Wird es Deutschland (und der Welt) nicht wirklich besser gehen, wenn Riesenkonzerne endlich mal Steuern zahlen würden?

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22 Antworten

Wird es Deutschland (und der Welt) nicht wirklich besser gehen, wenn Riesenkonzerne endlich mal Steuern zahlen würden?

Ja!

Die Pflicht angemessene Steuern zu zahlen, kann aber nicht durchgesetzt werden, da große, internationale Konzerne den entsprechenden Regierungen fast immer überlegen sind. Das Geschäftsmodells "Reiche zur Kasse" ist nicht umsonst politisch derart verpönt!

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Kommentar von Utopiosus
17.09.2016, 20:49

Na dann dafür lasst uns streiten :)

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Erst vor ein paar Tagen kam dazu eine Doku im TV (ZDF Info?)

Unter Margret Thatcher wurden für Reiche in GB die Steuern deutlich gesenkt. Ein Berater von Ronald Regan propagierte in dieser Zeit, dass Reiche, die Geld in die Hand bekommen ihr Geld vermehren wollen und daraus viele Arbeitsplätze machen und für Boom sorgen.

Jetzt wurde eine Bilanz dieser Politik gezogen: Die Zahlen sind eindeutig.
Unterm Strich gab es auch Wirtschaftswachstum. Aber wenn man die 2% Superreichenaus der Statistik nimmt sieht man, die Superreichen sind noch reicher geworden und die Armen noch ärmer. Der Mittelstand ist deutlich geschrumpft. Löhne liegen unter der Inflationsrate und die kleinen Menschen haben weniger Realeinkommen.

Im Gegenzug in Ländern wie Finnland (??) wo Extrembesteuerung der Reichen stattfindet ist aber kein höheres Wachstum zu finden wie bei Normalbesteuerung der Reichen.

Bei der Überprüfung der rückliegenden Zahlen zeigte sich, dass der
Mittelstand der Motor der Wirtschaft ist und Arbeitsplätze schafft.
Nicht die Superreichen! Somit macht deren Besteuerung durchaus Sinn. Es geht sogar so weit, dass viele Superreiche inzwischen eingesehen haben, dass sie dekadent reich sind und freiwillig mehr Steuern zahlen würden.

Leider steht aber die Gier dem im Wege. In vielen Ländern wie z. B. USA steht das $-Zeichen für Erfolg. Je mehr $ auf dem Konto sind, umso erfolgreicher fühlt sich der Geschäftsmann.

Dabei gibt es ganz klar eine feste Grenze/Summe, ab der man nicht mehr glücklicher werden kann mit Geld. Ab einem gewissen Punkt macht mehr Geld nicht mehr glücklich. Ich glaube die lag bei 61.000 €/netto im Jahr.

Wenn das nun die Dekadenten einsehen würden, dann gäbe es wieder in jedem Ort öffentliche Einrichtungen wie:  ein Schwimmbad, Leihbüchereien oder ein kostenfreies Bildungssystem. Die Kommunen könnten alles gut in Schuß halten und, und, und.... Das käme wiederum auch den Reichen zugute. Sie würden in einer schönen und zufriedenen Umwelt leben mit Menschen, die weniger Sorgen hätten. Aber die Geldgeilheit verklärt ihren Blick auf die Welt und sie begreifen es nicht. Daher muss man sie zwingen mit gerechten Steuern. Ohne Sonderregelungen oder Ausnahmen von der Ausnahme.

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Hallo Utopiosus!  :-)

Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen das tut, was ihm gefällt.
Robert Allen Zimmermann, alias Bob Dylan

Natürlich ginge es Deutschland dann besser, denn Geld wäre dann ja ausgeglichener verteilt und könnte umfangreicher eingesetzt werden. Denke schon, dass davon sogar die Reichen bzw. die Riesenkonzerne selbst profitieren würden.

Ob das nun über den Weg geht, dass Riesenkonzerne Steuern zahlen würden oder nicht, lass ich mal so dahingestellt.

