Wird die Menschheit durch die komplexer werdende Welt dümmer?

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Das Ergebnis besteht aus 9 Abstimmungen

Deine Denkansätze sind Quark 66%
Stimme teilweise zu 22%
Stimme zu 11%
WTF is Ottografie? 0%

12 Antworten

Stimme teilweise zu

Ich denke, dass die Gesellschaft dafür gesorgt hat, dass sich die jungen Menschen in zwei extreme Gruppen aufgespalten haben. Es gibt teilweise so kluge Jugendliche, dass sie locker mit Erwachsenen mithalten können und dann wieder 18-Jährige, die sich wie Kinder verhalten. Im Gegensatz zu den meisten, glaube ich, dass die heutigen Jugendlichen so intelligent sind wie nie zuvor. Das hat mehrere Gründe. Einer ist, dass Kinder früher viel strenger erzogen wurden, ihnen wurde beigebracht, dass das Ansehen das wichtigste ist. Man muss Autoriätspersonen gehorchen, auch wenn sie einen unfair behandeln, man darf sich nicht so anziehen, wie man möchte, weil das könnte irgendwem ja nicht gefallen usw. Heute werden Kinder freier erzogen. Statt, dass sie immer nur darauf achten, in der Gesellschaft nicht negavtiv aufzufallen, können sie nun ihren eigenen Weg finden. Viele fangen an, die Dinge zu hinterfragen, die früher als gegeben golten. Eine Menge werden dadurch zu selbstbewussten, eigenständigen Menschen mit hohen Zielen. Doch diese Entwicklung hat auch eine schlechte Seite. Wahrscheinlich hat es auch noch nie zuvor so viele orientierungslose Jugendliche gegeben, die nicht wissen, was sie aus ihrem Leben machen sollen. Depressionen und Süchte nehmen immer mehr zu. Das ist es, was Freiheit bedeutet.

Ein weiterer Punkt ist auch, dass man durch das Internet Zugriff auf praktisch alle Informationen hat. Wer es nutzen will, kann dadurch klüger werden.

Das Bildungssystem ist so ziemlich das schlimmste, was man den jungen Menschen antut. So viele zerbrechen an dem Leistungsdruck und kommen vor lauter Stress nicht dazu, einmal richtig darüber nachzudenken, was sie wirklich wollen und so sind wir wieder bei der Orientierungslosigkeit. Zu dem Thema kann ich dieses Video empfehlen:

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Kommentar von Machtnix53
24.08.2016, 00:56

Es ist sicher so, dass die Erziehung heute weniger streng ist als früher. Aber nicht unbedingt freier. Ich hatte meine Kindheit in den 50ern und 60ern und hatte trotz Strenge viel mehr Freiheit als durchschnittliche Kinder heute.

Wir wurden rausgeschickt zum Spielen und waren ohne Aufsicht bis wir zum Mittag- oder Abendessen wieder nachhause kamen .

Heute ist es schon selten, wenn Kinder mal eine halbe Stunde ohne Aufsicht sind. Sie werden von Erfahrungen mit der wirklichen Welt ferngehalten und in eine pädagogisierte Pseudowelt gesteckt. Und mit 18 sind sie dann schlagartig erwachsen und sollen dann in und mit der Welt zurechtkommen, von der man sie die ganze Kindheit über "geschützt" hat.

Da wundert es mich nicht, dass so viele total verunsichert sind.

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Deine Denkansätze sind Quark

Die Lernkapazität ist noch lang nicht erreicht. Was ich eher denke wo das Problem liegt sind die Methoden wie heute gelehrt wird. Wenn du die Lehrer von früher betrachtest waren sie die Herren der Klasse. Heute dürfen sie fast nichts mehr ohne direkt eine Anzeige zu kriegen oder irgendwelche Eltern kommen reingestürmt weil ihr Justin keine 1 gekriegt hat usw. Was ich meine ist, die Schüler von heute lernen weniger gut als vorher weil sie keinen Respekt mehr vor den Lehrern haben und es sie dann auch schlichtweg nicht interessiert was geredet wird. 

Die Technik hat damit, glaube ich, nichts zu tun. Die Kinder heute müssen Ahnung von Technik haben, sei es nur sie zu bedienen. In Zukunft wird die Technik immer wichtiger. Wie du ja selbst gesagt hast, die Großeltern jetzt können damit großteils nicht wirklich umgehen. Ganz einfach weil ihre Generation das auch nicht gebraucht hat. 

