Wird die Perücke für den Mann bezahlt?

3 Antworten

also bei Männern ist es ja normal, daß sie im Alter kahler werden. Und das ist lediglich eine kosmetische angelegenheit, weshalb die Versicherung das nicht von vornherein deckt. Meiner Meinung nach muß die Versicherung das aber im Falle einer Chomotherapie aber dennoch auch beim Mann tragen, wenn sie es bei Frauen tut. Wäre sonst nämlich Verfassungswidrig.

Fände ich ungerecht, bloß weil es bei Männern (angeblich) normal sei, daß sie kahler werden. Es gibt auch Männer, die mit 81 (mein Vater z. B.) noch volles Haar haben!

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Anders als bei Frauen wird bei Männern eine Glatze in der Gesellschaft nicht als besonders auffälliger Zustand angesehen, weil sie biologisch bedingt häufiger auftritt. Dieser biologische Unterschied rechtfertigt laut verschiedener Gerichtsurteile die unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen und führt dazu, dass kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes vorliegt.

Perücken zahlt die Krankenversicherung

Ist ein Haarverlust von der Art der geplanten Chemotherapie her wahrscheinlich, können sich Patienten bereits vor Beginn des Krankenhausaufenthaltes eine Perücke verordnen lassen. Die Kosten dafür übernimmt die Krankenversicherung. Ob eine pflegeleichte Kunsthaarperücke oder eine empfindlichere Echthaarperücke besser geeignet ist, sollten die Betroffenen im Spezialgeschäft ausprobieren: Vom Aussehen her sind moderne Haarersatzmaterialien nicht von Echthaar zu unterscheiden. Wichtig: Beide Perückenarten müssen genau angepasst und vom Friseur auch geschnitten, eventuell gefärbt und nachfrisiert werden, um natürlich und nicht zu plustrig und künstlich zu wirken! Beim letzten Friseurbesuch vor Beginn der Chemotherapie kann das eigene Haar kürzer geschnitten werden, um den Übergang zum Nachwachsen unauffälliger zu gestalten.

Viele Männer und auch Frauen entscheiden sich heute dafür, den Haarverlust nicht immer und überall mit einer Perücke zu kaschieren. Tücher, Mützen und sogar Bemalungen des Kopfes sind nicht nur bei jungen Patienten beliebt, und "oben ohne" ist zumindest im privaten Umfeld zwar gewöhnungsbedürftig, aber einen Versuch wert. Im Sommer hat ein haarloser Schädel dann aber einen guten Sonnenschutz verdient, und die Haut sollte in die normale Körperpflege mit einbezogen werden. Mehr Kummer machen ausgefallene Augenbrauen und Wimpern, da sie den Gesichtsausdruck verändern können. Hier helfen ein Schminkpinsel, ein Brauenstift oder Augenbrauenpuder - nicht nur bei Frauen.

Quelle: http://www.krebsinformationsdienst.de/leben/haare-haut-zaehne/Kapiteldruck.php

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