Aber weltweit ginge es den Menschen besser, wäre Geld gleichmäßiger aufgeteilt, worum es doch eigentlich geht - oder?

Aber warum ist es denn so, wie es ist?:
unverhältnismäßig, ungerecht, ungleichmäßig, dem gesunden Menschenverstand unverständlich......?????

Aber lass uns auch meine Aussage anzweifeln und überlegen, ob dieser Gedankengang wirklich stimmt!
Wenn es allen in Deutschland in materieller Hinsicht besser ginge, indem sie alles schöner und ordentlicher haben, alles besser organisiert wäre.... usw., ginge es damit Deutschland wirklich besser?
Besser für was eigentlich?
Heißt das, dass es D jetzt mit all seinen Herausforderungen und Problemen schlecht geht?
Oder könnte man auch sagen, dass Herausforderungen und Probleme auch Vorteile für Menschen haben und gut für sie sind?
Was ist wirklich gut oder schlecht? Wer kann es mit Sicherheit sagen?
Kann es auch mal gut sein, wenn es einem Menschen schlecht geht, weil er daraufhin etwas lernt bis verändert?

Geld verdirbt nicht den Charakter, sondern macht nur einen verdorbenen Charakter sichtbar.
Martin Grassinger

Weiter bin ich ehrlich der Meinung, dass ein bedeutender Teil unserer Gehirnzellen dem Gesetz der Resonanz verpflichtet ist: Die sogenannten Spiegelneuronen stehen dafür, dass wir in Resonanz gehen, wo immer es sich ergibt. Kaum gähnt der Nachbar, gähnen wir auch schon, kaum schlägt er die Beine übereinander, tun wir es ihm nach.
Kleine Äffchen äffen ihre Eltern ebenso nach wie kleine Menschenkinder die ihren.
Wir ziehen immer dieselben Partner an mit denselben Problemen und Eigenschaften.

Auf diese Weise kommen ähnliche Dinge und Menschen zusammen und spiegeln sich im wahrsten Sinne des Wortes.

Und sagen will ich damit!!!!
Dass genau innerhalb dieser Tendenz Geld anderes Geld findet!
Und dass ich aufgrunddessen der Meinung bin, dass Betroffene dafür auch einen Teil Eigenverantwortung übernehmen sollten, damit es Deutschland künftig besser geht.  ;-)))

Der Volksmund würde sagen:
Das Gesetz der Serie.
Ein Unglück kommt selten allein.
Vom Regen in die Traufe kommen.

Jeder lebt in seiner Welt. Wer sie ändern will, muss sich ändern.

Also das sind so meine Ideen, die mir dazu einfallen.....  :-)
Schöne Zeit an dich!  :-)

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Seit wann die Herrschenden zur Kasse "gebeten"? Irreal das annehmen zu wollen.

Die Konzerne zahlen auch Steuern, jedoch viel zu geringe. Und dies wäre an sich notwendig:

  • Austrocknung der Steuerschlupflöcher
  • Beseitigung der Steueroasen
  • Einführung einer Vermögenssteuer
  • Wiedereinführung einer Börsenumsatzsteuer
  • Anhebung der Körperschaftssteuer
  • Erhöhung der Gewerbesteuer
  • Erhöhung der Kapitalertragssteuer
  • Erhöhung der Einkommenssteuer

Was genau wären dann die Folgen? Nun, es wäre mehr Geld im Staatshaushalt, er könnten so endlich wieder wirkliche soziale Leistungen an die Bevölkerung allgemein, an den notleidenden Teil insbesondere gewährt werden.

die Schere zwischen Arm und Reich würde sich so wieder mindern

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Nicht nur in Deutschland, das Problem besteht weltweit. Ja, du hast recht, die Steuerlast ist voellig ungeich aufgeteilt und auch das Argument, dass Megakonzerne Arbeitsplaetze schaffen, reicht nicht.

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Kommentar von Utopiosus
17.09.2016, 10:11

Die kürzeste beste Antwort bisher. :)

Ich freue mich über verschiedene und jegliche Länge, Qualität und Farbe eurer Antworten :)

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Sicher wäre das eine gute Idee. Werden sie aber nicht wollen. Und was große Konzerne wollen oder nicht wollen ist etwas anderes, als wenn Du und ich etwas wollen oder nicht wollen.

