Wird Bildungsurlaub wirklich von so vielen Chefs als Alibi zum "Arbeit schwänzen" betrachtet?

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2 Antworten

Das ist ein zweischneidiges Schwert, denke ich. auf der einen Seite ist Bildung für eine Gruppe (hier andere Arbeitnehmer und Arbeitgeber) nicht gut, denn je mehr Bildung ein Mensch i.d.R. hat, desto mehr wird er eine Bedrohung durch andere Arbeitnehmer. auch der Chef könnte denken, dass der Arbeitnehmer, der sich weiterbildet, auf seinen Stuhl will. Außerdem kann man durch vermehrte Bildung Ursache---Wirkung besser erfassen und ist somit für andere weniger kontrollierbar. Wissen heisst Macht.

 

Auf der anderen Seite, wenn ein Arbeitnehmer sich Wissen aneignet, ist das produktiv für die Firma. Ich erlebte das, dass gerade Menschen, die selbst Bildung haben, dahinter stehen, dass derjeweilige Mitarbeiter auch gebildet ist und unterstützt das.

 

Ich erlebte das, dass Mitarbeiter die Bildung sabotierten. Wenn ich einmal müde in der Arbeit war, wurde das gleich auf die Weiterbildung geschoben. Wenn ich keine Weiterbildung gemacht hätte, wäre das nicht so problematisch gewesen.

 

Ich denke, wenn ein Mitarbeiter die Arbeit scheut, um Bildungsurlaub zu machen, dann könnte derselbe Mitarbeiter auch die Woche krank machen. Da schert sich niemand drum. Vermutlich ist der Grund des Bildungsurlaubs wie oben erwähnt.

Denk auch mal an Deine Kollegen. Oder meinst Du, für die ist es so besonders lustig, wenn sie Deine Arbeit mit erledigen müssen, während Du Dich "urlaubsmäßig" weiterbildest ?

RhoMalV 18.07.2017, 18:58

Klar. Diesen Aspekt verstehe ich natürlich auch. Es ist ja auch ein Geben und ein Nehmen.

Denn andererseits muss ich mich auch damit einvestanden erklären, die Arbeit meines Kollegen mitzumachen, während er vom Bildungsurlaub Gebrauch macht.

Eigentlich sollte das auch selbstverständlich sein. Aber es gibt natürlich auch jene Kollegen, die sich nur die Rosinen herauspiken wollen.

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