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Stimme teilweise zu

Unser Bildungssystem ist so veraltet, dass wir so viel wissen garnicht mehr aufnehmen können: "Schüler von Heute sitzen in Schulen von Gestern, werden von Lehrern von Vorgestern unterrichtet und dass mit Methoden aus dem Mittelalter, um auf die Probleme von Morgen vorbereitet zu werden!

Ich denke aber anders als du weder dass es eine Lerngrenze für Menschen gibt.

Ich denke aber ähnlich wie du dass unsere Welt es verhindert, dass wir Sie verstehen. Ich habe die letzten paar Jahre damit verbracht zu verstehen wie unsere Welt funktioniert (zumindest zu einem großen Teil), wofür ich viele Hindernisse überwinden musste. Letzten Endes verstehe ich zwar die Probleme, aber ich habe keine Ahnung wie man sie lösen kann.

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Kommentar von Mauritius01
08.07.2016, 12:14

Also glaubst du, dass Menschen unbegrenzt viele Dinge in einem begrenztem Zeitraum erlernen können?

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Stimme zu

Ich stimme deiner Annahme in vollem Umfang zu. Ich bin 21 Jahre alt und habe vor einiger Zeit mein Abitur gemacht. 

Man könnte meinen, wer das Abitur bestanden hat, sei in der Lage logisch zu denken, gute Texte zu verfassen und sich durch Kreativität Lösungen für ein Problem zu überlegen. Weit gefehlt! Denn gerade die wichtigsten Kompetenzen, die Schlüssel zum verstehen jedweder Wissenschaft, werden total vernachlässigt, und wenn sie zu Beginn der Schulzeit bei manchem vielleicht noch ausgeprägt waren, verkommen sie nicht allzu selten. Abiturienten können nicht mal mehr klar denken, wieso auch, gute Noten kriegt man auch anders.

Es kommt mir albern vor Schülern eine zweite Fremdsprache einzutrichtern, obwohl diese nicht mal mit der deutschen Grammatik zurechtkommen. Was soll das? Ich hatte Deutsch-Leistungskurs in der Schule, meint ihr ich wäre in der Lage gewesen einen guten Text zu verfassen? Während meiner gesamten Schulzeit hatte ich keinen Schimmer von Grammatik, habe trotzdem mein Abitur mit 12 Punkten in Deutsch geschafft. Mathematik: ich habe gar nichts gelernt! Logisches Denken, Fehlanzeige! Okay, ich hatte nur Grundkurs, allerdings unterscheidet sich der Grundkurs vom Leistungskurs nur in der Menge des vermittelten Wissens, die Kompetenzausbildung bleibt praktisch die Gleiche. 

Erst im Laufe meines Ingenieurstudiums wurde mir klar, was Mathematik eigentlich ist, und der Einstieg war wirklich furchtbar schwer, denn das Wissen, welches ich in der Schule vermittelt bekommen habe, half mir überhaupt nicht weiter; wie auch, im Studium geht es schließlich um das Verständnis, nicht um das Bestehen von lächerlichen Klausuren, bei denen man praktisch alle Rechenwege einfach auswendig lernen kann.

Da ich mich in letzter Zeit immer öfters mit Grammatik beschäftige und gute Bücher lese, werde ich langsam sicherer in der deutschen Sprache, endlich.

Ich stimme dir also zu, bevor Fächer wie Politik, Wirtschaft, Geschichte, Technik, Religion, Latein etc Ernsthaft unterrichtet werden (mit Noten bewertet, mit großem Umfang), sollten erst einmal die wichtigsten Kompetenzen ausgebildet werden.

Mal abgesehen davon wäre es so auch um ein vielfaches ertragreicher, stelle man sich nur mal vor, jeder Schüler hätte ein perfektes Verständnis der deutschen Sprache, der Logik, wie viel einfacher wäre es dann ihnen eine neue Sprache, Physik, Politik, etc etc beizubringen?

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Kommentar von Manuel129
08.07.2016, 11:59

Edit: weil hier viele schreiben, Komplexität würde die Intelligenz sogar eher steigern als sie zu vermindern: das ist mal kompletter Schwachsinn.

