Wird das Trump -Kim jong Treffen diesmal erfolgreich sein in Hanoi?

9 Antworten

Was kann denn da noch erfolgreich werden?Kims tausende Flaschen Wodka wurden in Rotterdam beschlagnahmt

http://m.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/Panorama/Zoll-beschlagnahmt-Wodka-Lieferung-an-Kim-Jong-Un

....und Cohen sagt heute vor dem Senat aus, dass Trump während er bereits im Amt war, kriminell gehandelt hat.

https://m.focus.de/politik/ausland/ex-anwalt-sagt-vor-kongress-aus-explosiver-bericht-cohen-will-trump-kriminelles-verhalten-im-amt-vorwerfen_id_10377100.html

Schaut nach zwei Staatschefs aus, denen man erfolgreiche Politik zutrauen muss.

Es wird sicherlich als Erfolg verkauft werden. Jede Seite auf ihre Weise.

Die Frage ist, ob wirklich etwas nachhaltiges und produktives dabei heraus kommt? Und das würde ich bezweifeln. Denn der gute Kim, wird keiner vollständigen Denuklearisierung zustimmen und auch keine Beobachter ins Land lassen, die kontrollieren, dass er seine geliebten Raketen verschrottet.

Erfolgreich in was?

Das unsinnige Affentheater, das beide selbst fabriziert haben, ohne dass es irgendwelche Substanz hätte, wieder aus der Welt schaffen, wie beim letzten mal?

Das ist die alte billige Nummer, eines Feuerwehrmanns mit Geltungebedürfnis, der irgendwo im Dorfrand nen leerstehenden Lagerschuppen in Brand steckt um dann zum Löschen gerufen zu werden. Überraschend, wie gut das immer wieder funktioniert und wie viele dem auf dem Leim gehen.

Wer mit Nordkorea in bessere Beziehungen treten will, muss nicht mit Kim-Jong Un sprechen, sondern in Peking mit Deng Xiaoping.

Nordkorea ist außenpolitisch von China dermaßen abhängig, dass Kim III. es nicht wagen wird irgendwas zu tun, was fundamental gegen die Interessen Chinas geht. Dementprechend muss man, will man die Beziehungen mit Nordkorea verbessern erstmal seine Beziehungen mit China verbessern.

Da zwischen China und den USA wegen der beidseitigen Einflussinteressen in der Pazifik-Region politische Eiszeit herrscht und auch fernhin herrschen wird, ist ein Treffen mit Kim-Jong-Un, reines Blendwerk.

Wer etwas erreichen will, muss mit dem Puppenspieler verhandeln, nicht mit seiner Marionette. Von dem Standpunkt ausgesehen ist es schon etwas erniedrigendes, wenn sich Trump überhaupt dazu hergiebt mit Kim zu parlieren.

Würde ernsthaft verhandelt werden, würde man sich mit dem Chef unterhalten, nicht mit dem Satrapen, während Kim, der in diesem Spiel nichts anderes ist als nützlicher Idiot am Katzentisch zuschauen darf.

Nein, alles hat dann einen anderen Zungenschlag, wenn es um die Aushandlung eines Friedensvertrags geht. Wird der tatsächlich ausgehandelt, dann wurde Großes geleistet.

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@voayager

Wozu ein Friedensvertrag? Technisch gesehen liegt kein Krieg vor. Die innerkoreanische Grenze ist zwar immernoch von Militär vollgestopft, aber angesichts, der Tatsache, das beide Koreas auf verschiedenen Ebenen miteinander kooperieren (Die Sonderwirtschaftszone von Kaesong sei als prominentes Beispiel genannt, auch wenn da momentan etwas eiszeit ist), rechtfertigen kaum noch die Annahme eines Kriegszustands.

Faktisch lebt Korea seit Jahrzehnten in Frieden. Dass die USA Nordkorea den Krieg erklärt hätten, in jüngerer Zeit wäre wir auch neu.

Was wäre ein Friedensvertrag also? Die Absichtserklärung de jure zu einem Status zu kommen, den man faktisch längst erreicht hat, oder anders ausgedrückt:

Nicht das Papier wert, auf dem er geschrieben steht und viel Lärm um nichts.

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@Regenschirm235

Für Nordkorea ist ein solcher Friedensvertrag immens wichtig, dieses Land drängt danach sonders gleichen. Pjöngjang fühlt sich bedroht und möchte ganz einfach Rechtssicherheit. Wenn dies nicht so relevant sein sollte, dann dürfte es für die USA ja ein leichtes sein, aus dem bloßen Waffenstillstand herauszukommen. Im übrigen bin ich und auch du kein Jurist, wir wissen also nicht welche Konsequenzen ein beendeter Waffenstillstand beinhaltet. Oftmals steckt ja der Teufel im Detail, daher wohl auch das zähe Verweigern eines Friedensvertrags durch die USA. Wäre all das so easy, müßte ein solcher ja schon längst gezimmert sein, ergo scheint es da so einige Fußangeln zu geben.

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@voayager

Wenn Pjönjang sich bedroht fühlt, was nutzt dann ein Wisch Papier vom Erzfeind, dem man ohnehin notorische Falschheit unterstellt?

Wenn man sich bedroht fühlt hilft nur eins, nämlich den Gegner zu entwaffnen. auf friedlichem Weg oder mit Gewalt. Da die Ammis nicht daran denken werden ihre Nuklearwaffen zu verschrotten und hre verbliebenen Truppen aus Südkorea abzuziehen und Nordkorea nicht in der Lage ist die USA militärisch zu besiegen und ihnen ein Versaille aufzunötigen, wird sich, egal wie das ausgeht an der gefühlten Bedrohungssituation Nordkoreas nichts ändern. Was angesichts er amerikanischen Aktionen im Afghanistan, Irak, Syrien und Libyen kann ein Wort der Amerikaner denn wert sein?

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@Regenschirm235

Ein Wort ist nix weiter wert, ein Vertrag indes schon. Wäre dem nicht so, könnte man viele Verträge in den Orkus kippen.

Allein die Tatsache, dass die USA jahrzehntelang sich sträubten einen Friedensvertrag mit Nordkorea abzuschließen beweist doch, dass sie einem solchen Vertrag recht große Bedeutung beimessen, schließlich sind sie keine Nazis, die auf alles schixxen.

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