Staaten sind erpressbar ab einer gewissen Konzerngröße: "Wenn wir Steuern zahlen müssen können wir nicht investieren und/oder müssen Arbeitsplätze abbauen und/oder verlegen unsere Standorte." Das mag grob vereinfacht sein, aber ich denke es trifft den Kern der Sache.

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Kommentar von Utopiosus
17.09.2016, 09:42

Der europäische Zentralrat und die Wirtschaftsunion könnten Gesetze erlassen, von denen kein Politiker spricht. Ich finde das äußerst merkwürdig und kann das nicht verstehen.

Mit nur einem Prozent (1%) Steuern könnten die Megakonzerne nicht von "Schwund" sprechen.

Wir müssen bei dieser Diskussion die Kirche im Dorf lassen. Schließlich zahlen die Steuerzahler auch mehr als 1% Steuern. 

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Der Spruch mit den steuerzahlenden Unternehmen ist purer Aberglaube.

Kein Unternehmen zahlt Steuern, sondern die Steuern bezahlt immer nur der Endverbraucher, weil alles in die Verkaufspreise mit einkalkuliert ist. Unternehmen leiten lediglich die Gelder an den Fiksus weiter (oftmals aber auch nicht), die am Ende der Kette der Endverbraucher bezahlt.

Anders wäre es nur dann, wenn die Unternehmensgewinne durch staatliche Kontrolle limitiert wären. Aber auch das hätte sicher nur einen vorübergehenden Effekt, weil sich die Gesetzestreue fast aller Menschen vornehmlich danach ausrichtet, an welchen Stellen mit welchen Methoden bestehende Gesetze umgangen werden können.

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Die Steuermoral auch der Konzerne hat sich auf die bestehenden Level eingependelt.

Ein Zwang, mehr Steuern zu bezahlen bzw. auf Tricksereien zu verzichten würde das bestehende Gleichgewicht stören, diverse Verschiebungen auf dem Finanzmarkt bewirken und sich nach einiger Zeit wieder auf neue Level einpendeln.

Das Ergebnis wäre, daß alle Endverbraucher mehr bezahlen müßten, nämlich mindestens den Betrag mehr, der dann an zusätzlichen Steuen an den Fiskus abfließt (weil im Endverkaufspreis mit einberechnett).

Unter dem Strich würde sich deshalb nichts ändern, außer vielleicht, daß die Inflationsrate steigt.

Das Problem sind nicht die Steuern oder deren Verteilung, sondern nur das komplette Verkennen der Tatsache, daß das Volk bzw. dessen Arbeitskraft die potentielle Beute der WIrtschaft und der Politik ist, was dann zwangsläufig die Folgen hat, wie wir sie erleben.

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Kommentar von Utopiosus
17.09.2016, 20:52

Warum tut dann keiner was dagegen? Ich verstehe zudem nicht, wie diejenigen, die keine Steuern zahlen ein Großteil oder die reichsten der Reichen sind. ... und die Inflation die pendelt sich schon wieder ein, wenn die ganzen Schacherer dem Geld einen freieren Lauf in die Systeme der sozialpolitischen Kassen Deutschlands ebnen. :)

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Die Firmen hinterziehen keine Steuer, sondern nutzen vorhandene Gesetze aus. Da diese Gesetze der Gesetzgeber macht, ist das Steuervermeidungsgebaren der Firmen sogar gewollt.

Also nicht schimpfen, sondern handeln. Bei der nächsten Bundestagswahl 2017, den etablierten Parteien die Quittung für ihr Handeln geben. Der Hauptsünder in diese Frage ist in der ehemaligen Regierung Schröder zu suchen aber Merkel hat diese Fehler nie korrigieren wollen.

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Kommentar von Utopiosus
17.09.2016, 10:19

1. Doch tun sie, ich habe ein paar Posts vorher ein Dutzend (gute) Quellen u.a. vom BdSt angelegt, deshalb diskutiere ich da keine Nein-Doch-Diskussion.

