Geld solltest du an wirtschaftenden Unternehmen beteiligt sein. Aktien, Aktienfonds oder Aktien-ETFs. Letztere klingen für Unwissende nichtssagend, geheimnisvoll, unseriös, sind allerdings das, was ich dir als erstes ans Herz lege :o)

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Ich denke, da muss in jedem Falle etwas geschehen und sei es nur, dass die vorgesehene Senkung des Rentenniveaus auf rd. 43%  ("sinniger Weise" von den Sozialdemokraten eingeführt) wieder zurück genommen wird. Nur so kann verhindert werden, dass das sinkende durchschnittliche Lebenseinkommen der Normalbevölkerung direkt in die Altersarmut führt.

Wenig halte ich von der Rechnerei, was denn wäre, wenn man die Versicherungsbeiträge privat angelegt hätte. Dann hätten viele gar nichts weil sie die Beiträge in ihrer aktiven Zeit anderweilig ausgegeben hätten. (Ein Zustand, den viele Selbstständige aus eigener Erfahrung kennen dürften). 

Vielleicht sollte man nicht ganz unterschlagen, dass unser Rentensystem den Solidargedanken beinhaltet. Was heisst, dass eben auch für diejenigen gesorgt wird, die (aus welchem Grund auch immer) weniger in den Topf einbringen können.

Ich kenne (bei allen Kritikpunkten)  kein System, in dem die Rentnergeneration so gut versorgt ist wie in Deutschland. Damit dies so bleibt, müsste meiner Meinung nach darüber nachgedacht werden, ob zur Finanzierung nicht die Beitragsbemessungsgrenze abgeschafft werden sollte. Dies würde bedeuten, dass auch sehr reiche Mitbürger ihren Teil zur Solidargemeinschaft (in diesem Sinne in die KV/PV und die RV einbringen). Da wäre sicherlich dann auch langfristige Beitragsstabilität -wenn nicht sogar eine Beitragssenkung- für alle drin. 

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Karl37 27.04.2016, 09:24

Die Meinung Bemessungsgrenzen sollten abgeschafft werden hört man des Öfteren, ist aber falsch und nicht zielführend. Eine kleine Minderheit die jetzige Bemessungsgrenze im Einkommen übersteigen bedeuten auch höhere Ausgaben, was häufig übersehen wird. Will man die Finanzierungsbasis erweitern und den Solidargedanken aufwerten, dann muss man alle Menschen in das System aufnehmen, also auch Beamte und Selbständige, und dabei alle Einkünfte heranziehen, also auch die Kapitaleinkünfte, Tantiemen etc.

Hier könnte man durchaus über den Tischrand schauen und funktionierende Systeme bei den Nachbarn abkupfern, denn das deutsche Rentensystem ist krank.

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Du sprichst von relativer Armut. Von deutschem Sozialhilfeniveau mit inet und vollem Kühlschrank träumen andere Menschen von.  Warst du schon mal im Ausland? Mit Ausland meine ich was anderes als Malle. Wenn du absolute Armut sehen willst, wo es wirklich ums Überleben geht, so musst du auch gar nicht weit fahren.  Ein paar km hinter der deutschen Ostgrenze werden dir die ersten Slums und das Elend entgegenkommen. Du befindest dich immer noch in Europa.  Wenn du das siehst wirst du sagen das es dir HIER in Deutschland gar nicht mal so schlecht geht,  auch wenn die Rente  laut ZDF Propaganda sinken sollte. 

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Es gibt eine ganze Generation (die Nachkriegsgeneration), die gigantische Schulden angehäuft hat, dann die Rentenkassen geplündert hat, und nun ihren Nachfolgern die Rechnung dafür präsentiert. Das heißt, wir und unsere Kinder und vermutlich auch noch deren Kinder müssen dafür büßen, mit sinkendem Rentenniveau, mit Nullzinsen und erhöhten Sozialbeitragssätzen.

Wie man der zu erwartenden verbreiteten Altersarmut begegnen will, beginnen die Politiker gerade zu diskutieren. Denn die vielen (vielleicht armen) Alten sind Wähler.

