Wird die empirische Wissenschaft eines Tages endgültig den Glauben und die Religion ablösen?

16 Antworten

Das denke ich nicht. Es gibt gläubige Wissenschaftler und Menschen, die keinen Widerspruch sehen zwischen Glauben und Wissenschaft.

Man kann sich auch als gläubiger Mensch mit Naturwissenschaften beschäftigen. Glaube und Wissenschaft müssen sich nicht immer widersprechen. So hat zum Beispiel Mendel, ein katholischer Mönch, wichtige Entdeckungen bei der Genetik gemacht. Der Mensch, der die Urknalltheorie aufgestellt hat, war katholischer Priester.

Laut der katholischen Kirche ist die Evolutionstheorie mit dem Glauben vereinbar.

Nein, der Trend geht dahin, dass man der Wissenschaft immer weniger glaubt.

Die Wissenschaft irrt sich so oft, dass alle paar Jahre wieder ein Update fällig ist.

Mit dem Glauben ist man da besser dran.

Der Glaube ist schon viele Jahrhunderte alt und stimmt immer noch.

Der Glaube irrt sich grundsätzlich, aber im Gegensatz zur Wissenschaft korrigiert er seine Irrtümer einfach nicht.

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Das wissenschaftliche Prinzip ist Zweifel. Jedes Modell muss immer wieder kritisch geprüft werden, je häufiger ein Modell der Validierung standhält desto wahrscheinlicher bildet es die Realität ab und desto zuverlässiger sind Vorhersagen beruhend auf diesem Modell. Wissenschaft irrt nicht, Wissenschaft sucht nach immer präziseren und einfacherere Modellen die Wirklichkeit abzubilden.

Religion sagt einfach, die Welt ist so und so. Meist ist das überprüfbar vollkommen falsch, es dient auch nicht der Vorhersage von Ereignissen oder um es kurz zu machen: Der Glaube hat noch nie gestimmt, es ist frommen Gläubigern nur einfach egal.

Der erste Punkt stimmt leider, wenn auch praktisch etwas anders. Menschen nutzten gerne pseudowissanschaftliche Erkenntnisse oder berufen sich auf Modell die kaum valdiert oder sogar falsifiziert sind, deren Aussagen aber zu ihrem Weltbild passen und 'basteln' sich so ihre Realtiät zusammen. In der Art, wenn es mehrere Modell zu einem Phänomen gibt, entscheide ich mich für das, das eher meinen Präferenzen entspricht, nicht für das das simpler, schlüssiger und häufiger valdiert ist.

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Das wird nicht passieren.

Die Inhalte werden sich vielleicht ändern, aber der Glaube als grundsätzliches Bedürfnis wird bleiben.

Schon C.G. Jung stellte fest, dass das Bedürfnis nach Spiritualität ebenso ein Grundbedürfnis ist, wie z.B. Essen, Trinken, Zugehörigkeit und Wohnen.

Biblischer Glaube und Wissenschaft müssen kein Widerspruch sein. Es gibt auch Naturwissenschaftler, die an Gott glauben, wie beispielsweise Prof. John Carson Lennox, Prof. Werner Gitt, Dr. Walter Veit, Dr. Markus Blietz u. a.

Die Studiengemeinschaft Wort und Wissen ist beispielsweise ein wissenschaftlicher gemeinnütziger Verein, in der Wissenschaftler sich austauschen und mitarbeiten. Thematische Schwerpunkte der Arbeit bilden Grundlagenforschung und Bildungsarbeit im Spannungsfeld "Naturwissenschaft und christlicher Glaube": http://www.wort-und-wissen.de

Oder auch das Institut für Glaube und Wissenschaft: https://www.iguw.de/

Sehr interessant sind auch folgende Zitate berühmter Naturwissenschaftler (diese Liste könnte man mit Aussagen anderer bekannter Wissenschaftler erweitern):

"Die Naturwissenschaften braucht der Mensch zum Erkennen, den Glauben zum Handeln. Religion und Naturwissenschaft schließen sich nicht aus, wie heutzutage manche glauben und fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende aller Überlegungen." Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie

"Die moderne Physik führt uns notwendig zu Gott hin, nicht von ihm fort. - Keiner der Erfinder des Atheismus war Naturwissenschaftler. Alle waren sie sehr mittelmäßige Philosophen." Sir Arthur Stanley Eddington (1882-1946), englischer Astronom und Physiker

Nein, denn sie liefert z. B. beim Tod eines Angehörigen kaum Trost. Ein Glaube an was "höheres" schon eher.

Die Wissenschaft liefert aber den Trost des Beweises ,dass nach dem Tod ein höheres etwas einem nicht mehr bringt und es Sinnlos ist daran zu "glauben"

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@Anegretkitzler

Gut, nehmen wir an deine große Liebe verstirbt und du versinkst in der Trauer, was ist tröstlicher a) ihr seht euch nie wieder und der Mensch ist für immer weg oder b)eines Tages seht ihr euch wieder, die Seele des Menschen ist an einem schönen Ort ohne Schmerzen und beschützt dich? Deshalb glauben Menschen an die unterschiedlichsten Dinge. Es spendet Trost.

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@Anegretkitzler

Nein. Das ist der Grund warum der Glaube nie aussterben wird, auch nicht wegen der Wissenschaft und genau DAS war deine Frage.

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