2. Wählen ist wirklich nötig, aber der Einfluss von Bürger - Partei - - Dt. Bundestag - Bundesklanzler(in) - Minister - Gesetze und damit Steuern ist sehr gering.

3. Schröder ist ein Beispiel von zu vielen um es alleine da stehen zu lassen.

4. Jeder der meint es geht im schlecht, sollte wählen gehen richtig. Wo ist der Bezug zum Kern der Frage?

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Natürlich ginge es Deutschland und der Welt besser!

Die Steuerlast müsste nicht mehr alleine vom Mittelstand getragen werden. Viele notwendige Investitionen (z. B. Straßensanierung) könnten endlich mal gemacht werden etc.

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Kommentar von Utopiosus
17.09.2016, 09:46

Dankeschön für die erste Antwort die gefühlt mehr in meine Richtung geht. Ich will nicht damit sagen, dass die bisherigen Antworten mich nicht zufrieden stellen, aber genau um das ging es. 

Könnte es Deutschland besser gehen wenn, ...

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Dann fängt sofort das Gejammer an, dass das Ganze nicht mehr wirtschaftlich ist. Das Jobs abgebaut werden müssen und die Preise erhöht werden müssen. Und man wird nach Produktionsstätten suchen, die noch billiger sind. 

Der Verbraucher wird die Zeche zahlen, wie immer. 

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Kommentar von Utopiosus
17.09.2016, 09:45

Und warum jammert der Steuerzahler nicht über seine 68%? Wir können das doch auch. Sicherlich haben diese Leute Zusatzkosten, die hat der Steuerzahler aber auch!

AV, KV, RV, Kirchensteuer und und und.. genaugenommen ergibt das Gesetz, dass outgesourcte Firmen sich ihren Steuersatz in ihrem Land selber setzen können, für mich keinen Sinn. 

Nachsatz: Ich kann nachvollziehen was du meinst, aber verstehen in Bezug auf meine Frage kann ich das nicht.

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Du hast genau das Richtige angesprochen. Natürlich ist das nicht in Ordnung.
Politiker, die dieses durch Gesetzgebung ermöglichen, profitieren davon. Es gibt eine Menge Lobbyisten in jeder Regierung. Da wird sich wahrscheinlich so schnell auch nichts daran ändern.

LG Lazarius.

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Kommentar von Utopiosus
17.09.2016, 11:18

In einem inoffiziellen Bericht von einem Bundestagsabgeordneten stand, dass pro Abgeordnetem angeblich zwei Lobby- und Interessensvertreter kommen.

Heraus kam dies wohl, nachdem sich jemand über die Beuscherzahlen erkundigt hatte, ich suche die Quelle mal, dan kann man da nachlesen.

Aber danke für die Antwort. :)

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Die Steuern sind echt nicht das Problem.

Die wahre Macht dieser Riesenkonzerne liegt auf ganz anderem Gebiet. Und die ist gefährlich. Daher gehören Konzerne ab einer gewissen Größe nachhaltig zerschlagen.

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Kommentar von Utopiosus
17.09.2016, 10:14

Es geht nicht darum ob die Steuern das Problem sind. Radikalisierungen sind unangebracht. Es geht um Gerechtigkeit nud Verhältnismäßigkeit:

Bürger/Steuerzahler = 68%

versus

Facebook, Starbucks, ... = 0%

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Nein.

Es würde niemandem besser gehen. Deine Prämisse ist schlicht falsch. Selbstverständlich zahlen auch internationale Konzerne Steuern, wenn sie in Deutschland agieren.

Um aber eine Doppelbesteuerung zu vermeiden, werden im Rahmen von internationalen Abkommen bestimmte Steuern aber nicht doppelt erhoben.

