Wird erzieltes Einkommen auch rückwirkend auf Hilfe zum Lebensunterhalt angerechnet?

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2 Antworten

Einkommen darf erst ab Zuflussmonat angerechnet werden,ist das in dem Monat nicht mehr möglich,weil die Leistung schon ausgezahlt wurde,wird es ab Folgemonat angerechnet,rückwirkend ist eine Anrechnung bei Erwerbseinkommen nicht möglich !

Das darf nur bei Einkommen gemacht werden,das sich zum Beispiel auf eine Rentennachzahlung bezieht,weil dann das Sozialamt nur in Vorleistung gegangen ist und dir für diese Zeit ja normalerweise eine Rentenzahlung zugestanden hätte und somit eine Überzahlung eingetreten sein würde.

Dann könnte das Sozialamt bei der RV - einen Erstattungsantrag stellen und sich die Vorleistung zurück holen.

Handelt es sich also um Erwerbseinkommen,hast du derzeit max.196 € Freibetrag darauf,was dir nicht auf deine Leistungen angerechnet würde. Es sind 30 % von deinem Erwerbseinkommen,was dir bleiben würde,aber nicht mehr als diese derzeit 196 €,das ist die Hälfte des derzeitigen vollen Regelsatzes von 391 €.

Dir würde dann vorher noch eine Pauschale von etwas über 5 € für Fahrkosten abgezogen,zusätzlich zu deinen 30 %,liegt der Aufwand tatsächlich höher,ist das dementsprechend nachzuweisen.

Grundsätzlich gilt das Zuflussprinzip. In dem Monat in dem man über dieses Geld verfügen kann, wird es gegen die Sozialleistung verrechnet.

es sei denn, die Sozialbehörde ist nur vorschussweise eingetreten. Dann wird natürlich auch rückwirkend verrechnet.

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