Wird auch China in Zukunft demokratisch werden?

Das Ergebnis basiert auf 26 Abstimmungen

Nein, nie. 42%
Ja, irgendwann. 38%
Nein, aber die Diktatur wird weniger schlimm werden. 19%

18 Antworten

Nein, nie.

Ich hoffe nicht. Und eigentlich ist das in China auch gar nicht möglich! Jedenfalls nicht so, wie wir uns eine Demokratie vorstellen!

So viele unterschiedliche Kulturen und Gruppen, die teilweise eine andere Sprache sprechen. Das momentane System ist für China ideal! Die Menschen aus der Bevölkerung brauchen sich nicht mit endlosen Debatten rumärgern und sich gegenseitig runterziehen!

In China gibt es Beamte, die mehr oder weniger gewählt werden und diese wollen "im Normalfall" das Beste für das Volk!

Ich finde es sehr bedauernswert, dass so viele Menschen hier glauben, dass die Demokratie das Beste ist und in China die armen Bürger von einem Diktator beherrscht werden... Die Menschen mit so einem starken Demokratie-Gedanken waren anscheinend noch nie in China und haben sich mit deren Geschichte und Kultur beschäftigt!

Und außerdem: Der Demokratiegedanke ist den Chinesen auch nicht so fremd! Schon zu Zeiten von Konfuzius gab es demokratische Versuche. Aber die Geschichte hat schlussendlich gezeigt, dass eine Demokratie in China nicht Bestand haben kann! Unter anderem aus genannten Gründen!

In den letzten Jahren hat die Kriminalität und Gewalt in so vielen anderen (demokratischen) Ländern stark zugenommen! Aber in China ist sie stark gesunken. Unter anderem dank der starken Kamera-Überwachung und dem social-score-System oder wie das heißt. Ich finde das gut! Ich war schon paar mal in China und habe einen starken Wandel verspüren können! Wirklich beneidenswert, was China in den letzten Jahren alles geschafft hat! Kein Wunder, dass immer mehr chinesische Studenten nach ihrem Studium im Ausland zurück nach China wollen!

Anstatt dass so viele immer schlecht über China und deren Regierung sprechen, wäre es angebracht, mal gewisse Nachrichten mit anderen Quellen zu vergleichen und sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen, was eigentlich sich dort abspielt!

In diesem Sinne: 中国加油!

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Studiere Sinologie und war schon paar Mal in China.
Nein, nie.

Ich bin seit Anfang 90er immer regelmäßig dort.

Sogar bis heute habe ich die Sprachlosigkeit über das, was ich gesehen habe, die Begeisterung der Menschen für ihre Heimat, für Wohlstand, besseres Leben u. Die Zukunft, ihre Kinder, nicht verarbeitet. Niemals wird Europa das schaffen, was China in so kurzer Zeit erreicht hat.

Wer die kaum erträgliche Verelendung der größten Demokratie vom benachbarten Indien sah, der muss sich wünschen ein Chinese sein zu dürfen.

In Indien bekommen ca. 800 Millionen Menschen keine regelmäßigen Mahlzeiten! Und ja, Ich war auch in Indien.

Wenn in Indien Entscheidungen getroffen werden müssen, die 100 Millionen Menschen betreffen, kann man nicht auf die Machtspielchen der Parteien in den Parlamenten warten.

Bis dahin, um bei dem Beispiel Nahrung zu bleiben, gibt es dann tausende Tote.

Sicher, Chinas Weg ist vielleicht auch nicht der „goldene Weg“, aber unter den gegebenen Umständen sehr effektiv.

Solche großen Gebilde haben - wie die EU - immer ähnliche Probleme, überhaupt zu funktionieren und funktionierende Demokratie ist für sie überhaupt noch nicht definiert.

Den Volkskongress könnte man in seiner demokratischen Beschränkung mit dem Europaparlament vergleichen.

Bevor wir aber die Demokratie in der "Provinz Deutschland" innerhalb der EU für ganz China verlangen, sollten wir erst versuchen, sie in Europa zu installieren, denn nationalstaatliche Demokratie-Vorstellungen sind nicht 1:1 auf Unionen übertragbar.

Es gibt noch kein Konzept für eine Weltdemokratie.

Ich glaube auch nicht, dass wir uns als Deutsche, umgeben von Freunden, ein Bild davon machen können, wie schwer es ist, eine Mrd Menschen mit hunderten kulturellen Hintergründen in einem so riesigen Land irgendwie zusammenzuhalten.