Ich bin nun auch kein Steuerexperte, aber der wiki-Artikel hilft da erstmal weiter und verdeutlicht sofort, dass eben deine Pprämisse falsch ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmensbesteuerung

Natürlich ist ein mit niedrigen Steuersätzen geführter Wettbewerb um Wirtschaftsstandorte problematisch. Daher braucht man verbindliche internationale Regeln für diesen Wettbewerb und das verstopfen von Steuerschlupflöchern.

Nur wäre es albern zu glauben, man könne hier mit nationaler Großfressigkeit irgendjemanden beeindrucken, geschweige denn wirklich etwas zum positiven wenden.

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Kommentar von Utopiosus
17.09.2016, 10:37

Widerspruch 1.

Natürlich ist ein mit niedrigen Steuersätzen geführter Wettbewerb um Wirtschaftsstandorte problematisch.

Genau darum geht es, um die niedrigen Steuersätzen die über den Fiskus die Beitrage für die Länder und Kommunen in den entsprechenden Kassen gehen (Soziales, Ökologie, Verkehr, ...)

Und mein logischer Schluss und Kern meiner Aussage (Prämisse) kann somit schlecht falsch sein.

Eine Doppelbesteuerung findet nicht statt wenn ein Konzern keine Steuern zahlt. Gehst Du davon aus, dass die Konzerne um die es geht. Dafür stehen die Zahlen in den Berichten.

Daher braucht man verbindliche internationale Regeln für diesen Wettbewerb und das verstopfen von Steuerschlupflöchern.

Je und genau darum geht es. Um Schlupflöcher hinter denen sich die großen Konzerne verstecken und decken.

Du unterstellst mir ich würde mit deinem neologistisch-angehauchten terminus technicus jemanden Beeindrucken? Dann hast du weder den hermeneutischen, den altruistischen sowie den katharsysischen Effekt - den meine Frage haben könnte, was du nicht weißt weil du ein Mensch und mich nicht kennst - verstanden.

Es ist auch nicht albern, wenn man eine Frage stellt die zur Verbesserung der Welt dienen könnte, was ich nicht angestrebt habe. Mit Nationalismus hat das auch sehr wenig zu tun. Daher:

Widerspruch 2.

Ich empfinde deinen Antwortversuch als arrogant, nicht verifizierbar, unfreundlich und nicht hilfreich.

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Kommentar von Karl37
17.09.2016, 18:37

Hier liegst du etwas falsch. Die Kapitalgesellschaften zahlen in Deutschland als wesentlich Steuer die Gewerbesteuer zu Gunsten der Kommunen. Diese Gewerbesteuer ist ertragsabhängig und kann man klein rechnen, indem man Gewinne getarnt als Lizenzgebühren, Namensrechte usw. in Steueroasen exportiert.

Die übrigen Steuern der Gesellschaften fallen beim Besitzer als direkte ESt oder als KES an. Das ist hier aber nicht das Thema.

Wenn Firmen wie AMAZON, IKEA usw. ihre Gewinne in Briefkastenfirmen exportieren, so verkleinert sich das Gewerbesteueraufkommen an den Standorten. Damit ist jeder Bürger direkt betroffen

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Deutschland ist im Vergleich zu anderen Ländern ein teurer Standort. Neben Grundsteuer, fallen Energiekosten und Lohnnebenkosten an (und was weiß ich nicht noch alles).
In einer Firma in einem anderen Land kann weit günstiger produziert werden. Damit Du und Deine Artgenossen aber auch was zu tun haben, werden Firmen bewusst mit Steuererleichterungen gesegnet, da sie Arbeitsplätze schaffen, die ja wiederum auch wieder Steuern einspeisen

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Kommentar von Karl37
17.09.2016, 10:05

Das hat mit dem angegeben Problem nichts zu tun. Das Problem sind die Firmen, die ihre Gewinne z.B. in Deutschland erwirtschaften aber hier nicht versteuern sondern bei einer Briefkastenfirma in Luxemburg oder Irland. Die vorhandenen Gesetze erlauben das, deshalb ist das legal aber trotzdem verwerflich.