Lasst mich das an dem Beispiel 'Zeichnen' erläutern: Wenn ihr ein Jahr lang versucht aus dem Kopf Menschen zu zeichnen, werdet ihr keinerlei nennenswerte Fortschritte machen. Fangt ihr hingegen an, Würfel zu zeichnen, später Zylinder, Sphären, seid ihr bald dazu in der Lage erst einen simplifizierten, später aber immer realistischeren Menschen zu zeichnen. Simplifikation ist eines der Schlüsselwörter zum Verstehen einer jeden Wissenschaft. Man fängt bei dem einfachen an, bei dem es noch einfach ist die Prinzipien von Licht, Schatten, Volumen, Perspektive etc zu verstehen, und verwendet diese gewonnenen Erkenntnisse, um sie auf immer komplexere Körper anzuwenden.

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Kommentar von Mauritius01
08.07.2016, 12:40

Witzigerweise bin ich ähnlich alt wie du und mitten in einem Ingenieurstudium.

Tatsächlich wurde mir auch während des Studiums klar, wie grotesk oberflächlich alles in der Schule in Hinsicht auf Verständnis behandelt wurde. Selbst jetzt noch in der Uni wird teilweise nur der Stoff durchgekloppt und darauf gehofft, dass das Verständnis irgendwann später kommt. Aber gerade durch das Verstehen der Lehrinhalte erlernt man logisches Denken, was in meinen Augen die Wichtigste Eigenschaft des menschlichen Gehirns ist.

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Deine Denkansätze sind Quark

Das Gehirn selbst arbeitet wesentlich schneller als jeder bis jetzt entwickelte Computer. Man darf allerdings Wissen, IQ und Denkvermögen nicht mischen. Wissen ist angelernt, IQ ist angeboren (sagen wir mal so) und Denkvermögen ist die Summe all dessen was unser Gehirn leistet.
Für das aktive "Wissen" ist in unserem Gehirn nur ein begrenzter Platz reserviert - sagen wir mal als Hausnummer 20-25% - damit kann man - wenn man will - alles wissen was man will. Der Platz ist völlig ausreichend. Das ist der Taschenrechner.
Der IQ wird mitunter dadurch bestimmt wie schnell man gewisse Informationen verarbeitet und wie viele Wege dabei verknüpft sind und genützt werden. Das ist die Platine die viele Taschenrechner zusammenarbeiten lässt.
Das Denkvermögen ist alles was unser Gehirn tut und die erste Priorität des Gehirnes ist es nicht Mathe zu lernen oder Intelligent zu sein sondern schlicht und ergreifend zu überleben. Das Herz schlagen zu lassen, die Muskeln so zu steuern dass man aufrecht geht, dem Unterbewußtsein zu sagen was es erst einmal für sich behalten soll, zu atmen, zu sehen/hören/spüren und so weiter und so fort. Alles das kostet wesentlich mehr Energie und Denkvermögen - bzw Gehirnmasse als es das Lernen überhaupt könnte. 80% eines jeden gehen für die Lebenserhaltung drauf sozusagen.
Ich denke auch nicht dass der Mensch dümmer wird - er verlegt nur seine aktiven Denkprioritäten. Und nur weil heutzutage viele über Andere herziehen, sie seien dumm weil es scheinbar modern ist zu werten heißt das noch lange nicht, dass das der Wahrheit entspricht.
Was ich eher als Problem sehe ist dass das Gehirn aufgrund der vielen Technik wenig Zeit hat sich zu regenerieren und den aktiven Denkprozess mal eine Weile abzuschalten. Ich stelle mir den Gehirnstress ähnlich vor wie damals als man auf die Jagd ging um sich sein Essen zu holen. Damals war das eine Sache von ein paar Tagen. Heutzutage wachsen wir aber alle mit dem Stress auf - jahrelang. Und irgendwann geht einfach nichts mehr. Krankheiten entwickeln sich. Ich denke halt nach wie vor dass Alles im Zusammenhang steht.

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Ja wir werden dümmer und faul wegen der Technik :) kaum jemand liest Bücher sondern zockt lieber ps oder schaut tv, viele Sportvereine verlieren Mitglieder und schule wird uncool.
Traurig

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Kommentar von Ashuna
08.07.2016, 11:28

Das ist ein Teilweise richtiges denken von dir. TV sendungen schaut jeder und wurden auch schon damals von vielen täglich gesehen. Es wird zur Unterhaltung und als Nachrichtenquelle genutzt. (Die Sendungen sind zwar nicht wirklich ideal zum lernen aber zum entspannen). Das "kaum jemand" Bücher liest musst du mir mal beweisen. Ich habe einige Freunde die Lesen eigentlich Täglich.