Vermutlich wird man versuchen, die Lasten der Staatsverschuldung, der niedrigen Geburtenrate und der niedrigen Zinsen anders zu verteilen als heute. Vielleicht wird man auch gutverdienende Bevölkerungsgruppen zahlungspflichtig machen, die sich heute noch aus der Verantwortung für die Rentenbeiträge stehlen können (Selbständige, Beamte, Leute mit Einkommen oberhalb der "Beitragsbemessungsgrenze").

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Das gesetzliche Rentensysten ist das größte Schneeball-Betrugs-System, das ich jemals gesehen habe. Das stellt jede Finanzkrise locker in den Schatten.

Sagen wir du verdienst immer den mittleren deutschen Vollzeit-Bruttolohn von (aktuell) 33.000€ pro Jahr. Darauf bezahlst du + dein Arbeitgeber ja knapp 20% Rentenversicherung = 6600€ pro Jahr.

Stell dir vor, du entscheidest selbst über dein Geld: Wenn du 40 Jahre arbeitest und nach Inflation und Steuer eine jährliche Rendite von 2% im Schnitt erwirtschaften würdest auf diese 6600€, dann wären dass knapp 400.000€ Endkapital.

Rechnung: 6600€ * (1,02^40  - 1) / 0,02

Dieses Geld wäre keine Versprechung, sondern das hättest du tatsächlich auf deinem Konto. Könntest es z.B. auch verschenken/vererben.

Was bekommst du anstatt dessen? 40 Entgeltpunkte (als mittlerer Arbeitnehmer) die gegenwärtig jeweils ca. 30€ wert sind. Das heisst

Rechnung: 40 Punkte*30€ = 1200€ pro Monat.

Solltest du einen Monat nach Renteneintritt versehentlich im Straßenverkehr überfahren werden, dann ist alles weg!

Jetzt kannst du dir mal ausrechnen, wie lange du leben musst, damit gesetzliche Rente Sinn macht... (psssssst... es sind weit >100y... aber niemanden sagen!)

Wie es ein anderer schon sagte:

Utopisch hohe Rentenlasten in einem Umlagesystem (sind ja nur "Versprechen" und nicht erarbeitet) + hohe Staatsschulden (demnächst bald auch utopisch) + unvorteilhafte Demografie (kann man niemals schnell ändern)  = GAU (größt anzunehmender Unfall)

Na ja - dann ist der Sozialstaat wenigstens weg... diese grenzdebile (sozialistische) Schnapsidee hat bis heute außer in Nordkorea nirgends überlebt. (Ich darf das als einer der letzten Ossis sagen^^) Japan wird allerdings die Blaupause für die noch kommende Entwicklung liefern. Bleibt nur zu hoffen, dass das nicht in einem deutschen innergesellschaftlichen Bürgerkrieg mündet.

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CamelWolf 27.04.2016, 08:42

Vielleicht sollte man nicht ganz unterschlagen, dass unser Rentensystem den Solidargedanken beinhaltet. Was heisst, dass eben auch für diejenigen gesorgt wird, die (aus welchem Grund auch immer) weniger in den Topf einbringen können.

Ich kenne (bei allen Kritikpunkten)  kein System, in dem die Rentnergeneration so gut versorgt ist wie in Deutschland. Damit dies so bleibt, müsste meiner Meinung nach darüber nachgedacht werden, ob nicht die Beitragsbemessungsgrenze abgeschafft werden sollte. Dies würde bedeuten, dass auch sehr reiche Mitbürger ihren Teil zur Solidargemeinschaft einbringen.

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Karl37 27.04.2016, 09:27
@CamelWolf

Dann solltest du dich einmal bei den Nachbarn umschauen. Ich persönlich halte das Schweizer Modell für vorbildlich und von einem besseren Sozialgedanken getragen.

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Mrnobody7 27.04.2016, 11:02
@CamelWolf

Du hast Recht, dass auch ein Solidargedanke mitschwingt. Aber dieser Bedarf das Einverständnis einer qualifizierten Mehrheit der Individuuen (wenn 5% Rentenerhöhung und Verlängerung der Arbeitszeit in nahezu einem Atemzug diskutiert werden, dann regt sich Unmut), und eine der Leistungsfähigkeit gerechtfertigten Umverteilung. Rentner als Wählergruppe entscheiden aber als Nutzenmaximierer... und Politiker denken/versprechen nichts Nachhaltiges, sondern legislaturperiodenioptimiert.

Im Übrigen ist der Solidargedanken mit Nichten an das Umlagesystem gekoppelt. Dies ließe sich auch in einem Rücklagensystem abbilden.

