Wird bald Cannabis in den Niederlanden illegal?

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5 Antworten

Es ist einfach so, dass die hollaändischen Polizeibeamten nicht verfolgungspflichtig sind wie die deutschen heisst in Deutschland MUSS alles zur Anzeige gebracht werden und die Staatsanwaltschaft entscheidet obs verhandelt wird oder nicht. In Holland wiederrum verdient der Staat mit jedem Gramm Marihuana das verkauft wird (Steuern). Somit erlaubt der Staat den Polizisten von einer Anzeige abzusehen (bei Konsumenten bis 30 Gramm kein Handel). Und wenn sie es jetzt wieder verbieten würden, hätten sie millionenschwere Löcher in ihren Kassen, die sie nicht stopfen könnten.

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Wie war das noch: das Handeln mit BTM ist auch in Holland verboten, man darf es nur konsumieren, und der Besitz geringer Mengen wird geduldet.

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Ja.

Quelle:

> Die Drogenpolitik der Niederlande

Die Niederländische Drogenpolitik orientiert sich am Prinzip der Schadensminimierung. Nachdem sich der Gebrauch von Drogen nicht vollständig verhindern lässt, wird versucht, durch eine pragmatische Politik zumindest die dabei möglicherweise auftretenden Schäden zu minimieren.

The Dutch drugs policy is based on the principle of 'harm reduction'. This means reducing the health risks to drug users without focusing solely on ending the addiction. In this context, both the judicial authorities and the care sector act to prevent nuisance and crime caused by users. The policy is therefore also aimed at the separation of the markets for soft drugs and hard drugs. Allowing some room for small-scale trade in soft drugs and possession of small quantities of soft drugs for personal use avoids a situation in which soft drug users enter criminal circles. aus: Netherlands Drug and Alcohol Report Der bekannteste Ausdruck dieser Politik sind die Coffee Shops, in denen straffrei geringe Mengen von Cannabis erworben werden können. So kommen am Konsum von Cannabis Interessierte nicht mit einem kriminellen Schwarzmarkt in Kontakt (Märktetrennung). Läden die sich nicht an die Auflagen halten (keine harten Drogen, keine Abgabe von mehr als 5 Gramm, keine Minderjährigen, keine Belästigung der Anwohner) werden geschlossen.

Seit 1976 wird der Besitz von bis zu 30 Gramm Cannabis nicht mehr verfolgt, obwohl er nach wie vor als Straftat gilt (Erlass vom 18.10.1976). In den Niederlanden gilt im Strafrecht das Opportunitätsprinzip, d.h. die Polizei und Staatsanwaltschaft können von einer Verfolgung von Straftaten absehen wenn diese nicht verfolgungswürdig sind. Kommerzieller Anbau, Grosshandel sowie Ein- und Ausfuhr von Cannabis werden nach wie vor verfolgt und können zu Gefängnisstrafen führen. Dies gilt auch für Delikte mit anderen Drogen, z.B. Heroin, Kokain oder Ecstasy, die keineswegs entkriminalisiert sind. Aufgrund des enormen Transithandels (allein am Hafen von Rotterdam werden jährlich 3 Millionen Container aus Übersee entladen) ist eine 100-prozentige Durchsetzung dieser Verbote jedoch illusorisch, obwohl Hunderte von Millionen Euro dafür aufgewendet werden. 50% des Haschischs, das in den Niederlanden verkauft wird, kommt übrigens laut eines Berichts der US-Regierung über das streng prohibitionistische Frankreich ins Land.

Weil der Anbau von Cannabis weiterhin verfolgt wird ist er vielfach in der Hand Krimineller. Eine Parlamentsmehrheit rief die Regierung am 27.06.2000 dazu auf, die straffreie Versorgung der Coffeeshops zu ermöglichen (das sogenannte »Hintertürproblem«). Die Regierung wollte eine Lösung nur im Einklang mit Nachbarländern wagen. Ein anderes Problem ist der Drogentourismus, der von den weiterbestehenden Cannabisverboten in Nachbarländern herrührt. Reformen in Deutschland und Frankreich würden dieses Problem lösen.

Diesen Problemen stehen bemerkenswerte Erfolge gegenüber. Ein wesentliches Ergebnis ist, dass die niederländische Drogensterblichkeitsrate weit niedriger ist als in Deutschland, Österreich oder Schweden. Die Tolerierungspolitik hat Hunderttausenden von Niederländern die Kriminalisierung und den Kontakt mit dem Schwarzmarkt erspart. Dennoch liegen die Niederlande bei der Verbreitung des Cannabiskonsums nur im europäischen Mittelfeld: Im Jahre 1997 fanden zwei offizielle Studien, dass 3,0 Prozent der Westdeutschen aber nur 2,46 Prozent der Niederländer regelmässig Cannabis konsumieren. Die Euregio-Studie fand, dass im Dreiländereck Deutschland-Belgien-Niederlande Cannabiskonsum unter deutschen Jugendlichen weiter verbreitet war als unter ihren niederländischen Altersgenossen.

Aufgrund der positiven Ergebnisse der Niederlande will nun auch die Schweiz eine ähnliche Politik einführen.

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Kommentar von Bart007
02.10.2010, 13:50

Mag sein, aber das Problem ist die rechte Regierung

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Kommentar von Sweetninafragt
02.10.2010, 14:05

Ich wünschte Deutschland würde das auch endlich machen.

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Entkriminalisierungsbemühungen in Kalifornien: http://www.newser.com/story/101996/in-california-pot-possession-is-now-like-a-traffic-ticket.html

In Europa haben die Niederlande, Tschechien, Portugal ähnliche Gesetzelagen. Die Schweiz und Polen sollen demnächst folgen. Auch Spanien hat eine relativ lockere Umgangsweise bezüglich Anbau zu Eigenbedarfszwecken.

In Deutschland liegt noch vieles im Argen, weil die Bundesdrogebeauftragte, Mechthild Dyckmans, FDP, von vorgestern ist.

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Cannabis IST illegal, schon seit Jahren.

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Kommentar von MrSlurmey
02.10.2010, 16:31

richtig und dies ist auf der ganzen welt ein riesiges problem...bitte informiert euch: cannabislegal.de oder hanfverband.de und guckt euch bitte auf youtube "hanf-das milliarden dollar kraut" an! dieser film öffnet augen!

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