Wird bei Trennung und zwei Kindern jedem ein Kind zugesprochen, auch wenn sie bei einem Elternteil bleiben?

5 Antworten

Steuerlich steht jedes Kind zur Hälfte der betreuenden Person zu, dafür, dass diese eben die Betreuung übernimmt und zur anderen Hälfte dem Unterhaltszahlenden Elterneil, da er ja Unterhalt leistet. Bei 2 Kindern bedeutet das, jeder hat 2 halbe Kinderfreibeträge <(= 1 Kinderfreibetrag pro Elternteil). Der Freibetrag spielt aber eh keine große Rolle, da meist das Kindergeld günstiger ist.

Das Kindergeld erhält der Elternteil, der die kinder hauptsächlich betreut, der Unterhaltszahlende kann den Anteil seines Kindergeldes vom Unterhalt abziehen, der zahlt nur den Zahlbetrag.

Zahlt der andere Elternteil keinen Unterhalt, steht ihm auch kein Kindergeld oder Freibetrag zu. Dann kann der andere Elternteil diesen auch auf sich übertragen lassen.

Das habe ich bei meinen Kindern jedes Jahr beim Steuerausgleich gemacht, wurde auch immer bewilligt.

Hallo,

das stimmt nur zum Teil. Es spielt keine Rolle, wem die Kinder "zugesprochen" werden, zumal es da heute sorgerechtlich sehr viele Varianten gibt. Grundsätzlich wird vom gemeinsamen Sorgerecht nur selten abgewichen. Wo die Kinder leben, bleibt erst mal unerheblich.

Jetzt zum steuerrechtlichen Teil. Der Elternteil, bei dem die Kinder nicht leben (2x im Monat / WE zählt nicht) ist dem anderen Elternteil zum Kindesunterhalt in Geld verpflichtet. Über diese Höhe kann man sich entweder einigen, oder es wird vom Gericht festgelegt. Als Anhaltspunkt gilt jeweils die Düsseldorfer Tabelle. Zahlt der unterhaltsverpflichtete Elternteil weniger als 75% dieses Unterhaltes - egal aus welchen Gründen - stehen die Steuerfreibeträge dem Elternteil zu, bei dem das Kind lebt. Dieser muß das mit der EST-Erklärung beantragen und nachweisen, der andere Elternteil muß nicht zustimmen.

Das gilt auch bei einem Kind. Da würde jeder einen 1/2 Freibetrag bekommen. Für das Kindergeld gilt das gleiche.

Ja.

Jedes Elternteil bekommt pro Kind einen halben Kinderfreibetrag. Den von der Mutter kann er nur dann bekommen, wenn sie den Unterhalt für die Kinder zu mindestens 75 Prozent nicht zahlt.

40

Wieso denn das? Die leben doch beide bei ihm, somit müßten sie doch ihm zugesprochen werden. Wo liegt denn da die Gerechtigkeit?

0
35
@christl10

Wieso, das ist doch gerecht. Da sie nichts zahlen (kann), bekommt die auch keine Freibeträge. Deshalb gibt es doch diese Regelung.

2
47
@christl10

Die Mutter muss Unterhalt zahlen. Damit steht ihr der Freibetrag selbstverständlich zu. Wo wäre die Gerechtigkeit, wenn es anders wäre?

0
35
@Menuett

Leider nur, wenn Ihr Einkommen höher als ca. 1050 € ist. Deshalb bekommt sie auch kein Kindergeld und keine Freibeträge. Diese Regelung soll wenigstens die Kinder vor Armut schützen. Klappt aber leider nur, wenn wenigstens der Elternteil, bei dem sie leben, einen Job hat, der auch was einbringt. Sonst ist Steuerfreibetrag für die Katz'.

2
40
@Menuett

Sie kann aber kein Unterhalt zahlen da sie arbeitslos ist und kein Geld hat.

0
47
@christl10

Ja, dann kann er sich doch den Freibetrag übertragen lassen.

0
50
@christl10

der andere Elternteil hat Unterhalt zu zahlen und hat Umgangskosten, daher steht ihm auch ein halber Steuerfreibetrag zu. Das ist doch überaus gerecht, finde ich.

0

bei 2 kindern hat nach der trennung und geteiltem sorgerecht doch jeder elternteil 1 kind auf der steuerkarte zwecks kinderfreibetrag oder nicht?

waren nicht verheiratet, nur geteiltes sorgerecht....

...zur Frage

Kindesunterhalt nicht gerecht?

Hallo,

mein Freund hat zwei Kinder aus 1 Beziehung. Wir haben ein weiteres.

Da er nur 1450€ verdient kann er pro Kind 100€ zahlen, dh. er zahlt monatlich 200€ ans Jugendamt und 100€ bleiben für unser Kind. Die Mutter der beiden Kinder erhält aber nicht 200€ vom JA sondern 300 da der Mindestsatz bei 154€ liegt.

