Wird die ganze Welt wahnsinnig?

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6 Antworten

Es gibt verschiedene Aspekte in deiner Frage. 

Was ist normal, was sollte normal sein?

Meine Antwort: Wenn etwas niemandem schadet, dann sollte es normal sein dürfen. "Abweichende" sexuelle Praktiken etwa. Wenn beide (oder alle) Partner einverstanden sind, sollte man nicht über deren "Normalität" oder Akzeptanz diskutieren.

Immer extremer: Wir - du bist vermutlich auch kein Kind mehr - sind mit andern Normen aufgewachsen, für uns war in der Kindheit/ Jugend anderes normal und daher fällt es uns schwer, einiges nachzuvollziehen. 

Aber solange niemand zu Schaden kommt, haben wir mMn kein Recht, darüber zu urteilen (außer für uns selbst etwas abzulehnen und uns zu wundern, warum andere das in ihrem Leben wollen). Man kann alles schlecht finden, solange man niemandem das Recht nimmt, es selbst gut zu finden und zu praktizieren.

Extreme: Dinge entwickeln sich weiter. Vegetarier waren noch in den 80ern "komisch", hatten "extreme" Ansichten und Essgewohnheiten, dann kamen die Veganer und jetzt gibt es Frutarier, die nur noch Teile von Pflanzen essen, die die Pflanzen "freiwillig verlieren".

In der Mode genauso: Vieles kennt man schon, nur Neues verkauft sich, also muss Neues extremer sein als vorher. 

Gewalt: Ja, vieles "lernt" man heute durch die Medien oder gezielte Googlesuche. Aber früher gab es auch schon extreme Gewalt, nur bekam man sie selten so intensiv mit wie heute (s. z.B. das Video der 4 Schwarzen, die einen psychisch Kranken misshandelten und das Ganze freiwillig auf Facebook stellten - das wäre ja früher so gar nicht möglich gewesen. Die Art der Misshandlung allerdings schon!).

Politik: Auch hier denke ich, dass sich der Fokus verschiebt, weil man viel mehr unmittelbar mitbekommt durch Twitter, Kommentarblogs und -videos als das früher möglich war. Viel mehr Aussagen werden gefilmt und aufgenommen und diskutiert, als das früher möglich und üblich gewesen wäre.

Gefühle wie Neid, Missgunst etc.: Ja, so etwas kann man durch Medien, auch soziale Medien, fördern. Was gefühlt alle machen, wird normal. Wenn man sich - auch nur online - in einer Gemeinschaft bewegt, in der negative Gefühle belohnt werden (Wut, Aggression, Häme etc.), dann lebt man diese immer weiter aus und findet das zunehmend normal. Online kann man das regulieren, indem man sich einfach in anderen Communities bewegt, in denen eher positive Gefühle und eine höfliche/ freundliche Lebenseinstellung gefördert/ akzeptiert wird.

Wenn man sich zu viel Negativem aussetzt, färbt das ab. Es macht einen unzufrieden und man "möchte" diese Unzufriedenheit weitergeben, weil man das so vorgelebt bekommt. Man kann das aber erkennen und aktiv dagegen angehen.

Unzufriedenheit: Früher lebten die Menschen viel einfacher als heute, heute sind sich viele ihrer Armut oder anderer Probleme viel bewusster und schämen sie sich dafür, werden aggressiv, haben das Gefühl, ausgeschlossen zu werden. Man kann auch zufrieden und glücklich sein, wenn man nicht alles hat, das andere haben - sowohl materiell (z.B. bewusste Minimalisten) als auch immateriell (Aufmerksamkeit, z.B. im Netz). Man MUSS nicht unzufrieden sein, man kann seine Ziele anders definieren und mit weniger leben, als gewisse Gemeinschaften es einem vorschreiben wollen (z.B. soziale Netzwerke, Mainstreammedien, das soziale Umfeld vor Ort, Kollegen etc.) Man kann Dinge für sich ablehnen, die anderen sehr wichtig sind und die einem als wichtig eingeredet werden. Man kann das sogar ganz bewusst als Lebensstil hervorheben (s. z.B. Minimalismus, Selbstversorger, Contaiern etc.). 

Niemand zwingt einen, unzufrieden zu sein, vor allem nicht, wenn die Unzufriedenheit durch den Vergleich mit online präsentierten Leben vergleicht, die ja oft gestellt sind. Man muss kein perfektes Leben führen, und ein perfektes Leben, das nur anderen präsentiert werden soll, macht auch nicht glücklich.

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Die Welt ist ein Planet. Du fragst nach der Bevölkerung, wobei Du auch nur einen Teil siehst und von diesem Teil auch nur denjenigen, welche die Medien aufnehmen und darstellen. Und dieser soll natürlich schrill sein.

Ansonsten: Globalisierung und damit einhergehend neue Gruppenbildungen, neue europäische Flüchtlingspolitik, Arm-Reich-Schere, kultureller Machtverlust des Christentums in der westlichen Welt, Auseinandersetzung mit Phänomenen aus islamischen Ländern (auch hier: Globalisierung), Protektionismus als Gegenbewegung, Kampf der Kulturen, Werte und Selbstverständnisse im und außerhalb des Dialogs etc.

Ich würde nicht sagen wahnsinnig, eher etwas intensiv gerade, weil die momentane Entwicklung weltweit sehr viele Ressourcen kostet, welche dann innenpolitisch nicht eingesetzt werden. Auch ist unser Medienfokus zu sehr auf alle möglichen medienwirksamen Themen gesetzt, jedoch zu wenig auf Arbeitslosigkeit in Europa, Obdachlosigkeit vieler Mensche, auch in Deutschland, Problem Altersvorsorge, Auswirkungen des Zinstiefs auf die regionale Wirtschaft etc. Da fehlt mir noch etwas Aufmerksamkeit für unsere Probleme hier vor der Haustür, bevor jeder meint, die Probleme der Welt in einem Schlage lösen zu können. Erst in eigenen Bereich glänzen, dann Vorschläge für das große Ganze machen.

Also meines Erachtens ist die Welt nicht aus den Fugen geraten, es ist nur viel Bewegung und Gegenbewegung in zu großem Stil zu spüren. Das gibt sich hoffentlich irgendwann mal wieder, irgendwann muss mal wieder Ruhe her.

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Die teilung in ost und west war auch nicht gerade schön

Früher hat sich kaum jemand um ärmlich lebende menschen in afrika gesorgt.

Der 1. Und 2. Weltkrieg waren viel schlimmer.

...konzentrationslager, diktatur von hitler

In der industrealisierung hatten wenige die macht über eine industrie, der großteil waren unterdrückte und unglückliche arbeiter, auch kinder die zum hungerlohn/unbezahlt arbeiteten

Im mittelalter war die gesellschaft viel stärker in arm und reich eingeteilt.

Heute versuchen wir, die umwelt zu schützen, früher hat sich niemand darum gedanken gemacht.

Auf der anderen seite gibt es heute so viele sklaven wie nie zuvor, es gab früher auch nicht so viele terrororganisationen. Trozdem finde ich die jetzige zeit besser, auch wenn ich angst vor der zukunft habe

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Die allgemein gültigen Normen, die von Rationalität getragen werden (zB Menschenrechte) werden von Emotionen einzelner Gruppen attackiert.

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Ne, so krass würde ich das nicht sehen, die Welt ist noch in Ordnung, die Leute drehen manchmal durch

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Das ist sie schon.

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