Zocken/ Ps/ Xbox sind, wie der Fernsehr, unterhaltung, jedoch trainieren wir beim "Spielen" auch unsere Wahrnehmung und unser Reaktionsvermögen. Spielen ist nicht so schlimm wie viele denken. Ebenfalls ist es schon in vielen Teilen der Welt als Sport angesehen.

Es ist ansichtssache ob etwas schlecht ist. Die Welt verändert sich ständig und niemand hat genauen Einfluss darauf.

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Deine Denkansätze sind Quark

Ich hätte mir hier eine weniger beleidigend wirkende Option gewünscht, aber da du diesen Wortlaut gewählt hast, gehe ich davon aus, dass er dich nicht stört.

Was du vergisst ist das Wissen und Lerninhalte auch wieder verschwinden. Meine Großeltern lernten neben der heutigen Schrift noch Frakturschrift, meine Mutter hatte das Unterrichtsfach Stenographie, und den Morsecode lernte man ebenfalls in der Schule.

Diese Fächer sollen nur als Beispiele dienen, sie alle gibt es heute nicht mehr.

Man hat schon immer versucht den Kindern so viel Wissen wie möglich zu verschaffen, die Spezialisierung kommt dann durch die Interessen des Menschen.

Und tatsächlich ist der Mensch von Natur aus durchaus in der Lage sich Wissen aller Bereiche anzueignen. Er ist ein unglaublich neugieriges Wesen.

Ein verändertes Schulsystem wäre natürlich vorteilhaft, aber genau gegenteilig deiner Idee. Nicht auf einige wenige Fächer einschränken, sondern noch weiter ausfächern, und den SchülerInnen die Möglichkeit bietend sich ihren Weg entsprechend ihrer Interessen selbst zu wählen.

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Kommentar von Mauritius01
08.07.2016, 12:23

Nein nein das stört mich nicht. Ich hab schließlich auch alles etwas überspitzt um besonders die Gegenseiteegen zum Argumentieren anzuregen.

Aber wenn es diese Spezialisierung schon immer gab, warum wurden die Grundlagen (nicht nur Mathe und Deutsch, sondern auch logisches Denken oder eigenständiges Lernen) früher besser vermittelt als heute? Oder widersprichst du mir da?

Ok, aber sollte man dann NUR die Interessen der einzelnen Schüler fördern oder auch nebenbei "Spezialisierungen" beibringen, die den Schüler so gar nicht interessieren, so wie das heutzutage der Fall ist?

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Deine Denkansätze sind Quark

Ich verstehe Deinen Ansatz, aber die Realität ist genau umgedreht: Durch die immer komplexer werdenden Strukturen in unserer Gesellschaft und den medialen System/Vernetzungen steigt sogar der durchschnittliche IQ.

Sieh es mal aus einem anderen Blickwinkel: Früher (vor dem Computer-Zeitalter) war das Leben recht übersichtlich. Es gab Handwerker, Bauern, etc.. durch Eisenbahn etc. bekam man erst die Möglichkeit, die Welt wirklich zu öffnen.

Und dann kamen IT-Fachbereiche, jeder kann ein SmartPhone mit so vielen, flexiblen Funktionen perfekt bedienen. Überall ist heute mehr als man auf den ersten Blick sieht. Um in dieser komplexen Welt heute zu überleben, muss man viel lernen und verstehen.

Das Hirn siebt einfach Dinge aus, die nicht mehr von großer Bedeutung sind. Schaut man beispielsweise mal in die Soziallinguistik, werden die Wissenschaftler die neue "verstümmelte" Sprache aus den sozialen Netzwerken sehr wertfrei beurteilen und argumentieren: Naja, man schreibt halt nur noch etwas, das der andere versteht. Ich unterstelle sogar, dass viele um Rechtschreibung und Grammatik wissen, aber schlichtweg zu faul sind, dieses Wissen auch zu benutzen.

Und das ist auch okay so. Man arrangiert sich eben in allen Bereichen mit dem, was sein MUSS und dem, was auch lockerer geht.

Über das Schulsystem will ich hier nicht sprechen, das ist hier in Deutschland von hinten bis vorne überarbeitungswürdig.

