Wird Europa immer unchristlicher?

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11 Antworten

Das Christentum ist nach vor wie vor in Europa verbreitet und hat seine Kultur maßgeblich geprägt. Die Kultur in Deutschland ist ohne das Christentum daher gar nicht wegzudenken.

Weiterhin ist festzustellen, dass viele freikirchliche Gemeinschaften sehr viel Zulauf erhalten, obwohl in der Regel nur die traditionellen Volkskirchen dafür ins Visier genommen werden. Viele freikirchliche Gemeinschaften haben ihren Ursprung in Amerika, dessen Wirken seit Ende des 19. Jahrhunderts bis nach Europa reicht.

Davon abgesehen ist ein Zurückdrängen des Christentums durch den Sozialismus/Kommunismus in der Zeit von 1945 bis 1989 in Osteuropa zu konstatieren. Ebenso sind in diesem Kontext das philosophische Wirken von Feuerbach, Marx und Nietzsche im 19. Jahrhundert zu nennen.

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Na was heißt denn da eigentlich unchristlicher? Das Ansammeln von schnödem Mammon steht doch im Prinzip im Zentrum der katholischen Kirche. Anders als die sogenannten christlichen Werte, welche ohnehin die humanistischen sind (und immer waren), und um welche man sich auch überhaupt keine Sorgen machen muss, denn die waren noch nie so verbreietet wie heute.

Der Glauben an fiktive Göttergestalten und die Einhaltung "deren" gestörter Regeln bezüglich beispielsweise der Sexualmoral hingegen ist glücklicherweise auf dem Rückmarsch.

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Kommt darauf an, was man als unchristlicher ansieht und wo man den Maßstab für (un)christlich setzt. Legt man den Maßstab dort an, wo Nächstenliebe, uneigennützige Hilfsbereitschaft und so weiter, was ja eigentlich Grundlagen wirklicher Christlichkeit sind, dann hat das in Europa immer nur, wenn überhaupt, lediglich im kleinen Rahmen funktioniert.

Geld und Macht haben schon weit länger die Wirtschaft auch in Europa beeinflusst, als es überhaupt das Christentum gegeben hat. Selbst in den entlegensten Winkeln Europas war dahingehend zumindest der Einfluss des römischen Reiches recht stark und es ist wohl kaum anzunehmen, dass es davor kein auch Währung basiertes Wirtschaftssystem in Europa gegeben hätte.

Heute ist mir aber wieder einmal an einem Beispiel besonders verdeutlicht worden, wie profitorientiert die heutige Wirtschaft ist. Ich wollte vor etwa einer Stunde das Mittelrohr und Endstück des Auspuffrohr meiner Simson S51 auswechseln, weil das Mittelrohr so schnell innerhalb des letzten halben Jahres gerostet ist, wie noch kein Simsonauspuff zuvor, den ich jemals an meinen Mopeds hatte. Beim Wollen ist es aber leider geblieben, weil ich feststellen musste, dass ich den Auspuff ums Verrecken nicht an den Krümmer ranbekommen habe. Vermutlich muss ich also auch einen neuen Krümmer kaufen. Anders ausgedrückt: Ein Teil hat ausgedient und deshalb muss die gesamte Baugruppe ausgewechselt werden. Was für eine Sauerei - und ich meine damit noch nicht einmal, dass meine Hände bei der Arbeit so schmutzig wurden, dass sie praktisch schwarz wie die Nacht waren. Wenn ich daran denke, dass ich bis zur Jahrtausendwende eine Simson hatte, deren Auspuff auch nach locker 15 Jahren nicht ein einziges Mal ausgewechselt werden musste, und daran nicht der geringste Rostansatz zu sehen war, dann würde ich meinen, dass in der Tat alles auf Konsum, Neukauf, Schnelllebigkeit und ähnliches ausgelegt ist.

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Dies wäre sehr zu hoffen. Es sind eher Aufklärung, Bildung und die Tatsache, dass antike Märchen heute nicht mehr benötigt werden um sich die Welt zu erklären. 

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Tja du lebst halt im 21.Jahrhundert in einem der Kapitalistischten Ländern der Welt, da ist das ganz normal ^^

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Kommentar von JamesLuton
11.04.2016, 18:54

Ich als bibeltreuen Christen leide ich unter diesen Tatsachen und bedaure es, im hier und jetzt leben zu müssen 

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Die Frage beinhaltet schon eine falsche Sichtweise.
Unchristlich oder atheistisch zu sein, heißt nicht, sich eine Ersatzreligion zu suchen.
Die dann auch ganz zufällig nur schlechte "Werte" als Inhalte/Ziele hat.

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Kommt drauf an. In der evangelischen Kirche sind die evangelikalen Hardliner jedenfalls auf dem Vormarsch. Eine Entwicklung, die die Welt nicht friedlicher machen wird.

Zu sagen, der Kapitalismus samt dem daraus entstehenden Konsumdenken habe die Religion ersetzt, halte ich für zu kurz gegriffen. Immerhin ist die protestantische Ethik in dem Punkt eine der treibenden Kräfte.


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Europa War auch im Mittelalter ziemlich unchristlich. Zwar wahnsinnig fromm und religiös und hörig , aber das hat nichts mit "christ sein" zu tun :-)

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Die ganze Welt wird gottloser (Mt.24,12).

Die Ursache dafür ist der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9), der durch seine "Weltkirche" (2.Kor.4,4) und andere "Religionen" regiert.

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Zum Glück gehen die Religionen zurück. Wurde auch endlich Zeit, dass die Menschen zwischen Dichtung und Wahrheit unterscheiden lernen.

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Kommentar von Garfield0001
11.04.2016, 19:00

richtig. aber was ist wahr? :-) nur weil du etwas für unsinnig hälst oder etwas nicht sichtbar ist, heißt es nicht dass es unwahr ist

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"Panta rhei." = Alles geht den Bach runter :)

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