Wird Deutschland einem Sozialstaat gerecht?

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8 Antworten

Deutschland ist ein Sozialstaat und es kann als gutes Beispiel dienen für andere Länder in Europa und der ganzen Welt.

Es gibt die Sozialhilfe, das ist eine staatliche Leistung für jeden, der in Deutschland lebt. Man ist dann nicht auf die Hilfe seiner Familie, Verwandten und Bekannten angewiesen, die einem unterstützen müssen.

Es besteht eine krankenversicherungspflicht für alle, auch wenn man soziale Leistungen beziehen muss. Es werden dann die Medilamente und auch die Arztbesuche bezahlt von den Krankenkassen.

Arbeitnehmer, die nicht genug verdienen, können sich ihren Lohn aufstocken lassen.

Die Arbeitsagenturen vermitteln einem eine Arbeit und unterstützen einem, wenn man arbeitslos ist bzw. wird mit verschiedenen Massnahmen.

Auch erhalten Arbeitnehmer usw. eine gesetzliche Rente, da jeder nichtselbständig verpflichtet ist in die Rentenkasse einzuzahlen. Sollte die Rente nicht ausreichen, dann kann man sich ebenfalls einen Zuschuss holen vom Staat.

Mir ist auch bewusst, das nicht alles optimal ist, was die sozialen Leistungen des Staates angeht. Man kann einiges verbessern und auch höhere Sätze wären angebracht.

Ich habe jahrelang auf den Phillippinen gelebt und dort gibt es keine sozialen Leistungen vom Staat. Wenn man dort arbeitslos ist oder wird gibt es nur die Möglichkeit, das die Familie einem unterstützt.

Auch haben dort viele keine Rente, wiederum muss die eigene Familie dort einspringen und die älteren Menschen unterstützen.

Wird man arbeitslos oder sucht sich nach der Schulausbildung einen Arbeitsplatz muss man erst einmal zahlejn die Jobvermittlungsstelle. Oder aber man bekommt das alles in monatlichen Raten abgezogen, wenn man einen Job hat.

Die dortigen guten Schulen kosten alles sehr viel Geld, weil es private Schulen sind. Die kann sich dort nicht jeder leisten.Zwar gibt es auch staatliche Schulen, die sind aber nicht so gut.

Kerankenhauskosten müssen vollkommen von den Patienten privat bezahlt werden, wenn sie keine Krankenversicherung haben. Es gibt zwar eine statliche Versicherung, die zahlt aber nur einen Teil der Krankenhauskosten, wenn man stationär miondestens 24 Stunden aufgenommen wurde.

Arztkosten werden nicht bezahlt, wenn man nur zum Arzt ambulant geht und auch die verschriebenen Medikamente werden nicht von der Versicherung bezahlt..

Vielfach werden die Menschen dort nicht operiert und sie müssen an einfachen Krankheiten sterben, weil diese Leute kein Geld haben.

Dies alles habe ich persönlich erfahren müssen.

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Natürlich ist Deutschland ein Sozialstaat und ein sehr guter obendrein, wenn man ihn mit anderen Staaten vergleicht.

ALG 1 ist eine Versicherungsleistung, da sich der Versicherte gegen Arbeitslosigkeit mit eigenen Beiträgen und Beiträgen des AG versichert hat. Das hat also mit Sozialstaat nichts zu tun.

ALG 2 sind Leistungen aus dem Steuertopf des Staates und nur diese sind Sozialleistungen. Weshalb soll der Steuerzahler einen Sozialhilfeempfänger über das Notwendige hinaus alimentieren? Ich sehe da keinerlei Logik.

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Da wären noch Rentenkürzungen, vor der Agenda 2010 aren es noch 64% vom netto, aktuell sind es es noch 47%, ab 2020 45%, 2025 43%.

Oder die Pflegeversicherung, gedeckt sind nur 50%, den schmalen Rest müssen Pflegebedürftige aus Vermögen aufbringen, soweit überhaupt vorhanden.

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Kommentar von Karl37
21.11.2016, 09:27

Du scheinst Zusammenhänge nicht erkennen zu wollen.

Die Lebenserwartung der Menschen steigt und damit die Zeit der Rentenbezüge. Durch späten Einstieg in das Erwerbsleben und Frühverrentung sinkt die Zeit der Beitragszahlung und dann kommt die EZB Politik mit einer Nullzinspolitik erschwerend dazu.

Das wäre zu kompensieren. Dazu sollten man sich überlegen.

- höheres Renteneintrittsalter

- höhere Beitragszahlungen

- sinkende Renten.

Hier einen gerechten Mix anzustreben ist Sache der Politik.

Die Pflegeversicherung ist gedacht, wenn eigenen Kapital nicht zu Pflege ausreicht. Warum soll sich der Erbe nicht an den Kosten beteiligen, er könnte ja die Pflege seiner Angehörigen selbst übernehmen. 

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Sozialstaat heißt nicht, dass der Staat alle alimentieren muss. Abgesehen von einigen handwerklichen Fehlern war diese Reform richtig und notwendig. 

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Deutschland ist einer der sozialsten Staaten in der Welt ;) 

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sozial staat im sinne der VWL ja?

im sinne sozialer gerechtigkeit? nein?

die umverteilung von unten nach oben geht weiter? die lobbyisten (des geldhochadels) ihre macht wird weiter ausgebaut?

da kann man nur sagen wahltag ist zahltag? (für das vergangene)?

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Kommentar von martinzuhause
21.11.2016, 12:06

"im sinne sozialer gerechtigkeit? nein?"

wäre es nicht "gerecht" alle die nicht arbeiten "können" wesentlich besser zu unterstützen.

das kann man bei denen die nicht  "wollen" einsparen.

wer nach dem motto "jung, ledig, gesund wartet auf den traumjob" lebt, der muss nicht unterstützt werden. der findet arbeit wenn er denn will.

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keiner muss hungern oder auf der strasse leben. das alles ohne zu arbeiten.

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Kommentar von soissesPDF
20.11.2016, 20:07

Das sehen die Obdachlosen eher anders.

Und nicht nur diese, sondern auch das Bundesverfassungsgericht, in seinem Urteil vom Februar 2010, zu Hartz IV: "Der Staat hat das Existenzminimum jederzeit zu sichern und Teilhabe zu ermöglichen."

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Die ganzen Sozialversicherungen wie Renten, Arbeitslosen und Krankenversicherung :)

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