Wird bei Wechselspannung der durch den Stromkreis fließende Strom für eine kurze Zeit 0A?

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9 Antworten

Bei ohmschen Verbrauchern (Strom und Spannung in Phase) stimmt das.

Bei kapazitiven oder induktiven Lasten wechselt der Strom auch ebensooft sein Vorzeichen (und wird damit zwischendurch mal 0) wie die Spannung, allerdings zu anderen Zeitpunkten, und auch die Maxima/Minima von Spannung und Strom sind gegeneinander verschoben.

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xy121 21.05.2016, 18:46

ok danke! Aber Kapazitäten können doch nicht mit Wechselspannung geladen werden, oder?

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PWolff 21.05.2016, 18:51
@xy121

Nicht auf Dauer, aber für kurze Zeit schon.

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AlterLeipziger 22.05.2016, 01:50
@PWolff

Doch können sie. Hängt nur davon ab, wofür sie ausgelegt, sprich produziert werden (Gleichstrom-Elektrolytkondensatoren (Elkos), Wechselstrom-Elkos, Keramikkondensatoren usw....

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dompfeifer 22.05.2016, 10:35
@xy121

Hallo xy121, nur mit Wechselstrom kann ein Kondensator periodisch in wechselnder Richtung geladen und entladen werden, er wird so ständig umgepolt. So lässt sich mit dem Kondensator ein Wechselstromkreis schließen. Beim Anlegen einer Gleichspannung am Kondensator dagegen wird dieser nur in einer Richtung aufgeladen, dann ist der Stromkreis unterbrochen.

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Bei einem mit  Wechselspannung betriebenen Stromkreis geht der Strom immer durch den Nullpunkt. Das bedeutet, daß der Strom auf O (Null) fällt. Allerdings kann es bei induktiver oder kapazitiver Last sein, daß beim Strom-Nullpunkt nicht auch noch die Spannung Null Volt hat. 

Der Spannungs-Nullpunkt und der Strom-Nullpunkt sind nur bei reiner ohmscher Belastung deckungsgleich.

Der Strom kann nämlich unter bestimmten Umständen der Spannung vorlaufen oder sogar hinteherhinken. Dies wird insbesonders bei induktiven Lasten, wie zB. Induktionsmotoren wichtig. Der Strom läuft der Spannung hinterher und belastet das Netz, ohne Arbeit zu verrichten.

Dies wird angegeben durch den sogenannten Leistungsfaktor "cosinus phi", welcher mit einem Kondensator kompensiert werden kann.

Bei einem Kondensator ist es umgekehrt, der Strom läuft der Spannung voraus. Trotzdem gibt es keine Elektrische Arbeit, da die gespeicherte Ladung  des Kondensators sich bei der nächsten Umpolung in das Netz entläd. Das einzige dabei sind die Leitungsverluste, die sich dabei erhöhen.

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Selbstverständlich durchläuft beim Wechselstrom die sinusförmige Spannungskurve periodisch die Nulllinie. Das gleiche gilt für die Stromstärke. Bei reinen ohmschen Widerständen verlaufen Spannungs- und Stromkurve synchron. Bei induktiven Widerständen läuft die Stromkurve nach, bei kapazitiven Widerständen läuft sie vor.

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Ja, richtig erkannt. Es gibt Leistungsregler (PWM), Dimmer, Mikrowellen die im Nullpunkt einschalten um Störungen (Oberwellen) zu vermeiden und für einen geringen Einschaltstrom.

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korrekt ist das, aber man arbeitet hier mit durschnittswerten. den sogenannten effektivwerten.

unsere wechselspannung aus der steckdose mit einem effektivwert von 230 volt bei 50 Hz z.B. hat eine Amplitude, also den Abstand von der Nullinie zu den Scheitelpunkten der Sinuswelle von + 165 Volt bzw. - 165 Volt. macht in der summe eine differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten wert von 330 Volt!

das mit dem strom von 0 Ampere stimmt natürlich auch. und zwar 100 mal pro sekunden bei einer frequenz von 50 Hz. jedes mal, wenn die Sinuslinie die nullinie kreuzt, also immer in dem moment, wo sich die Stromrichtung ändert. das nennt man Nullspannungsdurchgang

Lg, Anna


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ghost40 21.05.2016, 23:08

Das glaubst du aber wohl selbst nicht? Natürlich bezieht sich der Spitzenwert auf die Nulllinie und nicht Spitze - Spitze.

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realistir 22.05.2016, 03:37
@ghost40

Anna hat nicht behauptet es gäbe Spitze - Spitze! Sie hat trotzdem zwei Fehler in der Antwort. Scheitelpunkt ist jeweils 230 mal 1,414 also 325,22 Volt Spitze. Die Periodendauer ist 20 Millisekunden folglich gibt es in 1000 Millisekunden gleich 1 Sekunde 1000 / 20 Nulldurchgänge und keine 100.