(Auch im Zuge der Migrationskrise) habe ich nicht das Gefühl, dass die Menschen sich einander annähern, sondern immer weiter von einander entfernen. Anstatt gelebter Solidarität sehen wir "verordnete" Solidarität.
Ich beneide die Schweizer für ihr System. Vielmehr allerdings noch für ihr kulturelles Miteinander. (Diskussionskultur, etc.)

Die Erhöhung/Abschaffung der Bemessungsgrenze wird dir kaum etwas bringen, als dass die höheren Beiträge ja in einer Erhöhung der vergebenen Entgeltpunkte und deren Ansprüche münden. Im Wesentlichen also linke Tasche rechte Tasche. Du schiebst den Zusammenbruch damit nur um 10-25 Jahre linear nach hinten.

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Havenari 27.04.2016, 16:24

Die Rechenakrobatik ist einer Fachverkäuferin für Molkereiprodukte würdig.

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Mrnobody7 27.04.2016, 16:45
@Havenari

Wie berechnest du denn das Endkapital einer jährlich gleichmäßigen und verzinsten Zahlungsreihe? Wenn fachlich ein Fehler vorliegt, wäre ein Kommentar von dir sogar erwünscht.

Ansonsten werte ich deinen Vorwurf einer simplifizierten Darstellung als Kompliment im Dienste der Sache.

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Hallo LiWang, wenn Menschen, die heute arbeiten, in Rente gehen, dürfte für diese Arbeitnehmer kein Geld mehr da sein, um eine Rente zu erhalten. Man sollte die Bundesregierung mal öffentlich auffordern, ein Rechenmodell vorzulegen, wie sie sich das mit den Renten so in Zukunft vorstellt. Denn das bisherige Rentenmodell, das Generationenmodell, bei dem die eine Generation für die nächste sorgt, kommt ja längst nicht mehr hin, weil es in Deutschland und in den anderen Industrienationen zu wenig junge Menschen gibt. Die Menschen hier legen sich lieber Autos oder Hunde als Kinderersatz zu, sodass immer mehr junge Menschen für immer mehr alte Menschen sorgen müssen (und sich nebenbei selbst auch noch versorgen müssen.) Hier müsste längst eine Rentenreform her, die so abgeändert werden müsste, dass jeder für sich selbst für später sorgt oder dass Menschen, die kinderlos sind, die also keine zukünftigen Rentenerarbeiter in die Welt setzen, mehr Rente einzahlen müssen.Aber was macht die Bundesregierung? Um sich bei der Wählerschaft, die immer mehr aus alten Leuten besteht, einzuschmeicheln  und um sich selbst erst mal zu versorgen, werden jetzt wieder einmal unverantwortlicherweise die Renten erhöht. Die regierenden Politiker sind selbst meist älter und meistens kinderlos, denen ist doch ganz egal, was in 20 Jahren sein wird, ob unsere Kinder keinen Cent Rente erhalten, obwohl sie ein Leben lang in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Alle Parteien reden im Moment deshalb nur davon, dass Rentner mehr Geld erhalten müssen, Eltern und Kinder sollten sich wehren und endlich eine vernünftige Rentenreform fordern, anstatt dabei zuzusehen, wie ihre Kinder von den Politikern in immer größere Schuldenberge gestürzt werden. Denn die Zahl der alten Menschen, bei denen sich die Regierung mit weiteren Rentenerhöhungen auf Kosten unserer Kinder einschmeicheln möchte wird ja immer größer...

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Ja, man sollte sich fürchten, dass die Rente nicht mehr ausreicht.

"Wieso wird die Mittelschicht so ausgesaugt?"

Weil die Bürger_innen Parteien wählen, die das tun.

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Wenn du ein Jahr lang den Durchschnittsverdienst aller Versicherten hattest,der im Moment bei 36 267€ liegt,bekommst du einen Rentenpunkt gutgeschrieben,d.h. dafür bekommst du 29,21€ Rente...

Du kannst dir somit ausrechnen,wie hoch deine Rente ungefähr werden wird,(wobei es in Zukunft noch weniger wird)....

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Ja, das droht allen, die nicht jetzt kurz vor der Rente stehen.

Leute vermehrt euch! Nur das rettet uns zukünftig Alten vor der Armut!

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