Wird Bolivien einen Zugang zum Meer bekommen?

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4 Antworten

Wie schon von Suedamerikafan gesagt, Bolivien darf bereits die Häfen zollfrei benutzen, von der Wirtschaft her würde das also wenig ändern. Die Infrastruktur könnte sich Bolivien ohne Hilfe aus dem Ausland auch nicht vernünftig leisten.

Es handelt sich vielmehr um ein machtpolitisches Kalkül. In der bolivianischen Bevölkerung stellt der Verlust des Meeres immer noch einen tiefen Einschnitt in den Nationalstolz dar, viele verbinden die Armut immer noch mit dem Verlust des Meeres. Für einen bolivianischen Präsidenten wäre es also ein unglaublicher Beliebtheitsgewinn wenn er einen Meereszugang erreichen würde, für eine chilenische Regierung wäre es allerdings das Ende, wenn sie Gebiet abtreten müssen.

Und wenn du über die Städte Arica, Iquique und Antofagasta redest, genau das sind die Metropolregionen, in denen der chilenische Nationalstolz am stärksten augeprägt sind, diese würden also gar nicht mehr zu Bolivien gehören wollen, zumal es wirtschaftlich auch eher nachteilhaft wäre.

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Kommentar von Aratinga
27.01.2016, 19:42

Und die bolivianische Marine fährt mit ihrem Schiff auf dem Titicacasee. :) Zumindest manchmal. Meistens wird das Schiff für Touristen genutzt. :)

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Fangen wir mal am Ende an:

Evo Morales ist ein größenwahnsinniger Koka-Bauer, der nicht verstanden hat, wo und von welcher Volksgruppe seines Landes aktuell das Wirtschaftsprodukt Boliviens erwirtschaftet wird (Stadtbewohner im Tiefland, namentlich Santa Cruz) und wo und von wem nicht (nämlich nicht - mehr - von "seinen" Indios im Hochland. Es ist aus mit dem Kaffee.)

Außerdem tritt er seine Gegner beim Fußball gern mal in die Eier, vor allem wenn die ihn nicht gewinnen lassen.


So viel zu diesem "tollen" Menschen und Politiker und "gerechten" Engel auf Erden. Ein riesengroßes @...loch ist der. Hätte nicht gedacht, dass ich in deutscher Sprache mal so was Gehirngewaschenes über Mister Eiertreter lese #lol.

Aber gräme dich nicht, den haben sogar Wissenschaftler von Weltrang (=Noam Chomsky) als Musterbeispiel für einen "demokratischen" Machtwechsel angeführt... wobei: Dass es dabei demokratischer zugegangen ist als bei der Präsidentschaftswahl 2008 in den USA, um die es in dem Zusammenhang ging, will ich sogar akzeptieren. Aber ich schweife ab.

Den Zugang zum Meer hatte Bolivien übrigens früher. Genauer gesagt bis zum "Salpeterkrieg" von 1879 bis 1884, und den hat Bolivien sich ganz allein selbst eingebrockt. Da es das ärmste und machtloseste Land des ganzen Kontinents ist und nicht mal innerhalb seiner eigenen Grenzen viel geregelt bekommt, ich könnte da einige Anekdoten erzählen, wird sich das auch so bald nicht ändern.

Außer vielleicht die Chinesen intervenieren und leisten Schützenhilfe, weil sie sich davon Zugang zu etwaigen Lithiumvorkommen versprechen.

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Kommentar von Aratinga
27.01.2016, 19:39

Warum verteidigt Evo Morales den Anbau von Koka? - Weil es die helige Pflanze der Inkas ist. Der Koka-Anbau ist in Bolivien bis auf Anbau in den Yungas verboten. Warum ist das so? Weil das Nordamerika so will, haben wohl Angst um ihre Tabakindustrie. Koka ist an und für sich eine ganz normale Pflanze, welche den Indios in den hohen Lagen der Anden als z.B. als wichtige Eiweißquelle dient. Es verhält sich das Koka ähnlich wie Cannabis - die Pflanze ist eigentlich nützlich, z.B. um verschiedene neue Medikamente zu entwickeln, nur wird der Anbau unter Strafe gestellt. Dürften die Bolivianer legal und landesweit Koka (nicht für den Drogenhandel) anbauen, so würde es der indigenen Bevölkerung, auch Indigena (nicht Indios) deutlich besser gehen. Evo Morales denkt anders als andere Politiker - und das ist gut so. Mir ist er ebenfalls sehr sympathisch. ....und über die Bewohner des Tieflandes braucht man ja wohl nicht diskutieren.... die meisten sind gegen Evo Morales und im Grunde genommen "kleine Spanier". Die Indigenen Boliviens aus Chuquiago, Cochabamba usw. sind die "wahren" Bolivianer. So sehe ich das zumindest. Es gibt eine Anstecknadel mit der Wiphala und dem Schriftzug "500 años de resistencia".... das sagt alles und für ein halbes Jahrtausend Widerstand sollte man der Indigena und Evo Morales allemal ein klein wenig Respekt entgegen bringen.

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Um erstmal deine Frage zu beantworten. Bolivien hat bereits einen Zugang zum Meer. Durch ein Sonderdekret erlaubt es Chile Bolivien den Hafen von Arica Kosten- und Zollfrei zu benutzen. Alles anderen von Herrn Morales ist lediglich populistisches Gehampel.

Um nun zu der Frage warum man sich nicht an einem bolivianischen Strand am Meer sonnen kann :)
Google mal "Salpeterkrieg", dort siehst du, dass Bolivien seinen Küstenstreifen einfach aus eigener Schuld verloren hat. (selbst Krieg erklären, diesen verlieren und dann das verlorene Gebiet doch wieder einfordern ist irgendwie eigenartig....)

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Kommentar von trelos
27.01.2016, 14:40

und wie schon erwähnt oben: welcher staat tritt wohl freiwillig etwas von seinem hoheitsgebiet ab, ungerecht hin oder her? da würden die bayern, genau wie die südtiroler uva etnien sagen, wuuhu ungerecht, wir wollen land von euch - das ist doch träumerei! ob morales toll ist oder nicht, hat damit auch nix zu tun.....

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