Wird das Elterngeld und der Unterhalt für das Kind vom Arbeitslosengeld plus Hartz 4 abgezogen?

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3 Antworten

Ob die Frau noch Kontakt zum Vater des Kindes "möchte", spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Denn das Kind hat vorrangig Anspruch auf Unterhalt von seinem Vater  - und die Frau vorrangig Anspruch auf "Betreuungsunterhalt" für sich selbst vom Kindsvater.

Sie ist also ab der Geburt des Kindes gehalten, entsprechend ihrer "Mitwirkungspflicht" zuerst einmal die Ansprüche an den Vater des Kindes geltend zu machen, bevor sie staatliche Unterstützung beanspruchen kann.

Nur, wenn der Kindsvater nachweislich nicht oder nicht ausreichend "leistungsfähig" ist, um dieser Verpflichtung nachzukommen, würde die Frau ggf. noch staatliche Unterstützung bekommen. 

Bei Bezug staatlicher Unterstützung würden ihr Elterngeld und ihr eigener Betreuungsunterhalt auf ihren Anspruch angerechnet, der Unterhalt für das Kind und das Kindergeld auf dessen Anspruch.

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Jedes Einkommen wird auf den Bedarf ( Leistungen ) angerechnet,es werden dann evtl.Freibeträge berücksichtigt,die dann das anrechenbare Einkommen verringern und somit die Aufstockung erhöht !

Nicht nur Unterhalt / Elterngeld werden angerechnet,sondern auch Kindergeld.

Der Unterhalt und das Kindergeld stellt dann vorrangig Einkommen des jeweiligen Kindes dar,auch das Kindergeld ist solange Einkommen des Kindes solange es dieses zur eigenen Bedarfsdeckung benötigen würde.

Wie das Elterngeld dann angerechnet wird kommt auf das Elterngeld an,damit meine ich aus was der Anspruch berechnet wird,wenn es aus einer vorherigen Beschäftigung ermittelt wird,dann muss ein Freibetrag von monatlich bis zu 300 € berücksichtigt werden.

Dazu muss das Elterngeld natürlich min. 300 € betragen und es darf nicht geteilt werden,muss also für 1 und nicht auf 2 Jahre verteilt bezogen werden,sonst würde sich der Freibetrag auch halbieren,dann läge dieser nur noch bei 150 € pro Monat.

Wird aber nur das staatliche Elterngeld von 300 € pro Monat gezahlt,dann hat man nur einen Freibetrag von max. 30 € Versicherungspauschale,es würden dann entweder 270 € bzw.120 € anrechenbares Elterngeld bleiben,wenn dieses auf 2 Jahre verteilt würde.

Das Kindergeld und der Unterhalt wird zu 100 % auf den Bedarf des Kindes angerechnet,diese 30 € Versicherungspauschale steht einem erst ab dem 18 Lebensjahr zu,wenn man außer sonstigem Einkommen ( wie Kindergeld / Unterhalt usw. ) kein Erwerbseinkommen erzielt,denn dann könnte man vorrangig Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll geltend machen.

Die Mutter müsste dann z.B. schon eine eigene angemessene Versicherung für das Kind abschließen,dann müsste dieser Beitrag berücksichtigt werden,also monatlich nicht mehr als diese 30 €.

Ihr steht auch schon vor der Geburt ein Mehrbedarf zu,dieser steht ihr ab der 13 Woche zu und beträgt 17 % vom derzeitigen Regelsatz ( 404 € ),also derzeit 68,68 € und ab 01.01.2017 nach der Anhebung auf voraussichtlich 409 € Regelsatz dann 69,53 €,der stünde ihr dann bis zur Geburt zu.

Ab der Geburt steht ihr dann als alleinerziehende der Alleinerziehenden Mehrbedarf für ein Kind unter 7 Jahren von 36 % ihres Regelsatzes zu.

Bis zum 3 Lebensjahr des Kindes stünde ihr selber auch Betreuungsunterhalt zu,wenn der Unterhaltspflichtige nach Zahlung des Kindesunterhalts noch mehr als 1200 € ( Selbstbehalt ) Netto übrig hätte.

Diesen Betreuungsunterhalt müsste sie dann aber nachweislich selber einfordern.

Der Bedarf des Kindes läge dann bei min. 237 € Regelsatz + den KDU - Kopfanteil ( Kosten der Unterkunft und Heizung / Warmmiete ) und davon wird dann das Kindergeld / Unterhalt usw.abgezogen,sollte das Einkommen dann höher als der Bedarf sein,dann wird der Überschuss dem Kindergeld zugerechnet.

Dieser Teil ( bis max. das volle Kindergeld ) wird dann wieder zum Einkommen des Kindergeldberechtigten,in dem Fall dann von der Mutter und da sie dann schon Freibeträge auf das Elterngeld geltend machen könnte,würde dieser Überschuss den das Kind dann zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigen würde auf ihren Bedarf angerechnet und die Leistungen dementsprechend gekürzt.

Der Bedarf von ihr läge dann also derzeit bei 404 € Regelsatz + 17 % Mehrbedarf vom Regelsatz bis zur Geburt und dazu dann ihre KDU.

Ab 2017 sind es dann voraussichtlich 409 € Regelsatz und davon dann 17 % und ab der Geburt fallen diese 17 % dann weg,dafür steht ihr dann der Alleinerziehenden Mehrbedarf von 36 % ihres Regelsatzes zu.

Nach der Geburt steht ihr dann nur noch ihr KDU - Kopfanteil zu und der andere dem Kind,ändert sich also nichts,es wird nur anders verteilt.

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Kommentar von leila8
18.10.2016, 05:35

Vielen Dank.!!  Dann wären es nach meiner Rechnung für die Tochter und ihrem Kind monatlich (nur ) insgesamt Euro  553,54 .

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Es wird nicht abgezogen, sondern als Einkommen des Kindes angerechnet, wenn es dann geboren ist.

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Kommentar von leila8
16.10.2016, 08:28

kann das nicht ganz nachvollziehen, ist sehr ungerecht. Zudem bekommt sie jetzt auch keinen Mehrbedarf für die Schwangerschaft.

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Kommentar von claudialeitert
16.10.2016, 09:01

Sie hat Arbeitslosengeld und hartz 4. kindergeld und Unterhalt fürs kind. elterngeld und wohl hartz 4 für dich. die genauen Summen kann keiner sagen

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