Wird ein neues Kind aus einer neuen Beziehung des Unterhaltspflichtigen für die Berechnung des Kindesunterhalt aus einer früheren Beziehung berücksichtigt?

7 Antworten

Ja. Beide minderjährigen Kinder stehen im Rang gleich und sind gleichermaßen zu berücksichtigen.  Bei einen bestehenden Titel muß natürlich eine Neuberechnung verlangt werden.

Oder ist es wirklich so, das der Unterhaltspflichtige zusammen mit
neuer Partnerin dem neuen Kind beide Barunterhalts- sowie auch
Betreuungsunterhaltspflichtig sind, sodass bei einer Neuberechnung das
neue Kind nicht mit 105% sondern nur mit 50% berücksichtigt wird. 

Wenn die neue Mutter und der Vater jeweils halbtags arbeiten gleich viel verdienen und das Kind im Verhältnis 50/50 gemeinsam betreuen, wäre die Rechnung so durchaus möglich. Das ist aber ehrlich gesagt eine etwas untypische Situation.

Arbeitet der Vater hingegen Vollzeit, ist bei beiden Kindern von einer alleinigen Barunterhaltspflicht auszugehen.

Im Mangelfall, also wenn bei Gewährung des Mindestunterhalts beider Kinder der Selbstbehalt unterschritten würde, wird die Leistungsfähgikeit also bereinigtes Einkommen - Selbstbehalt im Verhältnis der Einsätzbeträge, d.h. der Zahlbeträge nach Abzug des hälftigen Kindergelden verteilt.

Ich habe schon in vielen Foren gelesen das die Berechnung des Unterhaltspflichtigen und neue Partnerin 50/50 grundsätzlich so aussieht. Deswegen bin ich verwirrt. Es arbeiten beide Vollzeit, der Unterhaltspflichtige in 3 Schichtsystem einschließlich Samstag und Sonntag. Er hat einmal im Monat ein ganzes WE frei und neue Partnerin arbeitet auch Vollzeit in einer normalen Tagschicht. Das gemeinsame Kind geht Volltags in die Krippe. Im Moment zahlt er nach altem Titel (seitdem Jahr 2010) 291 Euro für sein 6 jährigen Sohn. Der Titel wurde seit dem nie neuberrechnet, obwohl es zwischenzeitlich schonmindestens 3 Unterhaltserhöhungen gab. Hat da einer vielleicht Erfahrung, ob das neue Kind laut jetziger Tabelle den vollen Satz für Lohngruppe 1, Altersstufe 1-5 berechnet wird? Das wären glaube ich derzeit 251 Euro. Der Unterhaltspflichtige wurde außerdem im Jahre 2010 die Unterhaltszahlungen für Lohngruppe 2 angerechnet (Einkommen 1501 - 1900 Euro) Er verdient ein Durchschnittlich 1600 Euro netto. Aber vor Berechnung wurde das Nettoeinkommen nicht bereinigt. Ich glaube ja ehr das er nach Bereinigung in die Lohngruppe 1 fallen würde und das wäre denn der Mindestunterhalt. Wer hat damit Erfahrung? Vielen lieben Dank schon mal

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Also wenn der Unterhaltsanspruch gerichtlich festgesetzt ist, ändert sich da von selber erst mal gar nix.
Der Unterhaltspflichtige kann das aber natürlich beantragen.

Eine weitere Unterhaltspflicht dem neuen Kind gegenüber senkt natürlich das insgesamt verfügbare Einkommen und wirkt sich somit möglicherweise auch auf den Unterhalt anderer Kinder aus.

Der Unterhaltspflichtige hat eine JA Urkunde, also Titel und wurde mit 105 % eingestuft. Nun ist es so, das noch ein neues Kind aus neuer Beziehung (nicht verheiratet) dazu gekommen ist. Wird dieses Kind auch mit dem gleichen Satz berücksichtigt, wenn wir eine Neuberechnung veranlassen sollten? Oder ist es wirklich so, das der Unterhaltspflichtige zusammen mit neuer Partnerin dem neuen Kind beide Barunterhalts- sowie auch Betreuungsunterhaltspflichtig sind, sodass bei einer Neuberechnung das neue Kind nicht mit 105% sondern nur mit 50% berücksichtigt wird. Das neue Kind lebt mit im Haushalt des Unterhaltspflichtigen und neuer Partnerin.

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