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Top Beitrag !
Die Menschheit wird immer dümmer.
Alles wird vereinfacht und durch Maschinen ersetzt.
Die wichtigen Dinge werden verlernt und die Technologie wird studiert

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Deine Denkansätze sind Quark

Das Wissen der Menscheit erweitert sich in großen Schritten und auch die Menschen jeder für sich wird im Vergleich zu den Menschen von vor 100, 200, usw. Jahren immer klüger.

Dabei meine ich das reine Wissen, nicht die Frage der Intelligenz, dort tut sich bestimmt viel weniger, denn da geht es "nur" darum Zusammenhänge zu erkennen, Beziehungen zwischen Fakten herzustellen, zu bewerten usw.

Aber das Wissen, was jeder von uns heute hat, ist gigantisch größer als das eines Menschenvergleichbarer Gesellschaftsschicht von vor 100, oder 200 Jahren.

Nicht zu reden davon das ein Durchschnittsmensch im Mittelalter ja weder lesen, noch schreiben konnte. Allerdings ist auch vieles "altes Wissen" wie Heilkräfte mancher Pflanzen auch verloren gegangen.

Unser Denkkasten hat weit mehr Kapazität als nötig. Man sollte eher Techniken entwickeln das mehr zu nutzen.

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hallo,

ich finde, dass deine frage ziemlich von dem fragetitel abschweift. 

dass es dabei lediglich auf schulfächer hinausläuft war nicht zu erwarten und passt auch meiner meinung gar nicht zum kontext.

nur soviel:

lernen ist einfacher, wenn es mit bewegung verbunden ist. etwas einzuprägen ist einfacher, wenn es mit einer musischen oder haptischen tätigkeit gekoppelt ist. 

in der grundschule wird so gelernt. merkwürdigerweise ist die bezeichnung dafür "spielerisches lernen". dabei wäre es richtiger, es menschengerechtes lernen zu nennen (beispiel: das "i" schreiben lernen: rauf, runter, rauf, pünktchen drauf...)

das, was ich für generell überholt halte, ist frontalunterricht, wie er wider besseres wissen fast überall - zumindest in den oberen klassenstufen und an den unis immer noch durchgeführt wird.

ich habe während meiner schulzeit meine vokabeln recht häufig beim ausreiten gelernt. wenn man längere strecken leichttrabt, geht das sehr gut.

es gibt so viele schüler die joggen gehen und dabei musik hören - viel besser wäre es, während des laufens vokabeln zu lernen. selber eingesprochen entsprechend des laufrhythmus.

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ich glaube nicht, dass die menschen durch die komplexität immer dümmer werden - ihnen wird lediglich die basis effizienten lernens entzogen.

es gibt immer mehr theorie und immer weniger praktische erfahrung. dazu eine ständige reizüberflutung, die negativen stress verursacht.

mit negativem stress ist das lernen nahezu blockiert. es handelt es sich um eine stoffwechselreaktion.

und schon kleinstkinder werden mit pädagogisch wertvollem lernspielzeug konfrontiert.

dabei lernen kinder mit bauklötzen oder schaufel, eimer und förmchen viel mehr, weil da nämlich die konfrontation fehlt, schon im jüngsten alter etwas zu "müssen".

die motivation des wollens liefert immer bessere ergebnisse, als die des müssens. der erfolg ist die beste belohnung.

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mein voting:

deine denkansätze sind interessant - aber meiner meinung nach nicht schlüssig.

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Deine Denkansätze sind Quark

Die Lernkapazität des menschlichen Gehirns ist bei weitem noch nicht erreicht,  es gibt aber meines Erachtens zu viele Methodikfehler in der schulischen Bildung

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Kommentar von BaamxYuri
08.07.2016, 11:33

Der Fragesteller hat volokommen Recht. "Die Kapazität ist noch nicht erreicht". Dann zeigen Sie mir bitte ihre Mnemonic die Sie so gut beherrschen. Und wie das Ihnen hilft einen Wissensstand zu erreichen mit dem Sie sagen können dass Sie ein Vorreiter auf irgendeinem relevanten Gebiet sind. Das sind nur die wenigsten und zwar durch Disposition.

Wenn Sie sich 2000 Vokabeln an einem Tag merken können bringt Ihnen das genau was, wenn alle nur noch auf English skypen?

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