Wird das Ausbildungsgeld angerechnet?

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3 Antworten

Leider ist das rein rechtlich genau so, ja

Du und deine Mama ihr zählt als Bedarfsgemeinschaft und das Geld was du verdienst steht in der Theorie ja euch beiden zu verfügung, deshalb rechnen sie es bei deiner Mama an.

Du hast doch einen Sachbearbeiter, hast du ihm mal erzählt dass du Vater wirst und das Geld dann nicht dir und deiner Mama zur verfügung steht sondern deinem Kind?

(Auto, Sprit, Versicherung und Steuern sind dem Jobcenter leider egal, denen geht es nur um das Geld was bei euch in der Theorie vorhanden ist)

Wenn du glück hast ist dein Sachbearbeiter nett und erklärt es dir besser, vllt hilft er dir sogar weiter das beste ist du lässt dir einen Termin geben (Bzw. der sachbearbeiter deiner Mutter, am besten geht ihr zusammen hin, im Persönlichen gespräch lässt sich meist etwas besser Regeln)

VirtualSelf 02.04.2012, 06:19

Leider ist das rein rechtlich genau so, ja

Nö ... einfach mal genauer den § 7 Abs. 3 SGB II anschauen.

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A01-Allgemein-Info/A015-Oeffentlichkeitsarbeit/Publikation/pdf/Gesetzestext-07-SGB-II-Berechtigte.pdf

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Daniel1402 02.04.2012, 15:13
@VirtualSelf

Ich danke schonmal jetzt für die Antworten :) Nur sind die Meinungen so unterschiedlich :s Also jetzt meine Frage : Wird mein Ausbildungsgeld dann direkt einbehalten und meine Mutter bekommt somit weiterhin den vollen Betrag für uns beide oder bekommt sie dann für mich nix mehr und ich muss dann sozusagen mit meinem Geld im Haushalt mithelfen ? Was bedeutet für mich dass ich zur Bedarfsgemeinschaft gehöre oder nicht ? Verstehe das nicht so richtig was das dann für mich heißt... Also ist, dass ich Unterhaltpflichtig bin nicht relevant für das Jobcenter oder wie darf ich das jetzt verstehen ? Danke für eure Antworten :)

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VirtualSelf 02.04.2012, 18:59
@Daniel1402

Dein Ausbildungsgeld bekommst du nach wie vor von deinem Lehrherren bzw. Ausbildungsbetrieb.

Das Einkommen teilst du bzw. deine Mutter dem Jobcenter mit; dort berechnet man den anrechnungsfähigen Teil desine Einkommens und überweist den entsprechend weniger.

Hast du besondere Werbungskosten, die die 100 EUR-Pauschale übersteigen (Fahrkosten, Schulmaterialien ...), so musst du diese einzelnd nachweisen, wenn du die tatsächlichen Kosten angesetzt wissen willst.

Unterhaltspflicht ist nur dann relevant, wenn du tatsächlich Unterhalt leisten musst (also bpw. ein Titel vorliegt); dieser Unterhalt mindert dann wiederum dein anrechnungsfähiges Einkommen noch ein Stück. In der Ausbildung wirst du allerdings kaum fähig sein, Unterhalt zu leisten.

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Deine Mutter ist ? aus welchen Gründen nicht Vollerwerbstätig?,denn es wird auch davon ausgegangen: eine Bedarfsgemeinschaft besteht in bestimmten Fällen zwischen Kindern & Eltern,welche eine gemeinsame Haushaltsführung betreiben, dann greifen Sonderregelungen Beispiel 3: Mutter, 45 Jahre (voll erwerbsgemindert auf Zeit) Kind ,19 Jahre (Studentin) Entscheidung: Die Mutter ist voll erwerbsgemindert und kann somit keine Bedarfsgemeinschaft (BG) begründen. Einzige erwerbsfähige Person ist das 19jährige Kind. Dieses Kind ist als erwerbsfähiger Leistungsberechtigter (eLb) Begründer der BG. Dabei ist es unerheblich, dass es selbst vom Bezug von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach § 7 Abs. 5 ausgeschlossen ist. Es handelt sich nur um einen teilweisen Ausschluss - nach § 27 SGB II können Ansprüche auf SGB II-Leistungen bestehen.
Über die Sonderregelung des § 7 Abs. 3 Nr. 2**** bildet dieses Kind nun mit dem nicht erwerbsfähigen Elternteil eine BG. Die Mutter ist somit leistungsberechtigt nach dem SGB II. Siehe auch Rz. 7.37c und 7.91.

Das heißt ich zahle für meine Mutter, anstatt das Jobcenter.

Nein.

DEIN Erwerbseinkommen darf immer und ausschließlich nur auf DEINEN Bedarf angerechnet werden., es sei denn, du unterstützt deine Mutter tatsächlich und freiwillig.

Im SGB II-Recht sind Kinder ihren Eltern nicht unterhaltspflichtig; verdienen sie genug, um ihren eigenen Bedarf zu decken, fallen sie aus BG mit Eltern raus. Ein Bezug von Alg 2 begründet auch keine Unterhaltspflicht nach BGB-Recht. Das (abschließend) einzige Einkommen deinerseits, das bei deiner Mutter angerechnet werden darf, ist dein Kindergeld.

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