Das ganze läuft so ab, die Tochter in Deutschland muss hohe Gebühren für die Namensrechte an die Briefkastenfirma in Irland zahlen oder die Briefkastenfirma in Luxemburg vergibt hohe Kredite an die Tochter in Deutschland und muss exorbitante Zinsen zahlen. So geschieht der Gewinntransfer bei IKEA, AMAZON, APPLE usw.

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Kommentar von Wiesel1978
17.09.2016, 10:12

Das Problem ist auch den oberen 10Tausend sicherlich bekannt, aber da springt auch wieder das Argument Arbeitsplätze ein. Müssten sie es hier versteuern, bestünde die Möglichkeit, dass sie das Weite suchen -.-

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Kommentar von Utopiosus
17.09.2016, 10:12

Starbucks 0%, Apple 0-3% je nach Laune, Pfizer 0% ...

Steuererleichterungen?

Und selbst wenn einige ein bißchen zahlen, geht es hier um den Kern der Frage:

Verhältnismäßigkeit

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Kommentar von Wiesel1978
17.09.2016, 10:20

Dann schauen wir uns das Verhältnis einmal an. Du schaffst wieviele Arbeitsplätze für Menschen, die dann Steuern zahlen (auch MwSt und andere Luxussteuern)???
Wieviele Arbeitsplätze schaffen solche große Firmen?
Verhältnismäßig spielt die große Firma dem deutschen Staat Milliarden in die Kassen und Du nur einen Bruchteil?
P.S. Im Grunde find ich es aber auch blöde, dass so etwas praktiziert wird

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JA NATÜRLICH!   -   Aber auch Großkonzerne würden langfristig von mehr Steuergerechtigkeit profitieren! Die Staaten hätten durch das höhere Steueraufkommen (auch von Konzernen) mehr Spielraum für das Senken der Lohnnebenkosten!

Dadurch hätte die "Breite Masse" mehr Geld zum Konsumieren, was wieder der Wirtschaft und auch den Konzernen zugute käme!

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Besonders makaber und grotesk am Fall "Apple" ist, dass Irland vor einigen Jahren viel Geld von der EU für die Rettung ihrer Pleite-Banken bekam und jetzt nicht nur gegen die Steuernachzahlung (13 Milliarden) ist - sondern auch dagegen Klage erhebt!

Irland klagt gegen Apple-Steuernachzahlung  (2.9.2016)

Quelle:  http://derstandard.at/2000043728024/EU-Kommission-warnt-weitere-Konzerne-wegen-Steuertricks-in-Irland

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Arbeiter und Angestellte können sich gegen das "Steuerdiktat" nicht wehren! Die Steuer wird ihnen bei der Lohn/Gehaltsauszahlung abgezogen!

Großkonzerne haben ganze "Steuervermeidungs-Abteilungen"! Um jedes noch so kleine "Schlupfloch" zu finden, dass durch Bestimmungen und Gesetze nicht abgedeckt ist!

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Internationale Konzerne verschieben ihre Gewinne gerne dorthin, wo die Steuern am niedrigsten sind. Damit soll künftig Schluss sein.

Quelle: https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/07/2016-07-12-versteuerung-internationaler-konzerne-mehr-gerechtigkeit-und-transparenz.html

Damit soll künftig Schluss sein.  -   Bleibt die Frage, warum war das überhaupt solange möglich? Wenn es Steuerlücken bei Arbeitern und Angestellten gibt, werden sie sofort geschlossen! 

Die "Gewinnverschiebungen der Großkonzerne" um der Steuer zu entgehen, ist schon so lange bekannt und auch jetzt noch legal und geduldet!

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62 Superreiche besitzen so viel wie die halbe Welt! (200 waren es vor einem Jahr)

Die Untersuchung zeigt, dass die 62 Hyperreichen einen gewaltigen Wohlstandszuwachs von einer halben Billion Dollar verbuchen konnte. 

Jedoch sei das Vermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung in den vergangenen fünf Jahren um rund eine Billion US-Dollar geschrumpft – 

obwohl die Bevölkerung in dieser Zeit erheblich zugenommen habe. Sie verloren in der Krise ihre Häuser, ihre Ersparnisse oder ihre Jobs.

