Wird ein geistig Behinderter bestraft wenn er eine Straftat begeht und wird einer mit Tourette angeklagt wenn er jemanden beleidigt?

5 Antworten

Wenn die geistige Behinderung zuläßt, das er schuldhaftes Handeln als solches erkennen kann, wird er sehr wohl bestraft.

Klar kann jemand mit einem Tourette-Syndrom wegen Beleidigung angezeigt werden. Ob es dann zur Strafverfolgung oder sogar zu einer Anklage kommt, entscheidet die Staatsanwaltschaft im Einzelfall.

Gibt darauf keine pauschalen Antworten, kommt auf den Einzelfall an.
Aber generell kann man sagen, dass bei Menschen mit Geistiger behinderung gerne mal ein Verfahren eingestellt wird. Weil der Betroffene das alles gar nicht Begreifen/Erfassen kann.

Kommt darauf an ob der geistig Behinderte trotz der Behinderung die nötige geistige Reife hat um sich seiner Tat bewusst zu sein und das diese eine Straftat ist.

Jemand der Tourette hat und jemand absichtlich beleidigt und es ihm nachgewiesen werden kann, wird natürlich auch entsprechend des Strafmaß behandelt.

Nach § 20 StGB handelt ohne Schuld, „wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewußtseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.

Wenn er nicht schuldhaft handelt, dann nicht.

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