Wird Erdogan Europa in einen neuen Krieg stürzen?

14 Antworten

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Er kann regieren, weil die deutliche Mehrheit der Türken sich immer wieder hinter ihn stellt. Unter den Türken in Deutschland hat sein undemokratischer Kurs noch mehr Anhänger als prozentual in der Türkei. Jede Wahl gibt ihm das Gefühl, dass sein islamistischer, groß-osmanischer Kurs unterstützt wird. 

Erdogan ist ganz offen, Er zitierte zustimmend ein Gedicht, in dem es heißt: 

"Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten". 

Es ist  das Versagen der Regierung Merkel-Gabriel, sich von Erdogan abhängig gemacht zu haben und beide Augen zuzudrücken, wenn er Menschenrechte abbaut. 

Wer genau hat Merkel-Gabriel zu diesem Teufelspakt gezwungen? Die Wutbürger Europas, nur, um Ihnen hinterher genau das vorzuwerfen.

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@Dummie42

Die Merkel-Kritiker fordern eine europäische und deutsche Grenzsicherung, Transferzentren, Asylantrag von Nordafrika aus und Abbau der üppigen Geldzahlungen an Asylanten, was diese ja erst anlockt. 

Selbst die Regierung hat im Frühjahr geplant, Geldzahlungen durch Sachleistungen zu ersetzen, was sofort das Ende der Masseneinwanderung bedeuten würde, was sie aber nicht umsetzt. Dafür zieht sie den "Teufelspakt" vor, gegen den Protest der Kritiker. 

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@Dummie42

Gezwungen hat sie dazu eher die Uneinigkeit der EU in der Frage mit der Handhabung der Flüchtlinge, und die katastrophale Generaleinladung an Flüchtlinge bei gleichzeitigem Versagen, rechtzeitig die innere Gesetzeslage anzupassen.

Der Flüchtlingspakt wurde verhandelt bzw. beschlossen vor den Landtagswahlen 2016, Brexit (und US-Wahl). Denn persönlich glaube ich, daß erst seit den politischen Erfolgen der "Wutruck" in der westlichen Bevölkerung ernstgenommen wird.

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Merkel Gabriel wieso tun die nichts?

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Die Möglichkeit eines Krieges ist zur Zeit relativ hoch, um nicht zu sagen:

wir haben 5 vor 12.

Was unsere Politik hier in Deutschland überhaupt nicht in den Medien kommuniziert,

Erdogan zweifelt seit August diesen Jahres die Grenzvereinbarungen von 1923 an, und beansprucht offen Teile von Griechenland.

Dazu gehören zum Beispiel die Inseln Kos, Rhodos, Lesbos, Chios u.s.w..

Dies sind europäische Außengrenzen.

Es ist mir in dem Zusammenhang auch vollkommen schleierhaft, wie man mit einem Staat über einen EU-Beitritt verhandeln kann, der die Grenzen der EU und ihrer Mitgliedsstaaten nicht akzeptiert, und zudem geltendes Staatsrecht anzweifelt.

Aufgrund dessen, dass die Politiker Europas Erdogan und der Türkei anscheinend so ziemlich alles durchgehen lassen, und zudem statt Reaktionen, lieber Relativierungen und Verheimlichungen an den Tag legen, wird Erdogan in seinen Träumen als Sultan des neuen osmanischen Reiches beflügelt.

"Was unsere Politik hier in Deutschland überhaupt nicht in den Medien kommuniziert"

Das stimmt ja nun überhaupt nicht. Diese neuerliche Äußerung wurde in der "Lügenpresse" sehr wohl kommuniziert. Ich habe es jedenfalls das erste Mal auf dem Weg zur Arbeit auf Deutschlandfunk gehört. Ich habe es auf SPON und auf ZON gelesen.

Allerdings werden seine Großmachtsphantasien vom neuen Osmanischen Reich schon seit bald 10 Jahren diskutiert.


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@Dummie42

Ähnliches gilt für den Iran, wo die Ayatollahs von einem neuen persischen Großreich träumen.

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Der Sultan will sicherlich keinen Krieg in Europa, doch erpressen das schon, um so Bedingungen für einen EU-Zugang zu bekommen und noch Einiges mehr zu erzwingen im außenpolitischen Bereich, ggf. den Griechen ein paar Inseln wegnehmen, das allerdings ist ihm zuzutrauen, schließlich träumt er ja von einem Wiedererwachen des Osmanischen Reiches.

Es war ein großer Fehler von Frau Merkel diesen schäbigen Kuhhandel mit diesem Antidemokraten in Istanbul abzuschließen. Nun kann der Sultan ständig damit drohen, die Schleusen zu öffnen und den Flüchtlingsstrom nach Deutschland so zu lenken.

Es ist ne ganz miese Tour der Bundesregierung sich gegen Flüchtlingsobergrenzen auszusprechen, imgleichen Atemzug aber froh sein, dass die Türkei diese Arbeit für sie abnimmt. Erbärmlicher und heuchlerischer geht`s nimmer ihr lieben Christdemokraten.


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