Wird ein zweckgebundenes Darlehen zur Tilgung von Schulden vom Jobcenter als Einkommen angerechnet?

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4 Antworten

Ein Dalehen wird nicht als Einkommen angerechnet - bei einem Bankdarlehen ist das überhaupt kein Problem; bei privaten Darlehen sind die Nachweispflichten höher, damit es nicht als Schenkung angesehen wird.

Daher sollte bei Privatdarlehen ein schriftlicher Darlehensvertrag abgeschlossen werden, wie er mit Fremden üblich ist.

D. h. es müssen angemessene Zinsen und eine Rückzahlung vereinbart werden; sollte die Rückzahlung in Raten möglich sein, müssen sie auch tatsächlich regelmäßig bezahlt werden.

Ein Darlehen kann ja kein Einkommen sein.

Fragt sich nur wer einem AlG 2 Empfänger ein Darlehen gibt.

Was für eine EXPERTENANTWORT :D

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@Angel941

"DerHans" hat das richtig beantwortet

In Deinem Link geht es um eine PRIVATE Schenkung, weil kein Darlehensvertrag vorlag.

Ein Bankkredit ist auf keinen Fall anrechenbar; wenn sich privat Geld geliehen wird, dann sollte ein Darlehensvertrag mit den Konditionen abgeschlossen werden, wie er unter Fremden üblich wäre; dazu gehört auch, daß die regelmäßige Rückzahlung des Darlehens bei Ratenvereinbarung auch tatsächlich erfolgt.

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@DerSchopenhauer

Genau das bedeutet meine Antwort. Ein offizielles Darlehen wird ein AlG 2 Empfänger gar nicht bekommen.

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Zweckgebunden oder nicht, das Darlehen wird als Zufluss gewertet. Das ist natürlich auch völlig in Ordnung, du sollst jegliches Geldeinkommen zur Deckung deiner Lebenshaltungskosten und nicht zur Tilgung von Darlehen aufwenden. Wenn du nicht zahlen kannst, da im Harz IV Bezug, müssen die Gläubiger eben warten.

Wenn es eindeutig ein Darlehen ist, mit Vertrag und festen Rückzahlungsraten, dann darf es nicht als Einkommen angerechnet werden. Du musst dies dem Jobcenter aber nachweisen (auch die Rückzahlungsraten).

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