Wird Einkommen aus Aushilfsjob eines 14-jährigen schulpflichtigen Kindes auf den Unterhalt angerechnet?

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5 Antworten

Da dein Kind noch die Schule besucht ist es nicht verpflichtet einer Beschäftigung nachzugehen,deshalb dürfte ein Zuverdienst welcher nur das Taschengeld aufbessert gar nicht angerechnet werden !

Es käme also auf die Höhe des Einkommens und die Dauer der Beschäftigung an,wenn es nur ein Ferienjob wäre darf gar nichts angerechnet werden,ganz egal wie viel das Kind verdienen würde.

Nur wenn die Beschäftigung dauerhaft wäre und der Verdienst über einem angemessenen Taschengeld liegen würde könnte gerichtlich eine Anrechnung dieses Einkommens auf den Unterhalt beantragt werden,einfach mal so Kürzen ginge also nicht.

Angenommen das Kind würde dauerhaft 400 € pro Monat verdienen,dann könnte es erst mal min. 50 € für evtl.entstehende Aufwendungen durch die Beschäftigung abziehen,würden diese nicht ausreichen müssten die tatsächlichen Kosten nachgewiesen werden,sollen sie berücksichtigt werden.

Es würden dann angenommen noch 350 € bleiben und davon dürften dann max. 50 % angerechnet werden,also dann etwa 175 €,dass aber nicht nur auf den Barunterhalt des Vaters,sondern auch auf deinen Naturalunterhalt den du leistest,denn dieser wird bei minderjährigen Kindern die im Haushalt eines Elternteils leben dem Barunterhalt des außerhalb des Haushalt lebenden Elternteils gleichgesetzt.

Dann dürfte also beim Barunterhalt in diesem Beispiel max. ca. 88 € angerechnet werden,aber wie gesagt müsste dieser Anrechnung gerichtlich erst zugestimmt werden.

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Kommentar von vwzicke64
23.09.2016, 13:09

Bei einem minderjährigen Schüler wird gar nichts angerechnet

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Wenn sich ein Schüler ein Taschengeld zuverdient, ersetzt das nicht die Unterhaltspflicht der Eltern.

Es könnte anders sein, wenn er als Filmschauspieler oder Popmusiker ein kleines Vermögen verdient.

Wo die Grenzen liegen, fragst Du besser einen Juristen - ich gehe davon aus, dass das keine Rolle spielt, solange das erzielte Einkommen nicht steuerpflichtig ist.

Erlauben oder verbieten kann den Nebenjob nur der Elternteil, der das Sorgerecht hat.

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Es wird gar nichts angerechnet

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Das kommt auf die Höhe des Einkommens des Kindes und des Vaters an.

Bei nur geringen Einkommen, das lediglich das Taschengeld aufbessert, wird nichts angerechnet, sofern der Vater nicht in wirtschaftlich engen Verhältnissen lebt. Die Betrachung ist dabei in der Regel jahresweise vorzunhemen.

Bei höheren Einkommen ist wie folgt zu rechnen. Es sind die Werbungskosten abzuziehen, hierbei ist von mind. 50€/ Monat auszugehen. Da es sich um eine Überobligatorische Tätigkeit handel, wird nur ein Teil also 1/3 bis 1/2 auf den Bedarf angerechnet, und zwar sowohl auf den Betreuungsbedarf als auch auf den Barbedarf.  Heißt für den Vater wird dann 1/4 angerechnet. Beträgt der Verdienst im Schnitt 450€/Monat wäre wohl so um die 100€ auf den Bedarf anzurechnen.

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Nein, bei Minderjährigen nicht!

Ab Volljährigkeit sieht es anders aus!

Alles Gute

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