Wird der adoptierte Junge jemals seine Eltern sehen?

11 Antworten

Wenn es die Eltern gibt, und es auch eine Info darüber gibt, wer diese Eltern sind, ist das auf Wunsch des Kindes möglich. Ich bin mir sicher, der kleine Junge wird sich nicht in paar Jahren denken, dass seine Eltern wildfremde Menschen sind ;)

Das mit den wildfremden Menschen meinte ich ja jetzt nicht so, dass er nicht weiß, wer sie sind, sondern dass sie keinen Bezug zu seiner leiblichen Familie haben, sondern "einfach so" das Kind bekommen haben

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@Schokolaaadeeee

Die 2, die ihn adoptiert haben, haben definitiv mehr Bezug zum Kind. Egal, ob das Kind aufgrund katastrophaler Naturgewalten getrennt wurde, oder weil die Eltern nicht zurecht kamen. Die ganzen Jahre kann man nicht mehr nachholen. Und auffallen wird es ihm bestimmt schon früher als mit 10 ;)

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Sie haben das Kind adoptiert, also an Kindes statt angenommen. Das Kind ist dementsprechend nach dem Gesetz ihr eigenes Kind. Nur biologisch eben nicht.

Ich bin mir sicher das sie das Kind schon früh genug an das Thema heranführen, eben weil schon im Kindergartenalter Fragen aufkommen werden von Seiten des Kindes. Das Gute daran: Es wird nicht ins kalte Wasser geschmissen.

Eltern müssen nicht unbedingt biologische Erzeuger sein um als Eltern wahrgenommen zu werden. Das was zählt, das ist das soziale. Der Kontakt, die Liebe und Zuneigung, die Fürsorge und Geborgenheit. Die Erziehung, die Regeln und Freiräume. All dies zusammen zählt.

Der Junge nimmt also (vermute ich mal) seine Adoptiveltern als seine Eltern wahr, genauso wird er auch von seinen Adoptiveltern wahrgenommen und behandelt. Warum sonst hätten sie ihn an Kindes Statt annehmen sollen, wenn sie nicht gewillt wären ihm nach bestem Wissen udn Gewissen Ersatzeltern zu sein für den Rest ihres Lebens.

Sobald der Junge volljährig ist, wird er ganz alleine auf die Suche nach seinen leiblichen Verwandten gehen können. Wenn er mag mit Hilfe seiner Adoptiveltern natürlich auch schon vorher. Aber spätestens mit 18 steht nichts mehr im Weg. Lediglich der Behördendschungel ist dann zu durchqueren. Und wenn man noch dazu ursprünglich aus einem anderen Land kommt (vielelicht höchstens erfahren hat wo man genau geboren wurde und wann etwa), dann wird es schwierig. Aber schon manch anderer hat es wohl geschafft.

Dennoch, seine Adoptiveltern sind seine rechtlichen richtigen Eltern. Sie sind für ihn da, sind seine Ersatzeltern. Und das ist auch gut so finde ich.

Noch etwas: Nicht jedes Pflegekind oder Adoptivkind hat wirklich Lust seine leibliche Familie kennenzulernen. Manchem genügt auch die Familie in der man aufwuchs, deren Familienmitglieder man als richtige Eltern, Geschwister, etc wahrnimmt.

Man kann nachforschen, selbst wenn die leiblichen Eltern nichtmehr leben ist es für manche Adoptivkinder wichtig zu wissen wer sie waren, wo sie lebten etc. Gibt es noch lebende Verwandte können diese natürlich kontaktiert und auch besucht werden.

Meine Mutter hat damals ein Mädchen adoptiert, ihre Mutter (Muttis Cousine) war vor dem (unbekannten, die Mutter hat es nie verraten) Vater des Kindes zurück nach Hause geflüchtet und starb innerhalb eines Jahres an AIDS
Von Anfang an wusste die Kleine das sie adoptiert war, die Spanierin zwischen uns "nordischen" war ja auch auffällig^^

Uns ist so manches unterstellt worden, von einem Seitensprung meiner Mutter, der unehelichen Tochter meines Vaters bis zu "die haben sie nur wegen dem Kindergeld dazugekauft" gab es alles. Völlig daneben solche Behauptungen aufzustellen, wenn man keine Info über die genauen Umstände hat sollte man sich arg zurückhalten.

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