Wird gespendetes Blut noch behandelt?

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Selbstverständlich wird Blut nach der Spende noch weiterverarbeitet, jedoch nicht wegen Kaffee und Cola. Das Blut ruht nach der Spende mindestens 1 Stunde. In dieser Zeit können die sich im Blut befindlichen Leukozyten noch ihrer Aufgabe widmen. Leukozyten, die weißen Blutkörperchen, sind die Blutpolizei. Sie laufen vermehrt auf, wenn der Mensch irgendeinen Infekt, z.B. eine Erkältung hat und bekämpfen die Keime. In frisch gespendeten Blut sind sie auch außerhalb des Körper noch aktiv und können so noch allerhand an sich binden, was man nicht an den Empfänger weitergeben will. Nach dieser Ruhephase filtriert man das Blut. Nun bleiben die Leukozyten mit ihren Errungenschaften im Filter hängen. Seit einigen Jahren ist diese Filtration Pflicht. Diese Art der Verarbeitung nennt man Vollblutfiltration. Man kann das Blut zwischen Ruhephase und Filtration aber auch noch zentrifugieren und dann aufteilen in Erythrozytenkonzentrat und Plasma. Übrig bleibt der Buffycoat. Aus mehreren Buffycoats der gleichen Blutgruppe kann man durch Ausspülen der Reste unter sterilen Bedingungen, erneuter Zentrifugation nun noch Thrombozytenkonzentrate herstellen.

Fertige Blutkonserven können noch bestrahlt werden. Auch an anderen Verfahren zur Inaktivierung von pathogenen Keimen arbeiten man um die Infektionsgefahr beim Empfang einer Blutkonserve so gering wie mörlich zu halten. Die Gefahr durch Bakterien im Blut ist schließlich größer als eine Ansteckung mit einer Infektionskrankheit, wovor sich völlig unbegründet die meisten Menschen fürchten.

Wenn man sich allerdings fragt, ob man bei seinem erhöhten Koffeingenuss mit einer Blutspende dem Empfänger schaden könnte, sollte man sich vielleicht mal fragen, was man sich selbst vorher antut. Erkannt hast Du ja schon selbst, dass die Genussmittel in Unmengen genossen nichts sonderlich gesund sind.

ich bohr trotzdem noch mal nach und hoffe es liegt nicht daran, dass ich zu später stunde die antwort bei dir überlesen habe.

Person A trinkt eine Tasse Kaffee und wird total hibbelig und zittrig, während B einen Kanne "Männerkaffee" (Melitta extra stark nennen wir es wie wir wollen) alleine trinkt und davon weder zittrig noch sonst was wird.

Würde jetzt der Zufall uns helfen und B Blutspender für A sein, und B zum Zeitpunkt der Spende seine übliche Dosis Kaffee gehabt haben so wäre doch das Coffein in für A ungewöhnlich Hoher Menge in der Konserve gelöst oder?

jaja alles sehr konstruiert, aber wie sagte mein Opa immer so schön "man kann nicht so doof denken wie das Leben manchmal einem mitspielt"

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@mannmithut

Ich bin mir sicher, dass es da kaum zu einer Beeinträchtigung beim Empfänger kommt. Wohl aber beim Spender, denn der hippelige Typ hat vielleicht eher Kreislaufprobleme bei der Spende als der entspannte.

Bei Deiner Frage kann ich die Blutspende, die Konserve und ihren Weg fast außer acht lassen. Anstelle von A würde ich keinen Kaffee mehr trinken, weil er diesem nicht bekommt. Anstelle von B würde ich mal weniger Kaffee trinken, damit er nicht in ein paar Jahren erst merkt, dass der viele Kaffee eigentlich auch nicht gut für ihn ist.

Zuletzt sei gesagt, dass Dein Job Dich wahrscheinlich nicht auslastet. ;-)

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Definitiv nicht! Wenn die gängigen Normalwerte nicht im grünen Bereich sind, und die Blutgruppe plus Rhesusfaktor auch nicht kompatibel sind, wird das Blut erst gar nicht zur Transfusion verwendet. Dein überdurchschnittlicher Kaffeekonsum spielt da absolut keine Rolle!

Hallo, Kaffee, Cola und Co. spielen keine Rolle, weil vor jeder Blutspende bei dir der Blutdruck gecheckt wird. Ist der ok, kannst du spenden. Koffein, Nikotin, aber auch andere "Rückstände" wie zB von bestimmten (!) Medikamenten kann man durchaus in Kauf nehmen, ohne den Empfänger-Patienten (m/w) zu gefährden. Eine inhaltliche Nachbehandlung des Blutes findet nicht statt, zumal ja dafür auch das geschlossene Beutelsystem geöffnet werden müsste. Das geht nicht zuletzt aus hygienischen Gründen garnicht!!! Deshalb: SCHENKE LEBEN, SPENDE BLUT BEIM ROTEN KREUZ! (Männer düürfen das übrigens alle 8 Wochen!)

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