Demokratie ist vielleicht keine Politik, die in China funktioniert, weil auch der philosophisch und historisch gewachsene Hintergrund nicht vorhanden ist.

Demokratie ist nun mal eine westliche Erfindung, die bei uns zwar sehr gut funktioniert, aber eben nicht automatisch auf alle Länder der Welt übertragbar ist.

Nicht vergessen:

Die Chinesen verlangen von uns ja auch nicht, dass wir ein (beispielsweise) konfuzianisches Weltbild etablieren sollten.

China lässt Europa und USA in ihrer Ruhe, das ist Unterschied. Wir machen uns Gedanken um uns selbst in China. Deutschland hat so viele Probleme, ihre wichtigst Wirtschaft geht verloren mit Automobil Industries. Soviel Mini Rentner soviel Hartz IV Menschen. Deutschland mag ich sehr, aber die Verlierer dieses extrem Kapitalistisch System werden so wie vor ungefähr 100 Jahren.

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Japan und Südkorea aber sind zum Beispiel durchaus funktionierende Demokratien, die nicht im Westen sind, sogar nah bei China.

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@Studyar

Und hast du mal deren Geschichte und Kultur mit der von China verglichen? Vieles kann man im Internet lesen, manchmal sogar etwas, was der Wahrheit entspricht^^

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@Studyar

Wenn man die Demokratie in benachbarten Japan und Südkorea als Beispiel nennen dürfte, um zu bestätigen, wie möglicherweise gut die Demokratie in China funktionieren könnte.

Dann dürfte man ebenballs gleichzeitig die Demokratie im benachbarten Indien als Gegenbeispiel nennen, um zu bestätigen, wie möglicherweise NICHT gut die Demokratie in China funktionieren könnte.

Geschweige denn hat China in Hinsichten von Geschichte vor allem die Geschichte in den vergangenen 200 Jahre, Tradition, Landesgröße, Bevölkerungszahl, ethnische Zusammensetzung, geografische Bedingungen usw.deutlich mehr Gemeinsamkeit mit Indien als mit Japan und Südkorea.

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Den Volkskongress könnte man in seiner demokratischen Beschränkung mit dem Europaparlament vergleichen.

Ach, ehrlich?

Wann hat sich der Volkskongress ähnlich verhalten?

EU-Parlament lehnt Rumäniens Plumb und Ungarns Trócsányi ab

https://www.derstandard.de/story/2000109115766/eu-parlament-lehnte-rumaeniens-kommissarin-plumb-ab

Kommission EU-Parlament lehnt Rumäniens Plumb und Ungarns Trócsányi ab. Die designierte Verkehrskommissarin und der geplante Erweiterungskommissar wurden von den Abgeordneten ...

EU-Parlament lehnt Goulard ab - www.Bluewin.ch

https://www.bluewin.ch/de/news/international/eu-parlament-lehnt-goulard-ab-309543.html

EU-Parlament lehnt Goulard ab. SDA. 10.10.2019 - 14:49 . Die französische EU-Kommissionskandidatin Sylvie Goulard ist am Donnerstag in Brüssel vom EU-Parlament abgelehnt worden. Vergeblich hatte ...

Brüssel: EU-Parlament lehnt Haushalt der EU-Kommission ab

https://rp-online.de/wirtschaft/eu-parlament-lehnt-haushalt-der-eu-kommission-ab_aid-20161979

19. November 2014 um 11:27 Uhr Brüssel : EU-Parlament lehnt Haushalt der EU-Kommission ab Brüssel Das Parlament pocht darauf, dass zugesagtes Geld fließt. Nettozahler wie Deutschland sträuben ...

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@WalterMatern

Ach ehrlich?

Obwohl du so viel verzapft hast, aber was hat dein Blödsinn mit meinem Argument zu tun?

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@WalterMatern

Übrigens, kann ich dir auch ein Buch empfehlen:

http://www.barth-engelbart.de/?p=220887#:~:text=%C2%A0Das%20neue%20Buch%20von%20Wolfram%20Elsner.%20Es%20hei%C3%9Ft,wunderbare%20Schnelleisenbahnetz%20und%20die%20S-Frage%2C%20die%20Sozialismus-Frage%20gesprochen.

Zitat aus dem Vorwort dieses Buches:

"Doch seine Leistungen (Chinas Leistungen) gehen weit über das Wirtschaftswachstum hinaus.