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ghost40 23.05.2016, 12:05
@realistir

... indirekt schon, Anna spricht von Scheitelwerten von +165V und -165V, welche grob gerundet Spitze-Spitze 330V wären. Es sind aber +325V und -325V, also 650Vpp.

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xy121 22.05.2016, 00:27

die Steckdose liefert doch +230 bis -230V oder?

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AlterLeipziger 22.05.2016, 02:00
@xy121

Das war aber alles nicht die Frage!  Wenn Ihr gerne redet, geht ins Forum!

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realistir 22.05.2016, 03:27
@xy121

Die Steckdose liefert 230 Volt effektiv ;-) Ist leicht zu merken, bedeutet Uspitze beträgt Ueff * 1,414 also 325,22 Volt Spitze.

Was Anna oben behauptet stimmt so nicht.
Die Periodendauer beträgt 20 Millisekunden, folglich gibt es pro Sekunde 50 Nulldurchgänge, keine 100. ;-)

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Peppie85 22.05.2016, 07:58
@realistir

mit der spannung okay... das hatte ich nur überschlagen... aber mit den nullduchgängen irrst du... es sind doch 100, eine periode besteht aus einer negativen und einer positiven halbwelle. d.h. du hast innerhalb einer sekunde 50 Nullspannungsdurchgänge während dem wechsel von vorwärts nach rückwärts und 50 weitere von rückwärts nach vorwärts...

lg, Anna

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ghost40 23.05.2016, 12:10
@Peppie85

Mit deinen 100 Nulldurchgängen hast du absolut recht, eine Periode hat nun mal zwei Nulldurchgänge. Das mit der Spannung habe ich in einem Kommentar beschrieben.

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Diese Frage könntest du dir leicht selbst beantworten, wenn du mal etwas tiefer in die Betrachtungen typischer Stromschalter namens Thyristor und Triac einsteigst.

Eventuell nötig wären noch einige Kenntnisse im Zusammenhang mit Wechselstrom. Zum Beispiel wann tritt sogenannte Phasenverschiebung auf.

Phasenverschiebung von Spannung und Strom zueinander. Was bedeutet Cosinus Phi? Gibt es sowas bei Gleichstrom? ;-)

Nehmen wir nun mal vereinfacht an, zwischen Spannungsamplitude und Stromamplitude gibt es eine zeitliche Verschiebung von 5 Millisekunden, wie sieht es dann für die Summenparameter von Spannung und Strom aus?

Dann gibt es zwar einen Strom-Nullwert, aber der ist nicht gleich dem Spannungsnullwert. Ich sprach dies nur an, um dich von deiner Annahme abzubringen bei Wechselstrom wäre Stromnull gleich Spannungsnull.

Thyristoren und Triacs werden im Nulldurchgang nicht leitend, sind also nicht immer leitend, sondern wann, und wann nicht?

Wenn wir bei dem Thema sind, versuche mal selbst zu erkunden was Effektivwert bedeutet. Und wann eilt der Strom der Spannung voraus, und wann der Spannung nach?

Frag aber bitte nicht immer hier, versuche wenigstens nach Ansprache einiger Stichworte selbst heraus zu finden was damit gemeint ist, wie es mit anderen Dingen zusammenhängt.

Früher musste man etliche Bücher nach Hause schleppen, oder Schulen besuchen. Die heutige Generation ist da viel verwöhnter ;-)

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bit77 21.05.2016, 19:24

Deswegen gibt es ja GF. Warum soll er denn nicht hier fragen?

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realistir 21.05.2016, 19:28
@bit77

Dass man Antworten missverstehen kann, machst du deutlich ;-)
Du liest wohl nur was du lesen willst.

Ich gab Stichworte vor und bat Ihn nicht nur hier zu fragen, sondern selbst zu recherchieren.

Wer sich alles vorsagen lässt begreift und behält wenig.

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AlterLeipziger 22.05.2016, 01:57

Klar, man kann auch mit Kanonenkugeln auf Spatzen schießen!

Was hat biite schön eine einfache Frage nach der Strom/Spannungskennlinie des Wechselstroms mit Deiner Antwort zu tun?

Es geht hier nur um diesen Zusammenhang!

einfache Frage - einfache Antwort?

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Dafür sind die Elektronen zu träge. Sie bewegen sich im Draht sozusagen im Schneckentempo.

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xy121 21.05.2016, 18:44

auf welche Frage beziehst du dich und sind meine Gedanken soweit korrekt?

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dompfeifer 22.05.2016, 23:30

Was hat die "Trägheit der Elektronen" mit der Fragestellung zu tun?

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Beim Nulldurchgang ist das so. Deshalb gibt es ja auch Hochleistungsschalter, die genau zu diesem Zeitpunkt schalten.

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Eine Augenblicksspannung welche bei der Phasenanschnittssteuerung ausgenutzt wird.

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