Wird der Bußgeldbescheid mit dem Anhörungsbogen geschickt?

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2 Antworten

Anhörungsbogen und Bußgeldbescheid kommen grundsätzlich nicht zusammen, das geht nämlich gar nicht. Anhörung dient dazu, dass sich jemand äußern kann, BEVOR der Bußgeldbescheid erstellt wird.

Vor allem, wenn ein Fahrverbot oder Probezeit mit im Spiel sein könnten, wird auch etwas genauer untersucht, ob die Person auf dem Bild der Halter sein kann. Ist der Halter nicht gefahren, dann soll er das hier angeben. Zeugnisverweigerungsrecht hilft kaum, weil damit klar ist, dass die betroffene Person zum engen Umfeld gehören muss. Dann kommt die Polizei vorbei zum Bildabgleich, auch in die Nachbarschaft. Ggfs kann das Blitzerbile auch mit dem Foto aus dem Einwohnermeldeamt (Personalausweis) verglichen werden.

Ein Bußgeldbescheid wird erstellt, wenn die Behörde glaubt, den richtigen Fahrer identifiziert zu haben. Man kann auch da Widerspruch einlegen. Man sollte sich jedoch davor hüten, wenn man selbst der Fahrer war, eine andere Person anzugeben. Dann hat man nämlich keine kleine Ordnungswidrigkeit sondern eine richtige Straftat an der Backe.

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Kommentar von goldeneye43
29.02.2016, 22:38

Wenn aber beispielsweise die Halterin angibt die Fahrerin zu sein..ist das strafbar? Nein oder?

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Deine Mutter kann im Anhörungsbogen den Tatvorwurf abstreiten und keine weiteren Angaben machen.Bei uns gibt die Halterhaftung nicht.Das heißt,es wird nur der/die zur Verantwortung gezogen,wer den Verstoß begangen hat.Deine Mutter muss also nicht sagen,wer gefahren ist.Das Problem ist in deinem Fall das zu enge Verwandschaftsverhältnis.Da suchen sie zuerst mit dem Foto,da,wo dein Passfoto hinterlegt ist,und werden schnell fündig.

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