Wird der Weihnachten in 21. Jh. noch als christlich oder kapitalistisch gesehen?

19 Antworten

Leider begehst auch Du den Fehler, nur schwarz und weiß zu sehen; in diesem Fall siehst Du Deine religiöse Feierlichkeit als weiß und die christliche als schwarz.

Doch es gibt auch (noch) sehr viele Christen, bei denen es genau so abläuft, wie in Deiner Kultur (Familienbesuche - Großeltern gehören auch zur Familie -, Kinder erhalten Geschenke, Kirchenbesuche etc..). Auch das Weihnachsftest dauert offiziell nur drei Tage (24.,25. und 26.12.)...

Weihnachten unter Atheisten sind ebenso nicht rein kapitalistisch geprägt,sondern auch von Familiensinn, Gemeinschaftssinn, Liebe usw. getragen. Sie feiern Weihnachten halt nicht aus religiöser Motivation...

 Grillbuden und Rabattaktionen von Kaufhäusern

Von denen auch Muslime (und Andersgläubige bzw. Nichtgläubige) Nutzen ziehen...

selten geschehene Kirchenbesuche gib

Das liegt mehr an der Kirche selbst, oder an den Predigten etc. Weniger an der Zugehörigkeit zum Christentum, bei der ein Kirchenbesuch keine Pflicht ist...

wenn ältere Menschen nicht respektiert werden, wenn es so viele jungendliche Alkis gib

Das gibt es auch unter jugendlichen Muslimen (und unter Andersgläubigen bzw. Nichtgläubigen)...

Wird der Weihnachten in 21. Jh. noch als christlich oder kapitalistisch gesehen?

Da wir momentan im 21. Jh. befinden, können wir die Antwort getrost machen: Beides findet statt...

Gruß Fantho

Es ist ja nicht so, daß nur religöse Menschen ein Anrecht auf Feiern (steckt in Feiertage) haben. Was Du beschreibst findet mehr oder weniger bei allen statt.
Und, ehrlich gesagt, ich mag die Weihnachtszeit. Ich liebe Zimtsterne, gutes Essen, teure Weine und Whiskey, Gänsebraten mit Knödel. All das gibt es an Weihnachten zuhauf. Die Adventsmusik kann man ja abschalten.

Wöchentlich gibt es mindestens zwei Weihnachtsfeiern, und beim grössten treffen sich statt Großfamilie rund 50 Familien und machen gemeinsam ein Fest. Und weil ein Pfarrer dabei ist, darf der auch was dazu sagen, obwohl die Hälfte nicht zuhört.

Wie gesagt: ich mag Weihnachten.
Und auch ein paar Muslime sind im Bekanntenkreis, und die freuen sich auch über Zimtsterne.

Mangelnden Respekt sehe ich durch die Bank, und tatsächlich bei Angehörigen aller Kulturkreise und Religionen. Tendenziell weniger Respekt bei Leuten die weniger in der Birne haben.

Ich denke, Du malst Dir da ein Bild aus, das nicht der Realität entspricht.
Es wird ja niemand gezwungen, beim Kaufrausch mitzumachen.

Aber einige leben davon, und ich weiß nicht, wie viele Arbeitsplätze verloren gingen, gäb's die Feste nicht.

Und ins Grab nehmen kann man sein Geld auch nicht.
(oder brauche ich es im Paradies?)

Also ich finde es OK, wenn es die Leute mit beiden Händen rauswerfen. Dann kommt es in Umlauf, und andere haben ein Einkommen, und können sich auch was kaufen.
Wenn jeder spart, verliert die Hälfte der Verkäufer(innen) ihren Arbeitsplatz, und das will man ja auch nicht, an Weihnachten.

Also tut Gutes und kauft ein.

Und, hab ich es schon erwähnt,
ich mag Weihnachten.

wenn ältere Menschen nicht respektiert werden, wenn es so viele jungendliche Alkis gibt

Das sind beides unbewiesene Behauptungen.

wieso wird dann bitte Weihnachten gefeiert?

Weil es immer noch gläubige Christen gibt, weil es Teil des traditionellen Brauchtums ist und weil Menschen die Atmosphäre schätzen.

Dass das moderne Weihnachtsfest zudem extrem verkaufsfördernd ist, freut natürlich Handel und Industrie

Wird der Weihnachten in 21. Jh. noch als christlich oder kapitalistisch gesehen?

Frage 100 Menschen und du bekommst 100 Antworten. Eine allgemein verbindliche Antwort gibt es darauf nicht.

Es gibt sowohl die Konsumliebhaber, die sich auf den beleuchteten Weihnachts-Truck von Coca-Cola freuen, als auch christliche Pilger die in der Adventszeit Bethlehem besuchen.

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