Quelle:  http://www.handelsblatt.com/politik/international/milliardaere-62-superreiche-besitzen-so-viel-wie-die-halbe-welt/12843190.html

Soziale Ungleichheit nimmt weltweit immer schneller zu.

Quelle:  http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oxfam-62-superreiche-besitzen-so-viel-wie-die-halbe-welt-a-1072453.html

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Die Schere zwischen ARM und REICH geht immer weiter auf! 

Auch im "reichen" Deutschland! Einerseits ...

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Deutschland wird immer mehr zum Land der Millionäre 

Quelle: http://www.derwesten.de/wirtschaft/deutschland-wird-immer-mehr-zum-land-der-millionaere-id11946803.html

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Andererseits ...

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Mehr arme Kinder im reichen Deutschland 

Quelle:  http://www.dw.com/de/mehr-arme-kinder-im-reichen-deutschland/a-19540485

Ungleichheit in Deutschland größer als bislang bekannt 

Quelle:  http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article207837987/Ungleichheit-in-Deutschland-groesser-als-bislang-bekannt.html

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Auch Konzerne zahlen Steuern!

Aber es gibt immer wieder Länder, die es Konzernen ermöglichen eine äußerst niedrige Steuerlast zu zahlen.

Z. B. Luxemburg: Man gewährt den Konzernen den Sitz der Gesellschaft. Aus dem übrigen Gebiet der EU saugt dann die Muttergesellschaft die Gewinne ihrer Töchter ab, um sie für eine Minimalsteuer in Luxemburg zu versteuern.

Jeder verdient prächtig, mit Ausnahme der EU Staaten, die in die Röhre gucken. Die Konzerne freut sowas natürlich.

Hallo Herr Junker, wann werden Sie endgültig zur Verantwortung gezogen und leisten Schadenersatz?

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Kommentar von Utopiosus
17.09.2016, 10:41

Es ging in meiner Frage um die wiederholte Tatsache, dass die größten Konzerne mit zwei bis dreistelligen Milliardenbeträgen per anum keine Steuern zahlen. Nicht dass alle Konzerne keine Steuern zahlen - das ist natürlich Schwachsinn und steht in keinem Wort in meiner Frage beschrieben. :)

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Nein, zum einen zahlen sie Steuern und zum anderen würden dann Politiker darüber entscheiden, was mit dem Geld passieren würde - und das war noch nie eine gute Idee (wirf nur mal einen Blick in den Jahresbericht vom Bund der Steuerzahler).

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Kommentar von Realisti
17.09.2016, 10:02

Da würde es ja schon deutlich was helfen, nicht immer den Politiker wählen, den schon Opa und Vati gewählt haben oder weil ein C im Namen steht. Es hilft auch nicht den Lautesten zu wählen und es schadet auch nicht die Biografien der zu Wählenden mal zu checken.

Aber um ein Parteiprogramm zu studieren oder sich aktiv mit den Volksvertretern außeinander zusetzen muss man sich Mühe geben. Da fällt meckern deutlich leichter.

Da hilft nur eines. Man/frau muss sich aktiv einmischen und schon in der Planungsphase den Mund aufmachen. Aber das fällt vielen Menschen noch schwer.

Politiker kochen auch nur mit Wasser.

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Kommentar von Utopiosus
17.09.2016, 10:06
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alle konzerne bieten menschen arbeit

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Geringe Steuern bedeuten besseres Wirtschaftswachstum und davon profitieren wir alle.

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Kommentar von Utopiosus
17.09.2016, 09:39

Geringe Steuern sind gut für das Wirtschaftswachstum ja, aber 0,005 % sind erstens sehr viel weniger als "gering" und tut der freien Marktwirtschaft mal überhaupt nicht gut.

Gerade die Größten der großen täten über unsere Forderungen von realistischen Steuern nur bauchhaltenderweise lachen.

Wenn es nur noch eine Bezugskraft ist erzeugt man wirtschaftliche Radikalität und begünstigt damit Monopolstellungen. Davon haben Kleine- und Mittelständige Unternehmen garnichts.

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