Jetzt ist mein Kind doch aber um die 54€ ärmer als die anderen beiden?

...zur Frage

Läuft eine Trennung mit gemeinsamen Kindern ähnlich wie eine Scheidung ab?

Ich und mein Freund trennen uns nach 14 Jahren. Wir haben vier Kinder.

Jebenfalls wäre meine Frage nun, da wir nicht verheiratet sind, ob es bei einer Trennung mit gemeinsamen Kindern, gemeinsamer Wohnung etc. genauso abläuft wie bei einer Scheidung oder gibt es da gewisse Unterschiede?

Ich freue mich für ein paar hilfreiche Antworten. Danke :)

...zur Frage

2 Halbe Kinder auf der Steuerkarte?

Hallo ich bin Vater von zwei Kindern , seit einigen Jahren geschieden ,da jeweils ein Kind bei einem Elternteil lebt , haben wir uns auch so geeinigt das jeder 1 Kind auf seiner Steuerkarte bekommt. Wäre es denn denn nicht sinnvolle,r wenn jeder 2 "halbe" Kinder auf der Steuerkarte hat .?

...zur Frage

Beziehung scheiterte an Exfrau mit Borderline, wie verarbeiten?

Ich hatte im Sommer eine Beziehung mit einem tollen Mann, in den ich schwer verliebt war. Das größte Problem war seine Exfrau, die Mutter seiner Kinder. Sie hat Borderline und hat uns beizeiten das Leben zur Hölle gemacht. Sie hat 5 Kinder von 3 verschiedenen Vätern, zwei davon leben nicht mehr bei ihr. Die letzten 3 sind von meinem Exfreund. Das kleinste ist bei ihr geblieben, aber da sie mit allen 3 überfordert gewesen wäre, hat mein Exfreund seine Arbeit aufgegeben und betreut nun 2 der Kinder. Ich habe selber 2 Kinder von meinem Ex-Ehemann, mit dem ich sehr lange zusammen/verheiratet war. Die Trennung von ihm war sehr hart, da ich mich getrennt habe und mein Exmann sich dann umbringen wollte. Er war dann lange in einer Klinik. Ich habe die Trennung aber dann trotzdem durchgezogen. Sofort nach der Trennung hat mein Exmann eine neue Freundin gehabt, die er in der Klinik kennengelernt hatte. Ich hatte dann lange Rosenkrieg vom feinsten, mit mehreren Gerichtsverfahren. Mittlerweile wird es aber ruhiger. Bis zum Sommer war ich alleine mit meinen Kindern und hatte null Interesse an einer neuen Beziehung. U.a. deshalb konnte ich auch die Belastung dieser Borderline-Frau nicht ertragen.

Sie hat manchmal 30 mal am Tag bei ihm angerufen, hat mir nachgestellt, Kontakt zu meinen Freunden, Nachbarn und sogar zu meinem Exmann aufgenommen. Sie hat beim Jugendamt behauptet, ich würde ihre Kinder schlagen usw. Es war in jeder Hinsicht extrem. Da er aber Schwierigkeiten hatte, sich abzugrenzen und das Jugendamt die enge Zusammenarbeit wegen der Kinder gefordert hat, gab es auch uendlich viele Gründe, so viel Kontakt zu haben. Er hatte dann auch leider wenig Zeit, und ich habe ja selber auch noch ein Leben und zwei Kinder. Es war eine logistische Herausforderung, zumal seine Exfrau kein Auto hat und überall hingefahren werden musste. Zudem waren seine Kinder ständig krank. Aus allem wurde ein Drama konstruiert. Selber alleinerziehend ging mir dieser ständige Alarmzustand auf die Nerven. In den seltenen kinderfreien Momenten war die Beziehung einfach nur schön. Das Gericht hat dann beschlossen, dass keiner von beiden alle drei Kinder zugesprochen bekommt, sondern die Kinder so verteilt bleiben, aber die Eltern ganz eng zusammenarbeiten sollen. An der Stelle war ich raus. Ich konnte diese Situation nicht mehr aushalten. Aber ich leide wie ein Tier. Er hat gesagt, er will mich nicht weiter belasten mit seinen Problemen. Deshalb gibt es keinen Kontakt mehr zwischen uns, es gab keine Aussprache, nichts. Inzwischen habe ich erfahren, dass er wieder mit seiner Frau zusammenlebt. Seine Frau hat mich angeschrieben und gemeint, die beiden wären jetzt wieder glücklich, von anderen hörte ich, sie ist nur vorübergehend da, bis sie eine andere Wohnung gefunden hat. Es zerreißt mich, denn ich liebe ihn noch immer und ich komme nicht damit klar.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?