Wird bei einer Scheidung bei bestehender Zugewinngemeinschaft auch ein Erbe berücksichtigt?

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7 Antworten

Ein Erbe zählt ausdrücklich in das Anfangsvermögen. §1374 Abs 2 BGB

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1374.html

Die Wertänderung des Ererbten bis zur Scheidung beeinflussen den Zugewinn. Sprich haben sie z.B. ein Haus geeerbt und dieses ist im Wert gestiegen, dann zählt beim Anfangsvermögen der Wert zum Zeitpunkt des Erbfalls und beim Endvermögen der Wert zum Zeitpunkt des Ende des Güterstandes.

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Ja, aber anders als du es vermutest: Erbschaften und Schenkungen zählen nicht zu dem Vermögen, welches die Eheleute durch gemeinsames Tun in der Ehe erwirtschaftet haben. Deshalb hat das Gesetz diese Werte dem Zugewinnausgleich entzogen. Der andere Ehepartner bekommt davon nur den Mehrwert, den die Erbschaft oder Schenkung seit dem Erhalt erfahren hat.

Berechnung: Jeder der Scheidungswilligen berechnet seinen ehelichen Zugewinn nach der Formel Endvermögen (Scheidungsantragszustellung) ./. Anfangsvermögen (standensamtl. Eheschliessung) + Erbschaftszahlung.

Bei dir also Endvermögen mit Erbschaftswert minus Anfangsvermögen mit Erbauszahlungsbetrag. Bei deinem Erbe wäre es denkbar, das eine Immobilie, ein Aktienpaket oder Goldschmuck mehr Wert wäre als bei Empfang, das wird angerechnet.

Die hälftige Differenz beider Zugewinne der Eheleute bekäme derjenige, der weniger ehel. Zugewinn erzielte.

G imager761

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Kommentar von sergius
05.02.2017, 09:56

uneingeschränkt richtig !

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Das vor der Ehe erhaltene Erbe spielt überhaupt keine Rolle für den Zugewinnausgleich, da es zum Anfangsvermögen zählt

Das während der Ehe angetretene Erbe wird ebenfalls dem Anfangsvermögen zugerechnet.

Insoweit zählt das Erbe selbst nicht Teil des Zugewinnausgleichs werden. 

Anders sieht es allerdings bei Wertsteigerungen, die mit dem Erbe erwirtschaftet werden aus. Wertsteigerungen des Erbes fallen sehr wohl in den Zugewinnausgleich. Wer mag, kann das ganze auch nochmal hier nachlesen. https://www.online-scheidung-deutschland.de/scheidungsrecht/zugewinnausgleich

Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.

Viele Grüße

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Während der Ehe durch Erbschaft oder Schenkung erworbenes Vermögen fließt nicht in den Zugewinn, sondern wird wie das Anfangsvermögen behandelt.

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Ein Erbe geht nicht in den Zugewinn.

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Gehört nicht zum Zugewinn. Also bei einer Trennung würde der Betrag raus gerechnet werden.

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Nein, selbstverständlich nicht.

Allenfalls wenn dieses Erbe in der Zwischenzeit sich noch vermehrt hat, dann ist dieses "mehr" zu 50 Prozent an den Ehepartner abzudrücken.

Das Erbe selbst verbleibt vollständig beim Erben.

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