wird durch die Einnahme von Xerelto (Blutverdünner) das Risiko innerer Blutungen z.B. bei Bronchitis oder Harnröhre erhöht?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn du Gerinnungshemmer nimmst, egal welche, dann ist die Blutgerinnung vermindert und das Blutungsrisiko erhöht. Das gilt für alle Präparate, egal  ob Xarelto, Eliquis, Pradaxa, Marcumar oder sogar Aspirin.

Es ist die logische Folge der Gerinnungshemmung und lässt sich nicht verhindern. Man bemerkt das sogar bei kleinen Schnittwunden; die bluten dann länger.

Das muss man einfach wissen und in Kauf nehmen. Gerinnungshemmer sollte man deshalb nur dann nehmen, wenn es eine gute medizinische Indikation dafür gibt.

wenn Gefahr eines Schlaganfalls besteht und ich muss Blutverdünner nehmen, sollte es bei Verletzungen auch ein schnelles Mittel gegen Verbluten geben. Gibt es das? scheinbar nicht.

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@Arkesilaos

@Arkesilaos, leider ist auch nach meinem momentanen Kenntnisstand nur eine chirurgische Behandlung der Wunde sinnvoll, d. h. die Wunde muss genäht werden um ein Verbluten zu vermeiden, deswegen auch die Notfallzettel damit sofort bei größeren Wunden gehandelt werden kann, ansonsten läuft man sinnbildlich aus, bis zum Tod.

Weswegen ich natürlich auch unbedingt wissen möchte, wie  Pangaea ja angedeutet hat, dass es ein Mittel gibt für Xarelto und wie sich das nennt.

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@Arkesilaos

Bei Verletzungen braucht man in erster Linie eine gute Blutstillung. Bei sehr heftigen Blutungen gibt es die Möglichkeit, gefrorenes Frischplasma zu infundieren, das enthält Gerinnungsfaktoren, die dann sofort wirken können.

Xarelto und die anderen modernen Gerinnungshemmer haben eine sehr kurze Halbwertzeit im Blut, das bedeutet, wenn du die Wirkung mal aufheben willst und es nicht gerade ein Notfall ist, setzt du es einfach ab.

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  • Gerinnungshemmer, egal ob z.B. Marcumar oder Xarelto, führen immer zu einem erhöhten Risiko innerer Blutungen. Auch äußerliche Wunden bluten länger, bei gut eingestellter Gerinnungshemmung schließen sich die Wunden aber natürlich trotzdem, nur halt langsamer.
  • Es ist einer der bekannten Nachteile von Xarelto, dass die gerinnungshemmende Wirkung nicht schnell aufgehoben werden kann. Dies wäre z.B. bei Marcumar erheblich einfacher durch die mögliche Infundierung von Gerinnungsfaktoren (PPSB).
  • Eine wirklich "gute Lösung für die Zukunft" gibt es nicht, denn wenn die Gerinnungshemmung wirklich nötig ist, dann muss man die Nachteile und Risiken leider in Kauf nehmen.

Wenn Du Xarelto einnimmst hoffe ich für Dich, dass Du genügend Notfallzettel bei Dir hast. Das Mittel kann momentan nicht, wie z. B. Marcumar durch Gabe von Vitamin K, gestoppt werden. Das Risiko ist natürlich bei solchen Mitteln höher.

Allerdings wirkt Vitamin K bei Marcumar auch nur sehr verzögert.

Da die modernen Gerinnungshemmer (NOAK) eine kurze Halbwertszeit haben, genügt meist ein Absetzen und der gerinnungshemmende Effekt wird genauso schnell vermindert wie wenn man bei Marcumar Vitamin K gibt.

Wenn es sehr eilig ist, muss man immer Gerinnnungsfaktor-Konzentrate geben, egal ob bei Marcumar oder NOAK.

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@Pangaea

Dann kannst Du sicher auch sagen, welche das wären bei Xarelto. Ich kenne keines das wirkt, aber ich weiß von ein paar Hundert Fällen die daran verblutet sind, also welches Antidot?

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@FragaAntworta

Es gibt für die NOAK kein spezifisches Antidot, da hast du ganz Recht.

Wenn es nur darum geht, die gerinnungshemmende Wirkung aufzuheben (vor gepanten Operationen zum Beispiel) kann man die NOAK einfach kurzfristig absetzen, denn die Halbwertzeit im Blut ist ja sehr kurz.

Wenn es sehr eilig ist und eine normale Blutstillung nicht genügt, gibt man FFP (gefrorenes Frischplasma). Das muss man aber bei Marcumar-Patienten im gleichen Fall auch machen, denn auf die Antidot-Wirkung von Vitamin K kann man dann nicht warten.

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@Pangaea

Allerdings führt das bei älteren Patienten mit z. B. eingeschränkter linksventrikulärer Pumpfunktion zum Lungenödem und damit u. U. zu einem zusätzlichen Problem, wäre wohl besser erst dann Xarelto zu geben, wenn Marcumar nicht gegeben werden kann. Aber wie festgestellt ein Antidot gibt es nicht, erst in ein paar Jahren vielleicht, und Xarelto sollte keine Standarttherapie werden. Und die Frage des FS kann damit beantwortet werden, dass es gefährlich ist, und das Risiko sehr gut abgeklärt werden muss.

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@FragaAntworta

Wie gesagt: FFP muss bei lebensgefährlichen Blutungen immer gegeben werden, auch bei Marcumar-Patienten. Das Antidot für Marcumar wirkt so verzögert, dass es in solchen Situationen absolut nutzlos ist.

Und in den anderen Situationen wirkt Absetzen bei NOAK genauso schnell wie Vitamin K bei Marcumar. Natürlich wäre es wünschenswert, ein rasch wirkendes Antidot zu haben - aber für Marcumar gibt es das ja auch nicht.

Ich denke, den NOAK gehört die Zukunft. Sie werden sich als Standardtherapie durchsetzen, sobald die Patente ausgelaufen sind und sie billiger werden - einfach weil sie genauso wirksam und sicher sind wie Marcumar und dabei wesentlich besser zu steuern sind, und weil es viel weniger Wechselwirkungen gibt.

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