Wird der Hund so nie lernen alleine zu bleiben?

10 Antworten

Es bricht mir immer wieder das Herz, wenn ich sowas mitbekomme. Leute müssen sich unbedingt einen Hund anschaffen, nennen ihn sogar den "besten Freund des Menschen", aber sprechen dem Tier jegliches Gefühlsleben außerhalb von Hunger, Schlafen und Dominieren ab.

Wie die anderen bereits geschrieben haben: Viele Hunde resignieren nach einer Weile einfach.

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Leider werden Aussagen wie "Der Hund leidet Todesangst." oftmals belächelt und als Übertreibung abgetan.

Deswegen folgt nun ein kleiner Exkurs, um zu veranschaulichen, warum man Hunden das Alleinbleiben langsam beibringen muss.

Wenn ich Kinderverhalten nicht verstehe, abstrahiere ich das mitunter in Hundeverhalten. Das klingt zwar erstmal komisch und klappt nicht bei allen Situationen, aber oft eben doch. Andersherum funktioniert das auch und dürfte für die meisten Menschen wohl verständlicher sein. Um zu verdeutlichen, wie es dem Hund geht, schauen wir uns mal an, was Säuglinge machen:

Dasselbe passiert mit Babys, wenn man sie schreien lässt. Das Weinen hört irgendwann auf, aber nicht, weil sich das Baby beruhigt hat. Es ist für den Körper einfach nicht sinnvoll weitere Energie in vergebliche Hilferufe zu stecken. Das Kind lernt dadurch zwar, dass Weinen nichts bringt; es lernt aber auch, dass seine Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden. Also muss es, sobald es die Eltern nicht mehr sieht, in ständiger Angst leben, dass es stirbt. Niemand ist da, der es füttert, ihm Nähe gibt, es beschützt.

Säuglinge können noch keine so komplexen Gedanken wie "Mama hat gesagt, sie geht kurz in den Supermarkt kaufen, um Milch zu kaufen. Also dürfte sie in 30 Minuten wieder da sein. Bis dahin wird schon keiner einbrechen und mir wehtun." fassen - es weiß ja auch gar nicht, was "Supermarkt", "Minuten" oder "um" bedeuten ;))

Genauso ist es beim Hund. Dieser Vergleich hat nichts mit Vermenschlichung zu tun. Der Hund ist genauso abhängig von seiner Familie, wie das Baby. Ein Hund kann genau so wenig die Wohnung verlassen, sich Snacks kaufen, oder seinen Dreck wegräumen. Er ist von seinen Menschen abhängig und kann alleine nicht verstehen, dass sie wiederkommen. Das muss man ihm erst zeigen, dass ihm nichts passiert und, dass er sich immer darauf verlassen kann, dass jemand für ihn sorgt.

Auch wenn du die Frage noch ein paar Mal stellst, es bleibt dabei das das kein Lerneffekt hat.

Zu unterscheiden ist hier auch eine Erziehung die den Hund was beibringt und das brechen des freien Willens und Lebenswillens. So wie du es schilderst zerbrecht ihr den hund, er wird solange in Todesangst versetzt bis er aufhört um sein Leben zu kämpfen, sprich aufhört um Hilfe zu rufen.

Das entspricht bei Menschen einer schweren Depression wo kein Antrieb mehr vorhanden ist sich selber zu helfen.

Nein, der Hund wird nicht lernen (stressfrei) alleine zu bleiben, weil man ihn mit seiner Angst und seinem Stress alleine lässt! Wem das Wohlergehen seines Hundes egal ist, der lässt ihn jaulen. Irgendwann wird er schon aufgeben. Zum Thema "erlernte Hilflosigkeit" wurde dir ja bereits bei deiner letzten Frage geschrieben.

Das Training muss kleinschrittig und im Tempo des Hundes aufgebaut werden. Nicht jeder Hund lernt es gleich gut und man muss immer mit Rückschritten rechnen. Und wenn man es einmal versaut hat, lernen es manche Hunde auch nie richtig.

Huskie Rüder hat Epilepsie

Liebe Community,

Mein 11 Monate alter Husky Rüde ( Ja noch sehr sehr sehr Jung ), hatte gestern gleich 3 Epileptische Anfälle. Zunächst morgens um 3, wo mich meine Mutter geweckt hat, da der Hund komische Laute von sich gab und stark gezittert, bzw. gewackelt hat. Ich dachte zunächst er hätte was falsches gegessen, einen Käfer o.ä. was gerade in der Wohnung war ( War einfach mein erster gedanke). ich gab ihm direkt Wasser in seinen Napf, was er auch wirklich fast alles ausgetrunken hat. Da dachte ich mir eben " Ok, er war kurz vor dem Verdurten und das war eine Reaktion vom Körper"... Ich weiß blöde gedanken aber es war 3 uhr morgens da war ich nicht ganz bei mir ^^

Nunja...so gegen 9 hat er wieder einen Anfall bekommen. Diesmal wurde ich von seinem Jaulen Wach. Es hat sich so angehört als würde er sich mit einem Hund streiten bzw. Kämpfen. Ich bin dann direkt vom Bett gesprungen und sah ihn da, total am Krampfen und hat gespeichelt. Ich versuchte ihn zu beruhigen, was dann nach 2 minuten ungefähr nachgelassen hat. Er war total orientierungslos und lief in der Wohnung rum, er hatte aber kaum Kraft in den Beinen und startete jedesmal einen neuen gehversuch. Es sah so aus als würde er gerade das Laufen lernen.

Nunja, wir waren beim Notarzt, sie spritze ihm Valium diazepan rein. Sie sagte wir müssen beobachten wie er sich verhält. Er war wirklich die ganze Zeit "anders" total verzweifelt und unruhig. Dann dachte ich mir, da der letze anfall 5-6 Stunden hinter ihm lag, dass er den nächsten möglichen Anfall gegen 1 oder 2 bekäme...was dann auch leider der Fall war. So nun hat er einen Katheter drin, damit wir ihm das Valium direkt nach einem erneuten Anfall injezieren können. Er bekommt zudem noch 2x am Tag eine 3/4 Tablette PHENOLEPTIL 100mb . Morgens und Abends. Er ist schon anders irgendwie anders geworden. Hört nicht wirklich aufs Wort, was vorher eigentlich schon EINIGERMAßEN DER FALL WAR ^^. Seitdem hatte er keinen Anfall mehr, Gott sei Dank.

Aber gerade sah es 2x so aus, dass es wieder einen Anfall bekommt.... Er zuckte schon mit seinen Pfoten, da bin ich direkt aufgestanden und er guckte mich an so nach dem Motto " Wo willst du denn hin?"...

Wie gehe ich damit um? Ich habe totale Angst, wenn er einen Anfall hat, bin aber sofort für ihn da um ihn zu beruhigen. Vorallem: Hat jemand Erfahrung mit dem Phenoleptil?

Habe im Netz nicht so gutes gelesen, nur dass Luminal, was die Tierärzte nicht mehr verabreischen bzw. verschreiben können, gut bei den Tieren war.

Hoffe ihr könnt mir helfen, wie gesagt der "kleine" ist nicht mal ein Jahr alt.

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