Wird gewaltbereites Verhalten angeboren oder erzogen?

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11 Antworten

Beides!

Ich stelle hier mal die Schlussfolgerungen der wissenschaftlichen Arbeit

Genetisch-biologische und umweltbedingte Determinanten von Moralvorstellungen und gesellschaftskonformen Verhaltensweisen

ein:

Die Funktionen unseres Gehirns bilden die Grundlage unserer Denkweisen, emotionalen Fähigkeiten und unseres Verhaltens. Die neurowissenschaftliche
Forschung hat gezeigt, dass unser Gehirn einen hohen Grad von erfahrungsabhängiger Plastizität aufweist. Diese Formbarkeit unseres Gehirns durch Umweltfaktoren wird begrenzt durch genetische Dispositionen sowie angeborene und erworbene Gehirnschädigungen. Es existieren insofern
extrinsische und intrinsische Determinanten menschlicher Vorstellungen von Moral und Gerechtigkeit, sodass der „freie Wille“, der in unserem Moral- und Rechtsverständnis eine zentrale Rolle spielt, als eine soziokulturelle Fiktion
zu betrachten ist. Weder Sozialisationsfaktoren noch Genetik und Biologie sind jeweils allein determinierend, wenn ein Individuum ein von den gesellschaftlichen Normen abweichendes Verhalten zeigt. Zur Prävention von Kriminalität und gewaltbereitem Verhalten ist es ausschlaggebend, dass sowohl das soziale Umfeld als auch genetisch-biologische Faktoren für die individuelle Entwicklung zu einer sozial verantwortlichen Person genutzt werden können. Protektive Sozialisationsfaktoren können ausgleichend auf ungünstige genetische Dispositionen wirken, und umgekehrt können günstige genetische Konstellationen destruktive Faktoren des sozialen Umfelds kompensieren.


http://fsf.de/data/hefte/ausgabe/44/piefke\_markowitsch074\_tvd44.pdf

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Ich denk, dass es beides gleichzeitig ist und sich gegenseitig bedingt.

Der Testosterongehalt im Körper löst das ganze schliesslich auch aus, das ist erwiesen. Auch Frauen haben einen gewissen Testosteronsatz in sich, nur gibt es wenig Frauen mit hohem Testosteronspiegel.

Meine Theorie dazu ist, dass mehrere Faktoren gleichzeitig gegeben sein müssen, damit ein Mensch gewaltätig wird oder eben nicht. 

ZB wird ein Mensch mit einem niedrigen Testosteronspiegel von den Eltern wirklich geliebt, sprich viel ge- und beredet wurde und Strenge nicht mit Ungerechtigkeit verwechselt wurde, kann es zB zwar passieren, dass man diesen Menschen unter Umständen einer ständigen und extremen Provokation zu einer Art Gewaltakt führen kann. Aber in der Regel wird diese auch dann keine grosse Sache sein. Eher eine Ohrfeige, ein Schubsen, ein gekonnt böser Blick oder eine gekonnt böse und nachhaltige verbale Antwort, welcher die Person zum Nachdenken bringt.

Die gleiche Erziehung mit einem hohen Testosteronspiegel kann durch eine starke Provokation schon extremer ausfallen und die Person, die provoziert landet unerwartet in einem Bach, im Schlamm, im Gebüsch oder sogar schlimmeres. Je nachdem, wie gut sich die Person beherrschen kann, passiert es dann mehrmals, dass sie etwas tut, obwohl sie es nicht will.

Ein Mensch, welcher als Kind mit Gewalt aufgezogen wurde, lernt das natürlich mit. Mit einem niedrigen Testosteronspiegel kann es aber passieren, dass er sich als Erwachsener sogar jemanden sucht, der ihn wieder schlägt, weil das für sie "normalität" in einer Familie bedeutet.

Hat der Mensch einen hohen Testosteronspiegel, keine guten Vorbilder, Lehrer oder Freunde, die ihm helfen, aus diesem Teufelskreis zu kommen,...

(Gewalt kann nämlich auch psychisch grausam sein!! Man hört ja oft, wie Eltern von Mördern sagen, sie hätten ihre Kinder nie angelangt oder sie geschlagen, da kann man davon ausgehen, dass sie ihnen entweder zu viel erlaubt haben und ihren Erziehungspflichten nicht nachgegangen sind oder sie seelisch missbraucht haben)

...kann, muss aber nicht, (denk ich zumindest) die Person schon richtig schlimm gewaltätig werden. Ich glaube sogar, dass die psychische Grausamkeit sogar schlimmere Gewalttätige Folgen hat, als eine gewalttägige Erziehung. 

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Ich wäre auch für "anerzogen".

Dein Charakter, dein Verhalten und alles andere, eben auch der Hang zur Gewalt, ist nicht von Geburt an festgelegt. Vor allem die Erfahrungen deiner Kindheit sind da enorm prägend. Wie deine Eltern dich erziehen und mit welchen Menschen du dich umgibst. Es gibt bestimmt genetische Veranlagungen (sowas wie vielleicht "Südländer sind temperamentvoller"), aber das legt trotzdem nicht fest, wie du dich in deinem Leben entwickelst.

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Ich denke es geht beides.
Ich wurde damit erzogen da meine Eltern meinen ich müsste das können, aber genau so hab ich auch diese Gewaltbereite Gen in mir, da ich es von beiden Elternteile geerbt habe. (Sie waren das nämlich schon als Teenager und haben sich das dann anerzogen.)

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Zum Teil sind Charaktereigenschaften angeboren, aber Vieles lernt man dazu durch Abschauen oder durch Erziehung, aber auch Vieles kann man auch durch Erziehung wieder wegbekommen.

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Vielen Dank für deine Auszeichnung KamikazeK4tze!

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entweder so erzogen oder durch schlechte erfahrung sozusagen "selbst beigebracht", meiner meinung nach.

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Beides ist möglich.

Nimm doch allein das Beispiel 2. Weltkrieg und die Hitlerjugend oder die Kinder beim IS... Von klein auf wird dir Müll eingetrichtert.

Oder du wirst mit nem knacks in der Birne geboren und wirst n gewaltbereiter Psycho... Erkennt man gut wenn kleine Bengel anfängt Tiere zu quälen und zu töten...

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Kann beides sein denke ich

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ch verstehe nicht warum man sowas nicht einfach bei Google eingibt .-. Da hat man das (fast) gesamte Wissen der Menschheit nur einen Mausklick entfernt und fragt trotzdem so etwas banales andere Menschen. Google ist anscheinend für einen Großteil der Menschen eine Kunst^^

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Ich glaube das wird anerzogen.

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