Wird in einer Psychiatrie überhaupt therapiert oder "verwahrt"?

19 Antworten

Da gibt es keinen unterschied, einer benennt es so, ein anderer so.

In einer Klinik, Psychiatrie oder auch Klinik für Psychiatrie werden Menschen behandelt, therapiert, die psychische Störungen haben.

Es ist längst nicht mehr so wie früher (was man vlt. aus Filmen kennt), das Patienten entweder im bett liegen oder gemeinsam im Gemeinschaftsraum sitzen und vor sich hindümpeln.

Es werden viele verschiedene Formen der Therapie angeboten und in Absprache mit den Patienten durchgeführt.

Zumeist erfolgt die medikamentöse Therapie und alle anderen von dir aufgeführten Therapien zeitgleich.

Ich war einige Monate in der Psychiatrie, auf eigenen Wunsch, weil ich nach einer Hirnblutung Krampfanfälle bekam und nícht wußte, wie ich damit umgehen sollte .Dort wurde alles gemacht, nur nicht therapiert. 5 Minuten Gespräch täglich mit einem Arzt, dann 2 x in der Woche Physiotherapie und 2 x Ergotherapie, ein Gespräch mit einem Psychologen gab es nur bei der Erstuntersuchung. Dabei war das für mich und meine Mitpatienten das Wichtigste. Ich habe das immer in Gruppensitzungen 1 x in der Woche 1 Stunde angebracht, aber dazu hätte man keine Zeit. Meine Pillen kann ich auch Zu Hause nehmen, dazu muß ich nicht in so eine Klinik.

Sicher gibt es Patienten, die in Verwahrung genommen werden müssen, aber die wurden dort z. B. mit anderen, leichteren Fällen auf einer geschlossenen Station zusammengepackt. Wenn ich dort noch einige Wochen geblieben wäre, hätte man mich wirklich einsperren müssen. Es gab ganz viel Verwaltungskram, man selbst war nur eine Nummer, so stelle ich mir das eigentlich nicht vor.

ist es in einer Psychiatrie so, dass man eine Therapie (Psycho-, Gestaltungs-,Verhaltens-, Bewegungstherapie etc.) entsprechend seines Problems bekommt oder wird man einfach nur dort medikamentös behandelt und "verwahrt"

Ich finde man muss hier grundlegendes differenzieren. Ich kann nicht mit einem Akutpatienten dasselbe Therapieprogramm durchführen wie mit jemandem auf einer psychosomatischen Station der eine Langzeittherapie macht. Die Medikation spielt mit eine Rolle und dadurch bedingt die psychomotorische Aufnahmefähigkeit. Prinzipiell richtet sich das angebotene Therapieprogramm an jeden und dann wird individuell in Zusammenarbeit mit dem Ärzte-Therapeuten- und Pflegeteam sowie dem Patienten besprochen was bei jedem einzelnen notwendig wäre und was tatsächlich möglich ist. Dabei sollte man sich nicht von den Erfahrungen anderer abhängig machen sondern auf sich selbst achten. Nirgendwo läuft alles rund und perfekt und im Internet finden sich nunmal tendentiell mehr Negativberichte die auch stärker wahrgenommen werden als Positivberichte.

Was ist dann der Unterschied zwischen einer "Klinik" und einer Psychiatrie?

Es gibt keinen Unterschied. Du kannst "es" Psychiatrische Klinik nennen, Nervenklinik, Psychiatrie oder Klinik alleine, alles ist richtig.


Wie wird in der Psychiatrie mit einem Patienten umgegangen, also wird man behandelt wie ein "irrer" oder wie ist es dort,hat vielleicht auch jemand Erfahrung?

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