Wolfram Elsner liefert erstaunliche und oftmals unbekannte Einblicke in das alltägliche Leben und in fast alle Entwicklungsbereiche und Politikfelder eines Systems, das einfach anders funktioniert.

Um zu verstehen, was in China und mit China in der Welt gerade passiert, müssen wir die westliche Brille abnehmen und uns von vorgestanzten Vorstellungen lösen.

Unser Bild von China ist verzerrt und unterbelichtet." 

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@Norbert981

Du hast angefangen damit das EU-Parlament mit dem Volkskongress zu vergleichen.

Was hat der Volkskongress denn gesagt zu?

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Wer die kaum erträgliche Verelendung der größten Demokratie vom benachbarten Indien sah, der muss sich wünschen ein Chinese sein zu dürfen.

ich zitiere mal Peter Scholl-Latour aus dem Vorwort eines seiner letzten Bücher:

Wer aber meint, er müsse Indien als der größten Demokratie der Welt huldigen, nur weil dort dem Stimmzettelfetischismus genüge getan wird, ist mit Blindheit geschlagen.
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Ja, irgendwann.

Ich lebe lieber in einer Demokratie, in der ich die Führer beschimpfen kann und es mir nicht gut geht als in einer Diktatur, wo ich vielleicht mehr Geld habe, aber meine Gedanken nicht frei äußern darf.

China geht es wirtschaftlich zwar recht gut - aber um welchen Preis? Das mit den Uiguren ist nichts anderes als ein Genozid. Das mit Hongkong zeigt die rücksichtslose Vorgehensweise Chinas bei de Vergrößerung seines Einflussbereiches.

Die chinesische Regierung ist kein Vorbild für irgendwen. Sie ist zwar effektiv, ja, aber Effektivität allein ist nicht genug. Die Nationalsozialisten waren auch effektiv. Aber war es ein guter Staat? Nein, natürlich nicht.

Der einzige Lichtblick ist die klare Positionierung der USA gegen China. Die nehmen kein Blatt vor den Mund. Erst vor kurzem wurden Maßnahmen gegen China fast einstimmig beschlossen.

Europa kuscht dagegen vor China, wohl aufgrund der wirtschaftlichen Verstrickungen. Es ist ja so schön: Erst beschimpft man Politiker in einem Land, in dem man seine Meinung sagen kann, als undemokratisch, am nächsten Tag trifft man sich mit einem Verbrecher, der ein ganzes Volk auslöschen will.

Aber dennoch habe ich die Hoffnung, dass sich das chinesische Volk eines Tages seiner Menschenrechte besinnen wird und die Diktatur der KP abstreift. Das wird schwierig sein, die KP tut alles, um im Sattel zu bleiben.

Aber 1,3 Milliarden Menschen kann man nicht vollständig kontrollieren. Man kann sie nicht alle unterdrücken. Man kann sie nicht alle erschiessen.

Dank Hongkong gewinnen demokratische Ideen in China an Fahrt. Und wenn sich die EU an die Seite der USA stellen würde, könnte man der chinesischen Regierung erheblichen Schaden zufügen.

China wird sein aktuelles System solange behalten wie

  • die Wirtschaft weiter prosperiert und die Mehrheit der Bevölkerung daran anteil hat und
  • die Menschen sich in den vorgegeben Spielräumen relativ frei bewegen können.

Auch Diktaturen brauchen Mehrheiten. Diejenigen nämlich, die bereit sind, die Diktatur hinzunehmen. Dazu brauchen sie Erfüllungsgehilfen, die aus ihrer Unterstützung einen Vorteil für sich erkennen müssen. Da spielt es eigentlich keine Rolle, ob es sich um eine Diktatur oder eine Demokratie handelt.

Ins Wanken geraten Systeme wenn

  • die Wirtschaft leidet
  • die Staatsfinanzen weder für Wohltaten noch für Investitionen reichen
  • die Korruption das Land lähmt
  • die Mittelschicht sich nicht mehr ausreichend frei bewegen kann
  • der Pöbel ausser Kontrolle gerät
  • ...

Ich fürchte aktuell mehr um den Fortbestand unseres politischen Systems als um das der Chinesen.

Schwer zu sagen, im Moment sieht es nicht danach aus. Die Bevölkerung wird propagandistisch auf einen Herrenrassen-Mensch-Trip eingestellt. Und alle anderen sind niedere Völker. Mit so einem Mindset in der breiten Öffentlichkeit ist eine Demokratisierung unmöglich.

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